El Retorno de Walpurgis aka Die Todeskralle des grausamen Wolfes

Die Todeskralle des grausamen Wolfes

Im Mittelalter stehen sich zwei erbitterte Kontrahenten auf dem Schlachtfeld gegenüber: Barna Báthory und Irineus Daninsky. Um Báthory für den Pakt mit dem Teufel zu bestrafen, trennt ihm Daninsky mit seinem Schwert den Kopf ab und sendet seine Truppen danach auch zum Schloss der Báthorys, damit die gesamte Familie endgültig vernichtet wird. Als er Elizabeth Báthory dem Scheiterhaufen zuführt, verflucht sie kurz vor ihrem Tod das Adelsgeschlecht der Daninskys. Viele Jahrzehnte später herrscht Horror und Panik in einem kleinen Dorf in den Karpaten. Ein geheimnisvolles Monster streift durch die Wälder und zerfleischt die Dorfbewohner auf grausame Weise. Es schlägt nur in Vollmondnächten zu und hinterlässt eine blutige Spur des unfassbaren Entsetzens. Als die bestialisch zugerichtete Leiche eines jungen Mädchens gefunden wird, beschließen die Dorfbewohner das Monster zu töten. Ihr Ziel ist Waldemar Daninsky, ein Baron und Nachfahre von Irineus Daninsky, den sie für die Gräueltaten in den Wäldern verantwortlich machen. Elizabeth Báthorys Fluch bewahrheitet sich und als Waldemar Daninsky herausfindet, welch schreckliches Geheimnis er in sich trägt, ist es schon zu spät. Die Jäger sind ihm auf der Spur und in der Walpurgisnacht kommt es zur unausweichlichen Konfrontation. An Waldemars Seite steht nur noch Kinga. Ihre bedingungslose Liebe ist das einzige Heilmittel, das Waldemar von seinem Fluch befreien kann. (Subkultur Entertainment)

Die Todeskralle des grausamen Wolfes

Die Todeskralle des grausamen Wolfes aka El Retorno De Walpurgis von 1973 ist bereits der siebte Film, in dem die spanische Horror / Exploitation-Legende Paul Naschy (Jacinto Molina Álvarez) den Werwolf Waldemar Daninski spielt. Diese Waldemar Daninsky Filme (viele von ihnen tragen ein „Hombre Lobo“ im Titel) haben nicht alle direkt miteinander zu tun (einige spielen in der Vergangenheit, einige in der Gegenwart), drehen sich aber alle um den bereits genannten Waldemar Daninski, einen normalerweise gutherzigen Mann, der durch einen Fluch in einen Werwolf verwandelt wird. Anders als der Titel es vielleicht glauben macht ist El Retorno De Walpurgis keine direkte Fortsetzung des 1971 erschienenen La Noche de Walpurgis (Nacht der Vampire aka The Werewolf vs. the Vampire Women), dem berühmtesten der Waldemar Daninski Filme. Aufgrund des kassensprengenden Erfolges von William Friedkins Der Exorzist wurde Die Todeskralle… in den USA und Großbritannien zunächst als Curse Of The Devil sowie in Deutschland unter Die Nacht der teuflischen Orgien vermarktet. Offensichtlich wollte der Weltvertieb im Kielwasser des amerikanischen Blockbusters mitschwimmen. Allerdings schien diese Rechnung nicht aufzugehen, denn schon bald wurden die Titel in Return of the Werewolf bzw. Die Todeskralle des grausamen Wolfes umbenannt und somit auch endlich als Werewolf-Film beworben. Während La Noche … in der Gegenwart (1971) spielt, verschläg es Waldi diesesmal in die Vergangenheit, vermutlich ins späte 19. Jahrhundert. Auch ist nicht ganz klar, ob der Waldemar Daninski aus Die Todeskralle des grausamen Wolfes die gleiche Person ist, oder ein Vorfahre (!?) – die gleichen Charakterzüge hat er jedenfalls.

