Bu ju – Die Todeshand des schwarzen Panthers

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Die Todeshand des schwarzen Panthers

Fan Chi Yu ist der König der Unterwelt von Shanghai. Sein Teehaus ist das Hauptquartier seiner Bande. Fan Chi Yu wird ermordet und Yuen Hsiao Ling macht sich auf die Suche nach dem Mörder. Er ist der beste Kung-Fu Kämpfer von Shanghai. Die Tochter des ermordeten Gangsters, die skrupellose Ching Chin Ku, sucht die Freundschaft zu Yuen Hsiao Ling, um so den Posten ihres Vaters zu übernehmen. Es kommt zu einem letzten großen Blutbad, in dem Yuen Hsiao Ling sein ganzes Können unter Beweis stellen muss. (filmArt)

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Die Todeshand des schwarzen Panthers (1977) stellt nicht nur einen Martial-Arts-Film dar, sondern ist auch mit einigen Krimi-Elementen versehen. Ein axtschwingender Mörder geht um, den es zu enttarnen gilt. Die vielen Kampfsequenzen sind solide inszeniert und bieten etliche blutige Konfrontationen, präsentieren letztendlich aber nichts besonders Innovatives. Ausserdem kann man bei der großen Anzahl von Charakteren schnell den Überblick verlieren, denn plötzlich wimmelt es nur so von verdächtigen Personen. Doch obwohl der Genre-Mix mit mannigfaltigen Ungereimtheiten gespickt ist, die reichlich für Verwirrung sorgen, kann Die Todeshand des schwarzen Panthers aka Die Todesfaust des schwarzen Drachen aka Lay Out trotzdem ordentlich unterhalten.

Die Todeshand des schwarzen Panthers

Pao Hsueh-Li hat aus dem relativ bescheidenen Budget einen anständigen Kung-Fu Krimistreifen geschaffen, der sich zwar nicht mit des Regisseurs Genreperlen Kuai huo lin (König der Shaolin, 1972), Shui hu zhuan (Die Sieben Schläge des gelben Drachen, 1972), Da hai hao (Die Teufelspiraten von Kau-Lun, 1973) und Ma Yong Zhen (Der Pirat von Shantung, 1972) messen aber dennoch nicht als schlecht bewertet werden kann. Ein Vergleich mit den genannten Titeln wäre sowieso nicht gerecht, weil diese in Zusammenarbeit mit Chang Che von den Shaw-Brothers-Studios produziert wurden.

Die Todeshand des schwarzen Panthers

Was die SchauspielerInnen betrifft fährt der Low-Budget Flic mit Chen Kuan-Tai, Chiang Tao, Cheng Kang-Yeh, Tin Yau, Ma Kei, Sally Chen Sha-Li und Woo Gam viele bekannte Gesichter auf und ist somit erstklassig besetzt. Die Kampfeinlagen sind nicht unbedingt erstklassig aber ordentlich und zufriedenstellend umgesetzt worden. Doch erst im Finale geht es dann so richtig zur Sache, wobei auch die goldenen Äxte endlich adäquat zum Einsatz kommen und so manchen Arm abtrennen. Fazit: Trotz Defiziten eine harte, teilweise spannende und unterhaltsame Genremixtur. Die DVD von filmArt bietet nicht die vom Label gewohnt gute Bildqualität (Format 2,35:1 anamorph) aber dafür einen netten Bahnhofskino – Look. Beim Ton (DD 1.0 Mono) verhält es sich ähnlich, wobei zwischen einer deutschen und einer englischen Spur gewählt werden kann. Die Extras bestehen aus dem US-Kinotrailer, einer Trailershow und einem 12-seitigen informativen Booklet von ? verfasst. Insgesamt wird Die Todeshand des schwarzen Panthers wohl hauptsächlich für Genre-Fans empfehlenswert sein, doch die sollten sich den Film nicht entgehen lassen.

Die Todeshand des schwarzen Panthers

Die Todeshand des schwarzen Panthers DVD

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Die Todeshand des schwarzen Panthers

Diese DVD wurde uns freundlicherweise von filmArt zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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