Duell mit dem Teufel

Duell mit dem Teufel (The Man From Bitter Ridge) ist ein Universal Western von 1955 mit Lex Barker (War Drums). Regie führte der Routinier Jack Arnold (Gefahr aus dem Weltall).

Jeff Carr (Lex Barker) kommt nach Tomahawk, um – zuerst verdeckt – die Überfälle auf die Postkutsche zu untersuchen. Er scheint dabei mitten in den Wahlkampf um das Sheriffs-Amt zu stolpern. Der skrupellose Ranse Jackman (John Dehner) macht mit seinen Brüdern die Gegend unsicher, und konkurriert mit Amtsinhaber Sheriff Dunham (Trevor Bardette), eigentlich ein grundguter Kerl, aber die Stadt wird eben von den Jackmans dominiert. Etwas außerhalb leben einige traditionelle Schafzüchter, die von den Stadtmenschen oftmals als Sündenböcke für alles herhalten müssen. Darunter sind Holly (Mara Corday) und Alec (Stephen McNally). Alec hängt man den Überfall auf die Postkutsche an, doch Carr hat den Braten längst gerochen, und gemeinsam decken sie auf, wer die wahren Verbrecher sind….

Die Story riecht ein wenig nach Standard-Rezeptur. Zwar darf Lex Barker, knapp zehn Jahre vor dem großen Erfolg als Karl May Schauspieler, ordentlich glänzen und hier als charmante aber auch etwas aufdringlicher Hauptcharakter glänzen. Dennoch überrascht den Westernfan hier gar nichts. Der skrupellose Geschäftsmann der die Kontrolle über eine Stadt will. Die falsch Verdächtigten. Der aufrichtige Sheriff, und der Außenseiter, der eigentlich ein überlegener Geheimagent ist. Etwas verfeinert wird das ganze lediglich mit einer kulturellen Komponente (die Verdächtigten sind etwas schrullige Einsiedler die Schafe züchten) und der Tatsache, dass Barkers Charakter ein wenig arg aufdringlich hinter deren hübschester Frau her ist.

Arnold nenne ich nicht ohne Grund einen Routinier. Jeder seiner Filme ist für sich eine gute Unterhaltungsleistung, aber dennoch hat er sehr viele davon gemacht, und manchmal merkt man eben, dass das gewisse Etwas fehlt. Es fehlt das Besondere, so auch hier. Es ist ein halbwegs vergesslicher Western, den man jetzt nicht unbedingt als „must-see“ empfehlen würde. Dafür ist er zwar sehr unterhaltsam, auch ein wenig spannend, aber keineswegs außerordentlich oder in irgend einer Weise erinnernswert.

In der „Classic Western in HD“ Reihe erscheinen einige Neuauflagen auch auf BluRay. Dieser Film gehört dazu. Was beim Bild als erstes auffällt ist, dass es viel zu hell ist, und sehr blass. Einige Szenen sehen recht gut aus, aber viele auch sehr ausgewaschen, teilweise wie durch eine schlechte Glasscheibe. Der Transfer der dieser BluRay zu Grunde lag war nicht in bester Verfassung. Immerhin jedoch weitgehend frei von Schäden oder Dreck, aber viel Schärfe, Kontrast und Farbenfreude braucht man nicht erwarten. Der Ton klingt recht solide (Englisch getestet), die Synchronfassung gibt es ebenso. Beide Spuren liegen in DTS-HD mono vor. Es gibt keinerlei Untertitel. Als Extras gibt es nur eine Bildergalerie.

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Die BluRay wurde uns freundlicherweise von Koch Media zur Verfügung gestellt.

Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info und FuriousCinema.com

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