Fluch der Verlorenen (Horizons West)

Horizons West ist ein Western von Budd Boetticher aus dem Jahr 1952 mit Robert Ryan, Rock Hudson und Julie Adams in den Hauptrollen.

Der Film handelt von den Bruedern Dan (Ryan) und Neil Hammond (Hudson) die vom Bürgerkrieg nach Hause kommen und voller Freude auf der Familienranch von Vater Ira (John McIntire) empfangen werden. Dan allerdings stellt sich mehr vor, als als Rancher zu enden, und lässt sich mit Viehdieben ein um an Geld zu kommen damit aus ihm eine große Nummer in der Gegend wird. Sein Aufstieg sorgt für viele Feindschaften, doch gemeinsam mit Lorna (Adams), der Frau seines ehemaligen Widersachers Hardin, und seinen groben Handlangern Tiny (James Arness) und Dandy (Dennis Weaver), formt er eine einflussreiche Organisation. Neil wurde währenddessen Marshal, und so geraten die beiden Wohl oder Übel aneinander.

Der Genre-Routinier Boetticher (u.a. Comanche Station, The Rifleman oder The Tall T) zaubert hier einen unterhaltsamen, gar spannenden, aber nicht herausragenden Nachkriegswestern auf die Leinwand. Eingerahmt von den hier irgendwie nicht mit voller Inbrunst spielenden Co-Stars Hudson und Ryan entfaltet sich ein typischer Bruderkonflikt. Etwas verkompliziert wird die Geschichte von einem Femme Fatale Faktor, wie es das Genre öfter zu bieten hat (unvergessen ist natürlich Angie Dickinson in Rio Bravo, auch wenn es dort eine weniger starke Schlüsselrolle bedeutete, oder Katy Jurado in High Noon). Letztlich ist es auch Julie Adams, die dem Film den nötigen Pfeffer verleiht, der ansonsten eher ein klein wenig unscheinbar daherkommt. Immerhin ist für gelegentliche Prügeleien, Schießereien oder gar relativ brutale Handlungsstränge gesorgt. Das Material ist definitiv ein erwachsenes.

Boetticher gilt als einer der herausragendsten und produktivsten Westernregisseure Hollywoods. Seine Filme, beispielsweise mit Audie Murphy, Randolph Scott oder Glenn Ford sind legendär. Doch auch in anderen Genres hatte er sich ausgetobt, ob Kriegsfilme, Abenteuer oder gar Sci-Fi. Hier zeigt er einmal mehr, dass er es kann, interessante Charaktere in unterhaltsame Settings zu platzieren, und dabei weder plumpe Actionfilme noch langweilige Kammerspiele zu machen, sondern rundherum unterhaltsame Western mit ernsten Themen und guten Dialogen. Horizons West ist ein solider, aber kein herausragender, Western.

Das Bild der BluRay ist nicht so ganz überzeugend. Über weite Strecken sieht es recht gut aus und man hat aus dem Material viel Farbe, Kontrast und Schärfe herausgeholt, aber an anderen Stellen mangelt es an Detail und entweder beim Encoding oder der Restauration entstand dieser Effekt der im letzten Bild oben ein wenig erkennbar ist, es sieht dann so aus als ob rot, grün und blau jeweils nicht exakt übereinander passen. Es ist ein alter Film, ja, aber solche sind teilweise auch etwas besser restauriert. Das tut dem Genuss wenig Abbruch, aber der Titel gehört sicherlich zu den wenigen, die aus diesem Genre und dieser Zeit am wenigsten überzeugend generalüberholt wurden. Auch der Ton ist nicht besonders aufregend, rauscht relativ stark (Englisch getestet). Es gibt auch eine Deutsche Synchronfassung, sowie Untertitel auf Deutsch und Englisch. Keine Extras.

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Die BluRay wurde uns zur Verfügung gestellt

Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info und FuriousCinema.com

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