Die letzte Schlacht (Go Tell The Spartans)

Go tell the spartans

Go Tell the Spartans ist ein Kriegsfilm von Ted Post (Hängt ihn höher, Rawhide) aus dem Jahr 1978.

Wider besseren Wissens muss Major Barker (Burt Lancaster) auf Wunsch seines Befehlshabers seinen erbärmlichen Haufen Soldaten in den Dschungel schicken um den Ort Muc Wa einzunehmen, den die Franzosen einige Jahre zuvor schon mal nicht halten konnten. Seine Mannen sind als Militärberater eigentlich nur zur Unterstützung da, werden aber immer mehr ins Getümmel gezogen. Sie bauen die verlassene Stellung in Muc Wa zunächst ohne große Zwischenfälle wieder auf, aber der nahe gelegene Friedhof der Franzosen gibt ihnen zu denken. Gegen die dann doch vorrückenden Vietcong haben sie nur wenig entgegen zu setzen….

Go tell the spartans

Burt Lancaster (1900) und ein Haufen Nobodies (lediglich James Hong dürfte wirklich noch das bekannte Gesicht sein, vielleicht auch noch Clyde Kusatsu) robben sich in dieser billigen AVCO Embassy Produktion durch das kalifornische Gestrüpp (der Film wurde nicht in Asien gedreht). Nachdem man wohl 2017 fürs französische Fernsehen diesen Streifen restauriert hat, darf man ihn nochmal neu entdecken (zur BluRay siehe weiter unten). Für Ted Post war es eine seiner letzten größeren Unternehmungen, und ohne Lancaster wäre sie vermutlich auch nicht zustande gekommen. Was zunächst ein wenig wie ein billiger Cannon Streifen daherkommt, zeigt früh seine kritischen Untertöne. Der Wahnwitz der Armeebürokratie auf der einen Seite und die Wirrungen an der unklaren Front auf der anderen.

Go tell the spartans

Der Film hat nicht viel Story, aber das Himmelfahrtskommando hinter feindlichen Linien, quasi „against all odds“ und dann auch noch mit einigen schrägen Vögeln in den eigenen Reihen (abgehalfterte Kommandeure, semiloyale vietnamesische Reguläre, etc.) birgt zunächst ausreichend Stoff für einen halbwegs spannenden Reisser vor grüner Kulisse. Lancasters Charakter selbst sieht kaum Action, er beschränkt sich die meiste Zeit auf eine Rolle als quasi-Suffleur im Basecamp, während seine Leute versuchen, mit Muc Wa umzugehen. Als die Scheisse dann losbricht wird der Film ein mittelmäßig gut gemachter Kriegsstreifen, der es mit keinerlei seiner Genrekollegen aufnehmen kann, und schneller in Vergessenheit gerät als man die BluRay ins Regal schieben kann. Dennoch: ein interessanter kleiner Eintrag in Lancasters Filmografie, wohl gedreht mit vielen Laien, und mit einem No-Nonsense Stil den man von Post ja kennt, aber wie die ein oder andere Filmkritik im Netz schon angemerkt hat: etwas Stil hätte dem Film sicher gutgetan.

Go tell the spartans

Die Bluray bietet ganz akzeptables Bild, das leider etwas verblasste Farben zeigt und dem oftmals ein wenig an Schärfe mangelt, insgesamt aber völlig OK, man darf sich nur keine Erstklassike Restauration erwarten sondern kriegt viel Kantenglättung und Rauschfilter zu sehen, wer eine Pixel Allergie hat (so wie ich) wird sich vielleicht ein wenig dran stören. Aber es stört den Genuss des Films keineswegs. Der Ton ist ebenfalls OK (Englisch getestet), man kann auch die deutsche Synchronfassung wählen. Untertitel gibt es ebenfalls auf Deutsch und Englisch. Es gibt außer dem Trailer und ein paar Bildern keine weiteren Extras.

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Die BluRay wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
Go tell the spartans

Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info und FuriousCinema.com

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