Der Babadook

Der Babadook

MISTER BABADOOK
If it’s in a word or it’s in a look
You can’t get rid of The Babadook
A rumbling sound, then 3 sharp knocks
ba BA-ba DOOK! DOOK! DOOK!
That’s when you’ll know that he’s around.
You’ll see him if you look.
This is what he wears on top
He’s funny, don’t you think?
See him in your room at night
And you won’t sleep a wink.
I’ll soon take off my funny disguise
(take heed of what you’ve read…).
And once you see what’s underneath…
You’re going to wish you were…
DEAD.

Der Babadook

Nach dem tragischen Tod ihres Mannes führt die junge Krankenschwester Amelia ein zurückgezogenes Leben mit ihrem Sohn Samuel. Eines Abends liest sie ihm ein Kinderbuch mit dem Titel „Mister Babadook“ vor und Samuel glaubt darin das Monster aus seinen Träumen zu erkennen. Anfangs denkt Amelia, die Furcht des Jungen sei unbegründet. Doch die Gutenachtgeschichte entfaltet bald ihren verstörenden Sog und Amelia wird selbst zunehmend mit unheimlichen Phänomenen konfrontiert. Mit dem „Babadook“ sickert eine unheilvolle Bedrohung schleichend in das Leben der beiden. Denn wenn er erst einmal da ist, lässt er sich nicht mehr vertreiben. So steht es geschrieben. (Capelight Pictures)

Der Babadook

Seit dem Tod ihres Mannes wird die alleinerziehende Mutter Amelia (Essie Davis) von den vergangenen Ereignissen heimgesucht: Als ihr Ehemann sie zur Geburt des gemeinsamen Sohnes ins Krankenhaus brachte, kam es zum Unglück. Nur Amelia und der unmittelbar nach dem Unfall geborene Samuel (Noah Wiseman) überlebten. Knapp sieben Jahre später lässt Amelia das schreckliche Ereignis immer noch nicht los. Und auch Samuel wird von Albträumen geplagt, in denen er von einem unheimlichen Monster gejagt wird. Mit selbstgebauten Waffen und Knallkörpern will er sich gegen das Ungeheuer zur Wehr setzen. Samuels lebhafte Fantasie führt dabei aber verstärkt zu Problemen im Alltag: In der Schule, auf dem Spielplatz und bei anderen Kindern eckt er mit seinem teils irrationalen Verhalten an, was dazu führt, dass der Junge der Schule verwiesen wird. Auch Amelia selbst hat Probleme, das Verhalten ihres Sohnes zu ertragen – schließlich jähren sich Todestag ihres Gatten und Geburtstag ihres Sohnes bald wieder und Samuel raubt ihr mit seinen Ängsten zunehmend den Schlaf. Als Samuel eines Abends das seltsame und unheimliche Kinderbuch mit dem Titel „Mister Babadook“ in seinem Zimmer entdeckt und seiner Mutter überredet, ihm die beklemmend düstere Erzählung als Gute Nacht-Geschichte vorzulesen, eskaliert das Geschehen zunehmend. Denn in dem Buch droht die furchteinflößende Kreatur, der „Babadook“, dem Leser damit, sich in dessen Leben zu schleichen und sich daraus nicht mehr vertreiben zu lassen. Obwohl Amelia die nächtlichen Alpträume ihres Sohnes zunächst als Ausgeburt kindlicher Einbildungskraft abtut, scheint die fiktive Figur tatsächlich vom Leben der Mutter und des Sohnes Besitz zu ergreifen.

Der Babadook

Spoiler Alarm !!!

Amelia gerät dabei zwischen ihrem anstrengenden Job als Altenpflegerin und der Herausforderung durch ihren zunehmend verstörten Sohn an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Als Samuel im Keller des Hauses spielt, in dem Amelia die Andenken an ihren verstorbenen Gatten aufbewahrt, kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden. Amelia findet Glasscherben in ihrem Abendessen und ein verunstaltetes Foto ihres verstorbenen Mannes. Nachdem Samuel auf der Geburtstagsfeier seiner Cousine diese in einem Wutanfall verletzt und dann auf der anschließenden Heimfahrt intensive Angstattacken bekommt, weiß sich Amelia nicht anders zu helfen, als ihren Arzt um ein Beruhigungsmittel zu bitten. In den folgenden Tagen verschwimmen die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit zunehmend. Das Kinderbuch „Mister Babadook“, das Amelia zerstört zu haben glaubte, taucht plötzlich wieder auf ihrer Türschwelle auf. Neu hinzugefügte Seiten, die beim ersten Lesen noch nicht im Buch waren, prophezeien, dass Amelia ihren Hund, ihren Sohn Samuel und schließlich sich selbst töten wird. In dem Glauben, verfolgt zu werden, verbrennt Amelia wütend das Buch und will den Vorfall anschließend der Polizei melden. Ohne das Kinderbuch als Beweis und mit dem verwirrten Eindruck, den sie auf die Beamten macht, findet sie bei diesen jedoch kein Gehör. Die Vorkommnisse in ihrem Haus werden daraufhin zunehmend verstörender: Amelias Küche wird von einer Insektenplage heimgesucht, unheimliche Geräusche rauben ihr nachts den Schlaf. Als Amelia ins Visier der Sozialarbeiter gerät, die wegen Samuels Schulsuspendierung nach ihm sehen sollen und den desolaten Zustand des Hauses bemerken, nimmt der Druck auf sie zu. Während in den folgenden schlaflosen Nächten Amelias Paranoia wächst, fühlt sie sich in den Abendstunden in ihrem Haus nicht mehr sicher und glaubt schließlich selbst an die Existenz des „Babadook“: Seltsame Laute, die unheimlichen Rufe des Ungeheuers sowie unheilvolle Schatten steigern ihre Ängste ins Unermessliche. Je stärker der „Babadook“ in das Leben von Amelia und Samuel tritt, desto unberechenbarer wird ihr Verhalten – und je mehr sie versucht sich gegen den „Babadook“ zu wehren, umso stärker scheint er zu werden.

