ASTERIX und das Geheimnis des Zaubertranks

Wir befinden uns im Jahre 50 v.Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt… Ganz Gallien? Nein! Das unbeugsame Volk leistet natürlich zu jeder Zeit Widerstand! Der Druide Miraculix sorgt sich um die Zukunft des Dorfes und macht sich gemeinsam mit Asterix und Obelix auf, einen Nachfolger zu finden, dem er das Geheimnis des legendären Zaubertranks anvertrauen kann. Doch auch der hinterhältige Dämonix versucht in den Besitz der magischen Formel zu kommen und schreckt dafür nicht einmal vor einem Pakt mit den Römern zurück. Während Asterix und Obelix auf ihrer Suche nach einem würdigen Druiden Lehrling ganz Gallien durchqueren, müssen die Frauen das Dorf allein gegen die römischen Soldaten verteidigen. Und die Zaubertrank-Vorräte reichen nicht ewig… (Universum Film)

Seit Jahrzehnten begeistern Asterix und Obelix mit ihren tollkühnen Abenteuern ganze Generationen. Nun kehren die gewitzten Gallier in ASTERIX und das Geheimnis des Zaubertranks abermals auf die große Leinwand zurück – in 2D und 3D. Mit reichlich Frauenpower (löblicherweise keine instrumentalisierte) und jenem unverkennbaren Witz, der die Herzen ihrer kleinen und großen Fans zuverlässig erobert. Asterix wurde 1959 von Autor René Goscinny und Zeichner Albert Uderzo erfunden, 1967 entstand mit ASTERIX Der Gallier der erste Zeichentrickfilm. Nach insgesamt acht Zeichentrickfilmen, vier Realverfilmungen und einem Animationsfilm ist ASTERIX und das Geheimnis des Zaubertranks nun der 14. Film um den populären Gallier. Zuletzt begeisterte in 2015 ASTERIX im Land der Götter die deutschen Kinozuschauer. Hinter dem Erfolg des Animationsfilms steht das kreative Duo Alexandre Astier (u.a. als Mordicus in ASTERIX bei den Olympischen Spielen) und Louis Clichy (Wall E, Oben), das auch wieder bei ASTERIX und das Geheimnis des Zaubertranks Regie führte. Auch Milan Peschel und Charly Hübner überzeugen erneut als Sprecher von Asterix und Obelix.

Die Asterix Comics haben etwas zeitlos Unschuldiges an sich, da die Abenteuer des kleinen Galliers und seines großen Kumpels Obelix vom Kampf gegen die plündernden Römer bestimmt werden, wobei die Comics einer relativ eng gesteckten Narrative folgen. Für gewöhnlich stehen Asterix und sein Team vor unüberwindlichen Widrigkeiten, die mit Hilfe des Zaubertranks dann doch gemeistert werden können. In dieser neuesten CGI-animierten Ausgabe stellt sich wieder dieses Gefühl von Zeitlosigkeit ein, was sowohl zum Vorteil, als auch zum Nachteil des Films gereicht.

Druide Miraculix fällt vom Baum und verletzt sich dabei, zum Glück, nur leicht. Durch den Sturz wird ihm allerdings klar, dass er langsam alt wird, weswegen er beschließt einen Nachfolger zu finden sowie zu ernennen, um sicherzustellen, dass das Geheimnis des Tranks nicht mit ihm stirbt. Also macht sich Miraculix mit Asterix und Obelix auf die Suche nach einem würdigen Schüler – doch schon bald planen die Römer ihre Abwesenheit auszunutzen … Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks repräsentiert weitgehend nette, fein abgestimmte, eskapistische Unterhaltung und kommt dabei mehr als alles andere mit seiner bereits erwähnten Zeitlosigkeit und Unschuld aus. Obwohl die Animation der des Peanuts-Films ziemlich ähnelt, sticht sie nicht genügend hervor, um als etwas richtig Revolutionäres bezeichnet werden zu können.

Das soll jedoch nicht davon ablenken, dass der Film als reine Familienkost angelegt wurde, was überraschend gut gelungen ist. Gelegentlich macht sich allerdings bemerkbar, dass einige klügere Entscheidungen bezüglich Witz und Dialog zum Wohle des „älteren“ Publikums gereicht hätten. Die Synchron-Arbeit ist solide, die Handlung sehr einfach gehalten und die Animation kommt gut rüber. Doch in einem Zeitalter, wo von Animation erwartet wird, sich auf Meta-Ebenen zu begeben, alle Altersgruppen anzusprechen und auf Dauer unbegrenzt unterhalten zu können, kann es sich bei Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks zuweilen so anfühlen, als würde dies alles etwas zu kurz kommen. Dennoch ist der Streifen als gelungener Familienfilm zu bezeichnen, der mit einer Menge an Energie und Ausgelassenheit sowie einer Fülle guten Willens und einer angemessenen Laufzeit, vor allem sein „kleines“ Publikum begeistern kann.

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Regisseur(e): Alexandre Astier, Louis Clichy
Format: Breitbild
Untertitel: Deutsch
Region: Region B/2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.40:1
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Studio: Universum Film GmbH
Produktionsjahr: 2018
Spieldauer: 85 Minuten

Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Universum Film zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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