Die Todeskralle des grausamen Wolfes

Im Mittelalter vernichtet Ritter Irenius Daninski (Paul Naschy) einen Hexenzirkel von Teufelsanbetern, indem er den Anführer in einem Duell tötet, dessen Frau als Hexe verbrennt und die Anhänger des Zirkels hängen lässt. Bevor der Scheiterhaufen in Brand gesteckt wird, belegt die Teufelsanbeterin die Familie Daninski mit einem Fluch und beschwört bittere Rache zu nehmen … Einige Jahrhunderte später lebt der gutherzige Waldemar Daninski (auch Naschy) in der Burg seiner Vorfahren … El Retorno De Walpurgis versorgt den Zuschauer mit ein wenig mehr Hintergrundinformationen darüber, wie der Daninsky-Fluch entstanden ist, als seine Vorgänger. Die Todeskralle des grausamen Wolfes ist ein enorm typischer Naschy-Flick. Auf der einen Seite ist die Geschichte oft extrem kitschig, doch auf der anderen Seite gibt es Momente die großen Stil haben. So oder so sind Naschy-Filme immer sehenswert, da sie meist eine tolle Atmosphäre und praktisch immer zwei Elemente beinhalten, die alle Exploitation-Enthusiasten zu schätzen wissen: Eine ordentliche Ladung Sleaze mit weiblicher Nacktheit, sowie stilvollen (wenn auch manchmal käsigen) blutigen Ausbrüchen und das ist definitiv der Fall mit Return Of The Werewolf. Die Gore-Szenen sind für ein wahrscheinlich ziemlich niedriges Budget ganz gut gelungen, während alle weiblichen Charaktere starke exhibitionistische Neigungen haben. Am erinnerungswürdigsten sind die atemberaubend schönen Maritza Olivares und Fabiona Falcón. Die Tatsache, dass das Werewolf-Make-up nicht gerade grausig ist, verringert den Kultwert dieses Films auch in keinster Weise. Spanische Low-Budget-Horror-Exploitationfilme der 70er Jahre sind höchst unterhaltsames Kino und Jacinto Molina Álvarez ist sein König. El Retorno De Walpurgis ist möglicherweise kein Muss, jedoch auf jeden Fall ein sehr unterhaltsamer Film, den Euro-Horror Liebhaber genießen können sollten! Vivat, Paul Naschy!

Die Todeskralle des grausamen Wolfes

Subkultur Entertainment spendiert diesem Waldemar Daninski Flick eine tolle DVD/BluRay-Kombo Veröffentlichung und zwar die #6 ihrer Paul Naschy: Legacy of a Wolfman Reihe. Das Bild wird uns im 1,85:1 (1080p/anamorph) Format präsentiert (1080p FULL HD), ist sehr gut restauriert worden und läßt kaum Raum für Meckereien. Lediglich bei der Anfangssequenz erscheint die Farbgebung etwas seltsam, doch dies ist wahrscheinlich dem Ausgangsmaterial geschuldet. Der Ton bietet mit der deutschen und der spanischen zwei Spuren (DTS-HD MA 1.0), die beide angenehm zu hören sind. Hierfür können deutsche oder englische Untertitel zugeschaltet werden. Als Extras beinhaltet die Kombo ein 11seitiges Booklet „Werwolf vs. Walpurgis, Part 2 oder Zigeunerschnitzel Brutalinsky“ von David Renske, eine umfangreiche Bildergalerie sowie zwei Originaltrailer. Als zusätzliche Boni sind noch die deutsche Kinofassung, ein Vorspann ohne Farbfilter und alternative „Clothed“ Einstellungen (bekleidet/nackt) enthalten. Die tolle Veröffentlichung kommt in einem ansprechend gestalteten Papppschuber daher und hat ausserdem ein unterschiedliches Covermotiv zu bieten. Jeder Euro-Horror Fan sollte sie in seiner Sammlung haben!

Die Todeskralle des grausamen Wolfes

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Die Todeskralle des grausamen Wolfes DVD BluRay

Darsteller: Paul Naschy, Faye Falcon, Maria Silva, Vinc Molina, Maritza Olivares
Regisseur(e): Charles Aured
Sprache: Deutsch (Dolby Digital Mono), Deutsch (DTS HD Mono), Spanisch (Dolby Digital Mono), Spanisch
(DTS HD Mono)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
FSK: Nicht geprüft
Studio: Subkultur Entertainment
Produktionsjahr: 1973
Spieldauer: 84 Minuten

Die Todeskralle des grausamen Wolfes

Die Todeskralle des grausamen Wolfes

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Die Todeskralle des grausamen Wolfes

Die Todeskralle des grausamen Wolfes

Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Subkultur Entertainment zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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1 Antwort

  1. 11. Januar 2016

    […] – Bluntwolf schreibt auf Nischenkino über den Paul-Naschy-Film „Die Todeskralle des grausamen Wolfes“ und kommt völlig zurecht zu dem Schluss: „Vivat, Paul Naschy!“. […]