Der Babadook

Schließlich meldet sie sich bei ihrer Arbeitsstelle krank, um endlich ein wenig Ruhe zu finden. Als Samuel entgegen der Anweisung seiner Mutter die greise Nachbarin um Hilfe ruft, kappt Amelia die Telefonleitung, verriegelt das Haus und bewaffnet sich mit einem Küchenmesser. In einem Traum begegnet Amelia ihrem verstorbenen Gatten und wird anschließend vom „Babadook“ durch das Haus gejagt. Wie von Sinnen tötet sie wenig später ihren Hund Bugsy mit bloßen Händen und versucht, ihren Sohn aus seinem Zimmer zu locken, in dem er sich verschanzt hat. Schließlich tritt sie die Tür gewaltsam ein und versetzt Samuel mit Todesdrohungen in Panik. In seiner Not rammt Samuel Amelia ein Messer ins Bein und versteckt sich im Keller des Hauses, den er mit Fallen ausgelegt hat, um sich vor dem „Babadook“ zu schützen. Hier gelingt es ihm letztendlich, seine Mutter ohnmächtig zu schlagen. Als Amelia wieder zu sich kommt, hat Samuel sie gefesselt. Ihr Sohn fleht sie an, sich dem Monster zu stellen, das von ihr Besitz ergriffen hat, worauf Amelia ein plötzlicher Moment der geistigen Klarheit widerfährt: Sie begreift, dass sie sich dem „Babadook“, der sich tief in ihrer Seele eingenistet hat, endlich stellen muss …

Der Babadook

Ihr habt sicherlich schon von sogenannten Wohlfühl-Filmen gehört, nun Der Babadook ist keiner. Er ist recht gruselig und durchweg ziemlich beunruhigend, eine gute alte Horror-Fantasie Geschichte mit einem Hauch der psychologischen Schaurigkeit von The Shining jedoch viel sparsamer im Hinblick auf die Spezialeffekte, der Besetzung und des Budgets. Trotzdem werden Spannung und Atmosphäre auf hohem Niveau gehalten, wobei einige dramatische Sequenzen einen Vergleich mit Der Exorzist verdienen. Der Plot verbindet die psychologischen und existentiellen Konflikte eine alleinerziehende Mutter und dieses ganze böse Babadook Phänomen sehr gut, während der un(auf)gelöste Ausgang als eine Allegorie des traumatischen Ereignisses gelesen werden kann. Vielleicht ist es schon überinterpretiert zu schreiben, dass Der Babadook eine Nietzsche-Lektion darüber beinhaltet wie wichtig es ist jedem Aspekt des Lebens Beachtung zu schenken, egal wie schrecklich – aber es scheint hier zu passen. Das Schauspiel von den beiden Hauptdarstellern ist erstaunlich gut, auch wenn die Nebencharaktere ein bisschen klischeehaft dargestellt sein mögen, um Amelia und Samuel mehr Raum zur Entfaltung zu bieten. Die Sets und Drehorte sind von düsterer Schwermut aufgeladen und die Farben grenzen dementsprechend ans Monochromatische. Ganz besonders toll sind das speziell für den Film gestaltete Kinderbuch, Herr Babadooks physischer Charakter sowie das wunderbar kuratierte Vintage-Filmmaterial, das durchgehend auf dem TV-Bildschirm flimmert. Ach ja, ein spezielles Lob geht noch an das sehr feine und aufwändig gearbeitete Sounddesign.

Der Babadook

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Der Babadook

  • Darsteller: Essie Davis, Noah Wiseman, David Henshall
  • Regisseurin: Jennifer Kent
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1), Unbekannt (5.1 Disney Enhanced Home Theater Mix)
  • Untertitel: Englisch, Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Capelight Pictures (Al!ve AG)
  • Produktionsjahr: 2014
  • Spieldauer: 94 Minuten

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Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Capelight Pictures zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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