Fireflash – Der Tag nach dem Ende / 2019 – Dopo la caduta di New York

Im Feuerorkan atomarer Sprengköpfe versinkt die Metropole der westlichen Welt! Ein computergesteuertes Robotergehirn im Kampf gegen den Menschen! Nach den Weltraumabenteuern jetzt die schonungsloseste Zukunftsvision der Erde! Im Jahre 2019 hat die EURAX-UNION den dritten thermonuklearen Weltkrieg dank riesiger Raketenabwehrkuppeln gewonnen, doch die Sieger müssen in Abwasserkanälen hausen, da die Erdoberfläche zur radioaktiven Wüste geworden ist! Einige wenige Menschen der „alten Welt“ haben sich in den alaskischen Gletschern eine Zuflucht gebaut und versuchen nun mit dem Kämpfer „FLASH“ das Geheimnis der magnetischen Kuppeln zu ergründen, um ein Weiterleben einer kommenden Generation in ferner Zukunft zu sichern. (Ledick Filmhandel GmbH)

Man schreibt das Jahr 2019, zwanzig Jahre nach dem Weltkrieg, in dem Atombomben auf den gesamten Planeten niederregneten und die großen Städte einschließlich New York zerstörten. Doch als ob das nicht schon schlimm genug wäre, wurde die Geburtenrate völlig zerstört, was bedeutet, dass seit acht Jahren kein Kind mehr geboren wurde. Allerdings existieren Gerüchte, es würde irgendwo in den Ruinen von New York noch eine Frau leben, die letzte Frau, die noch immer Fruchtbar ist und Kinder bekommen kann. Leider wird die Stadt von Faschisten regiert, die die Überlebenden ausnutzen, um ein Heilmittel für die Auswirkungen der Strahlung zu finden … könnte der Abenteurer Parsifal (Michael Sopkiw) in der Lage sein die Frau zu finden und sicher aus New York heraus zu befördern?

Wie Regisseur und Co-Drehbuchautor Sergio Martino ohne weiteres zugibt, waren die meisten italienischen Exploitation-Filme amerikanischen Einflüssen sehr stark verpflichtet, weswegen man hier einen weiteren Science-Fiction-Actionfilm vor sich hat, der von John Carpenters Escape from New York (Die Klapperschlange, 1981) und dem australischen Hit Mad Max 2 – The Road Warrior (Mad Max 2 – Der Vollstrecker, 1981) inspiriert wurde. Somit gibt es wieder einmal aufgemotzte Autos und Motorräder zu bestaunen, die zu dem windgepeitschten (und das sind nur seine Haare) Helden passen, der sich bemüht, die kostbare Frau zu finden.

Auf Befehl des Präsidenten (Edmund Purdom), der gleichzeitig nichts weniger als den Chef der Panamerikanischen Konföderation darstellt (den Rivalen der Euraker, die New York unter ihrer Kontrolle haben), soll Parsifal gefunden und rekrutiert werden. Man trifft zum ersten Mal auf Parsifal, als er bei einem demolition derby, bei dem es um Leben und Tod geht, als einziger überlebt, um eine Frau zu gewinnen, die sich Blume nennt (Siriana Hernadez). Er schenkt ihr mit einer großmütigen Geste die Freiheit, um dem Publikum zu veranschaulichen, was für ein anständiger Kerl er doch wirklich ist.

Daraufhin wird er entführt und zum Präsidenten gebracht, der ihm seine Mission erklärt und zwei Männer zur Unterstützung bereitstellt. Der eine ist sehr stark und der andere hat eine Metallklaue als Hand und kennt sich in New York City sehr gut aus. Nach ungefähr dreißig Sekunden Motorradfahrt durch die Wüste kommen sie in der Nähe New Yorks an und überlegen sich ihren nächsten Schritt, der sie über die Kanalisation in die Stadt führen soll. Sobald sie die Grenze überschritten haben, treffen sie auf eine Vielzahl von Banden, die existieren, um den Eurakern das Leben zu erschweren, doch es dauert nicht lange, bis unsere Helden von den bösen Eurakern gefangen genommen werden, die sich stark für ihre Mission interessieren.

In Fireflash – Der Tag nach dem Ende wirkt jeder sehr eigennützig. Selbst Parsifal hat seine Momente der Selbstsucht, doch er ist zwischen Charakteren gefangen, die alle nur Miss Fruchtbarkeit 2019 finden wollen, um ihre eigene Blutlinie fördern zu können, einschließlich eines bestimmten Big Ape, dem Anführer einer von Planet der Affen (1968) inspirierten Bande, dessen Verkörperung von George Eastman (!) übernommen wird. Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis er endlich auftauchen würde. Es ist verlockend anzunehmen, dass die Betrachtung dieses Films die Fantasie von P.D. James oder zumindest die der Adapter ihres Buches Children of Men inspiriert hat, doch tatsächlich zeigt es uns, wie sich dieselbe Idee in zwei unterschiedliche Richtungen entwickeln kann. Der Streifen mag nicht besonders clever sein, versteht es jedoch bestens eineinhalb Stunden Action zu bieten, zusammen mit den üblichen verwirrenden Kuriositäten, die dieser Art von Filmen innewohnen. Was ist zum Beispiel falsch daran, ein Cyborg zu sein? Der Typ war doch wirklich hilfreich! Die Musik stammt von Guido und Maurizio De Angelis.

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  • Darsteller: Michael Sopkiw, Roman Geer, Edmund Purdom, Anna Maria Kanakis, Valentine Monnier
  • Regisseur(e): Sergio Martino
  • Format: Limitierte Auflage
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • FSK: Nicht geprüft
  • Studio: Ledick Filmhandel GmbH
  • Produktionsjahr: 1982
  • Spieldauer: 96 Minuten

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Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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2 Antworten

  1. 31. Mai 2020

    […] zu helfen, zu der auch Alma (Anna Kanakis aus 2019 – Dopo la caduta di New York / Fireflash: Der Tag nach dem Ende) gehört und erhält dabei Hilfe von zwei anderen Söldnern, dem knallharten Nadir (Fred […]

  2. 3. Juni 2020

    […] Silver Samurai spielte, sondern auch in Nackt unter Kannibalen, 2020 – Texas Gladiators, und Fireflash: Der Tag nach dem Ende als Rat Eater King! mitspielte), Bull (Gabriele Tinti, als Gus Stone gelistet, der mit Gemser […]

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