Die Insel der besonderen Kinder

Stellt man sich ein Crossover der X-Men mit der Adams Family vor, dann kommt man Tim Burtons neuestem Film Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children (Die Insel der besonderen Kindergedanklich recht nahe.

Außenseiter Jake hat ein gutes Verhältnis zu seinem Großvater, der ihm schon als Kind Gute-Nacht-Geschichten über eine Insel erzählte, auf der Kinder mit besonderen Gaben und Fähigkeiten unter Aufsicht von Miss Peregrine leben. Als Jake seinen Großvater, der angeblich an Demenz leidet, besuchen will, findet er dessen Haus verwüstet und ihn im Garten sterbend vor. Außerdem ist sich Jake sicher, eine Art Monster am Ort des Geschehens gesehen zu haben. Um die Trauer über den Verlust zu überwinden, rät eine Psychologin zu einer Reise auf die erwähnte Insel, die sich vor der Küste von Wales befindet. Mit seinem Vater reist Jake dorthin, entdeckt tatsächlich einen Zugang zu einer Zeitschleife, in der Miss Peregrine und die besonderen Kinder im Jahre 1943 leben. Freund- und Bekanntschaften werden geschlossen und Jake erfährt, daß diese „Enklave“ vom bösen Dr. Barron und seinen unsichtbaren Monstern, entstanden bei einem Experiment um Unsterblichkeit zu erlangen, bedroht wird. Jakes Fähigkeit, die Monster sehen zu können, bekommt hier eine wichtige Bedeutung.

Wow! Tim Burton ist zurück. Er war zwar nie richtig weg, aber er hatte zuletzt eine Serie von Filmen, die ich nicht so überragend fand. Aber hier hat man ihm ein Buch bzw. eine Geschichte an die Hand gegeben, bei der er seinen Stil und seine Talente zur Geltung bringen kann. Optik, Produktionsdesign, Ausstattung und Effekte sind großartig. Es gibt schräge und schrille Charaktere, witzige, warmherzige und auch gruselige Momente, sympathische und talentierte Kind- und Jungdarsteller und hinzu kommen Größen wie Eva Green, Samuel L. Jackson, Judi Dench und Terence Stamp. Zusätzlich enthält der Film viele schöne Einfälle und Elemente aus dem Märchen- und Fantasy-Bereich. Und etwas Action ist auch dabei. Somit ist Die Insel der besonderen Kinder ein gelungenes Filmvergnügen. 8/10

Andrew Woo

"You don't butt in line! You don't sell drugs! You don't molest little children! You don't profit off the misery of others! The rules were set a long time ago! They don't change!"