Battlestar Galactica: Blood & Chrome

Battlestar Galactica: Blood & Chrome

Fünf Jahre vor dem ersten Cylonischen Krieg folgt BATTLESTAR GALACTICA: BLOOD & CHROME der steilen Karriere eines jungen Piloten, dessen Fähigkeiten und Entscheidungskraft den späteren Überlebenskampf der Menschheit entscheidend mitprägen werden: William Adama, der sich auf dem legendären Battlestar Galactica seine ersten Sporen verdienen darf. Das lang erwartete Prequel für die weltweit als beste Science Fiction-Serie aller Zeiten gefeierte Serienneuauflage. (Koch Media)

Battlestar Galactica: Blood & Chrome

Blood & Chrome spielt im zehnten Jahr des ersten Zylonenkrieges, d.h. ca. 30 Jahre vor den Ereignissen der bahnbrechenden TV-Serie Battlestar Galactica, die nicht nur im Science-Fiction-Genre neue Akzente setzte und als eine der besten TV-Serien überhaupt gilt. Der ursprünglich als Pilotfilm einer neuen Serie gedachte Film wurde 2012 in 10 Episoden als Web-Serie gezeigt, konnte aber ebenso wie das Prequel Caprica nicht an den Erfolg von Battlestar Galactica anknüpfen. Nichtdestotrotz bietet Blood & Chrome solide Science Fiction und vor allen Dingen jede Menge Action und Raumschlachten. Luke Pasqualino, der den jungen Adama gibt, überzeugt als arroganter Draufgänger, der vor keiner Gefahr zurückschreckt und den späteren Strategen bereits erahnen lässt.

Battlestar Galactica: Blood & Chrome

Blood and Chrome ist dennoch der schwächste Teil des modernen Battlestar Galactica Universums. Battlestar Galactica war brillant, weil es hervorragendes Schauspiel, gute Drehbücher, Regie, Kamera, Spezialeffekte und Musik gekonnt kombinierte. Die traditionellen Werke wussten sowohl intellektuell als auch emotional zu überzeugen, wichtige Fragen zu sondieren sowie auch Adrenalin zu liefern. Caprica befand sich nicht ganz auf dem gleichen Niveau, oder war zumindest nicht durchweg so erfolgreich. Wie alle Prequels sollte die Serie auf seine eigene Art und Weise ansprechend sein, gleichzeitig aber auch mit dem bereits bestehenden Plot verschmelzen. Es wurde eine faszinierende Welt entworfen, die mit durchaus interessanten Charakteren bevölkert ist, doch die Kluft zwischen dem Anfang und dem Ende der Geschichte (wo Battlestar Galactica beginnt) war einfach zu groß. Diese Lücke hätte letztlich im Laufe von vier oder fünf Staffeln geschlossen werden können aber Caprica schaffte es nicht so lange zu „überleben“. Blood and Chrome sieht zwar aus wie ein Mitglied der Battlestar Galactica / Caprica Familie, allerdings  nur an der Oberfläche, ist in fast jeder Hinsicht schwächer, außer vielleicht auf visueller Ebene. Als Teil der generischen weltraumbasierten Sci-Fi ist Blood and Chrome ziemlicher Durchschnitt: Es gibt Raumschiffe, Gute und Böse, Kampfszenen, Spannung, Tod und Zerstörung. Doch richtig interessant ist die ganze Angelegenheit nicht. Es fehlen einfach die überzeugend reizvollen Fragen, die Battlestar Galactica und, in geringerem Maße, auch Caprica angekurbelt haben. Es wird weder über den Zustand der menschlichen Rasse reflektiert, noch werden irgendwelche Fragen aufgeworfen, die zum Nachdenken provozieren können. Kurz gesagt, es fehlt die kritische Kernqualität, die Battlestar Galactica ungewöhnlich und wunderbar gemacht hat. Fans des Franchises und der Green-Screen Technik könnten durchaus Gefallen an Blood and Chrome finden, ansonsten wird dieser Teil des BG-Universums wohl eher schnell in Vergessenheit geraten. Die Qualität der Veröffentlichung von Koch Media befindet sich auf wirklich guten Niveau, das Bonusmaterial enthält geschnittene Szenen, ein Featurette über die visuellen Effekte sowie Trailer.

Battlestar Galactica: Blood & Chrome

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Battlestar Galactica: Blood & Chrome

  • Darsteller: Luke Pasqualino, Ben Cotton, John Pyper-Ferguson, Lili Bordan, Jill Teed
  • Regisseur(e): Jonas Pate
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Koch Media GmbH
  • Produktionsjahr: 2013
  • Spieldauer: 103 Minuten

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Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Koch Media zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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