Any Bullet Will Do

Any Bullet Will Do

Any Bullet Will Do ist ein Western von 2018. Zur Handlung: Montana, 10 Jahre nach dem Bürgerkrieg. der Ehemalige Unionssoldat Hollis Ransom (Kevin Makely) verdient sein Geld als Kopfgeldjäger und Handlanger für den Minenbaron Jonathan Carrington (Bruce Davison). Eines Tages holt ihn ein Gespenst aus der Vergangenheit wieder ein: in Gestalt des ehemaligen Konföderiertenkommandeurs Everett Ransom (Todd. A. Robinson), sein Bruder, der damals seine Frau auf dem Gewissen hatte, und den er seither versucht zur Strecke zu bringen…. als dieser Gold von Carrigont raubt, bekommt Hollis von dem endlich den Auftrag, auf den er schon immer gewartet hat: seinen Bruder zur Strecke zu bringen. Zur Unterstützung will er sich den Pfadfinder Bill Gage (Mark Ryan) holen, doch der lehnt ab. Seine wortgewandte Tochter und erfahrene Trapperin Rose (Jenny Curtis) hingegen reizt die Idee, dem Kaff zu entfliehen – kurzerhand machet das gegensätzliche Duo (er der grimmige Veteran, sie die freche junge Göre)  los,  zu Fuß, durch die verschneiten Berge….

Ach was soll man über sogenannte Direct-to-video Ware sagen? Ein Film produziert für den Wühltisch, mit Schauspielerinnen und Schauspielern die niemand kennt (außer Bruce Davison), Dialogen bei denen man sich unter der Sofadecke verkriechen möchte und einem Soundtrack der einer Hipster-Coldbrew-Kaffee-Kneipe in Colorado noch zu anachronistisch wäre. Auf der Habenseite gute Naturaufnahmen, grimmige Schießereien und eine kurze Laufzeit.

Die Story ist grundsätzlich nichts neues. Das typische Post-Civil-War Bruder-gegen-Bruder Thema, hier ein wenig eine Mischung aus vorhersehbar und unplausibel. Dass Hollis ein wenig ein Grobi ist, sollte in Ordnung sein, aber irgendwie passt er nicht in das Umfeld, bei dem insbesondere Rose hervorsticht, die mit ihrem modernen Plappermaul irgendwie so gar nicht mehr in den Film zu passen vermag. Nun könnte man sagen, das ist vielleicht lezttlich alles viel realistischer als man glaubt, aber es funktioniert als Film nicht mehr gut. Die Charaktere sind zu beliebig und das Drehbuch gibt wenig Raum für echte Charakterentwicklung und Tiefe, man nimmt es eben so hin und freut sich am Ende dass der Film vorbei ist.

Die BluRay bietet keine Extras. Das Bild ist sehr solide, man merkt ein wenig die gekrümmte Linse die benutzt wurde, insgesamt aber klares Bild, hohe Auflösung (es wurde digital gefilmt) und auch einige spekakuläre Aufnahmen, teilweise mit Drohne. Der Sound klingt solide, aber die Abmischung ist kacke, da passen Musik und Dialoge oft nicht zueinander, das ganze gewinnt dadurch noch etwas mehr billigen Eindruck. Es gibt auch noch eine deutsche Synchronfassung, sowie deutsche Untertitel.

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Die BluRay wurde uns freundlicherweise von Koch Films zur Verfügung gestellt.

Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info und FuriousCinema.com

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