Brothers in Blood / La sporca insegna del coraggio

Vietnam 1973 – eine Elitekampftruppe muss bei einem Sondereinsatz einen der ihren zurücklassen. USA 1986 – ein Geheimauftrag bringt die „Blutsbrüder“ wieder zusammen – Geiselbefreiung in Guatemala. Anführer der Terroristen ist ihr ehemaliger Kampfgefährte. (Cineploit Records)

1973, zu Beginn von Brothers in Blood finden wir uns in Vietnam wieder. Eine Handvoll US-Soldaten befindet sich im tödlichen Kampf gegen eine Übermacht an Vietcong-Soldaten. In der kritischsten Minute kommt endlich ein Hubschrauber, um sie aus ihrem Höllenloch zu retten, doch gerade als der letzte Mann an Bord klettern will, wird er von einer Kugel getroffen. Es wird geschrien sowie gebrüllt, während sich der Vietcong stetig nähert, so dass der Pilot im letzten Moment beschließt abzuheben, obwohl der auf dem Boden liegende verwundete Soldat offensichtlich nicht tot ist. Pech. Dann springen wir 13 Jahre in die Zukunft. Der frühere Anführer der Gruppe (Bo Svenson) ist zurück in den USA und verbringt seine Nächte saufend und raufend in Bars, wovon seine Frau nicht allzu begeistert ist.

Wie auch immer, eines Nachts sieht er sich die Nachrichten im Fernsehen an und erfährt, dass sein alter Kriegskumpel (der den sie zurückgelassen haben) noch lebt und in einem südamerikanischen Land als Geisel gehalten wird. Unnötig zu erwähnen, dass er seine Frau wortlos zurücklässt und sich auf den Weg macht, um die anderen Mitglieder der alten Gruppe zu finden, die überall an den verschiedensten Orten verteilt sind. Einer der ehemaligen G.I.s betreibt ein Casino und hat Probleme mit der Unterwelt, ein weiterer hat mittlerweile eine Familie mit einem kranken Kind und Werner Pochath spielt eine Drag Queen, die von einem südamerikanischen General dominiert wird. Der letzte Film, in dem ich Werner Pochath gesehen habe, war übrigens Umberto Lenzis I cinque del Condor (Hungrige Skorpione, 1985), der ebenfalls in Südamerika spielt (obwohl er tatsächlich in der Dominikanischen Republik gedreht wurde) und auch als ziemlich „unterhaltsam“ zu beschreiben ist.

Naja, Bo Svenson versammelt die Gruppe jetzt um sich, doch keiner von ihnen ist besonders glücklich darüber seinen alten Freund retten zu müssen. Irgendwie gelingt es Svenson jedoch sie davon zu überzeugen, weswegen sie sich nun auf den Weg machen. Sie stehlen einen Hubschrauber und Waffen, ohne zu wissen, dass das FBI mit der korrupten südamerikanischen Regierung Vereinbarungen trifft unsere Helden töten zu lassen, sobald sie die Geiseln befreit haben. Der Ausgang der Mission soll nicht verraten werden, aber auf dem Weg dorthin gibt es viele Schießereien und Explosionen zu bestaunen. La sporca insegna del coraggio stellt sicherlich nicht die schlechteste Möglichkeit dar, ungefähr 90 Minuten unterhalten zu werden, das ist sicher! Man bekommt jede Menge Kämpfe, Schießereien, Explosionen (obwohl man im Gegensatz zu den philippinischen Filmen in den italienischen Streifen nicht immer explodierende Hütten zu sehen bekommt) sowie gutes Schauspiel geboten. Bo Svenson ist eben ganz einfach ein guter Charakterdarsteller. 😉

Richtigen Gore oder wirkliche explizite Gewalt wird man zwar vergebens suchen aber Menschen, die niedergeschossen und in Stücke gerissen werden bekommt man zu Hauf präsentiert. Nicht der beste „trashige“ Kriegsfilm aller Zeiten, doch wie bereits erwähnt, kann man ihn als ziemlich unterhaltsam beschreiben.

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  • Darsteller: Bo Svenson, Carlo Mucari, Peter Hooten, Werner Pochath, Nat Kelly Cole
  • Regisseur(e): Tonino Valerii
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 2.0), Englisch (DTS-HD 2.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Bildseitenformat: 4:3 – 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Nicht geprüft
  • Studio: Cineploit Records
  • Produktionsjahr: 1987
  • Spieldauer: 93 Minuten

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Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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