Fünf Britische Filme aus dem „Filmclub“ mit Quentin Tarantino und Edgar Wright

Guns at Batasi

Für hartgesottene Cineasten ist es immer wieder faszinierend, ausführliche Konversationen zwischen anderen Cineasten zu belauschen, vor allem wenn es sich dabei um besonders respektierte und sachkundige Cineasten handelt.

Als vor einigen Wochen mal wieder Empire Magazine zu einer Podcast-Episode lud, war es nicht nur Edgar Wright (Shawn of the Dead, Baby Driver), der der Einladung folgte, da er gerade für das Magazin eine Sonderausgabe kuratierte, sondern auch Quentin Tarantino (The Hateful Eight, Pulp Fiction), ein Freund und Weggefährte von Wright, die sich letztlich fast drei volle Stunden über britisches Kino unterhielten, und zwar insbesondere über Filme die sie während Covid19-bedingter Hausaufenthalte nachgearbeitet hatten.

Edgar Wright vor allem präsentiert den Zuhöhrern unter anderem eine Liste von Empfehlungen von Martin Scorsese (Taxi Driver, Goodfellas) zu dem Thema. Letztlich bieten die 3h nicht nur ausgezeichnete Unterhaltung, sondern auch viel Stoff zum mitschreiben. Die Zeit mag nicht jeder haben. So gibt es unter anderem auf Letterboxd (der Filmtagebuch-App meiner Wahl übrigens) bereits mindestens eine Liste die man heranziehen kann um die diversen erwähnten Filme nachzuarbeiten (Option 1, Option 2).

Ich möchte mal fünf Filme daraus vorstellen, und habe als Kriterium vor allem benutzt, ob man sie problemlos auf BluRay bekommt, und ob sie mich aktuell selbst sehr reizen (entweder weil ich sie wie viele andere Zuhörer jetzt aufgetrieben habe um sie zu sehen oder weil ich sie schon kannte und das voll unterschreiben würde dass sie sehenswert sind.

Hier gehts zum Podcast.

These are the Damned – Sie sind Verdammt

Den Film hatten wir vor Ewigkeiten schon mal auf Nischenkino besprochen (siehe Besprechung hier), und der Film ist auch von Explosive Media in einer schönen BluRay enthalten. Ein Film so ganz anders wie man ihn erwarten würde, mit mehreren Genres die sich überkreuzen, ein echter Geheimtip. Beim Cover denkt man noch Horrorfilm, aber der Film bietet auch Jugenddrama und Bikerfilm. Sehr cool, mit Oliver Reed, von Regisseur Joseph Losey (Modesty Blaise).

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Ice Cold in Alex – Feuersturm über Afrika

Ein höchst spannendes Kriegsdrama von J. Lee Thompson, ein Regisseur der im Podcast öfters erwähnt wird und zu einem Favorite der beiden zählt. Von dem Briten sind ja auch seine nicht zu verachtenden 80er Streifen mit Charlie Bronson, z.B. Kinjite. Es gibt hier eine sehr schöne 60th Anniversary Edition von StudioCanal, die ich frisch konsumiert habe und sehr empfehlen kann. Der Film ist wirklich außerorderntlich gut und viel zu unbekannt. Das sollte sich ändern.

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Guns at Batasi – Schüsse in Batasi

Ein weiterer Film der mehrmals im Podcast angesprochen wird und als ziemlicher Geheimtipp gehandelt wird, von beiden. Dabei ist es kein richtiger Kriegsfilm sondern eher ein spannender Thriller mit militärischem Setting. Einige Gesichter im Film dürften bekannt sein (allen voran Richard Attenborough und Mia Farrow), Regie führte John Guillermin (The Towering Inferno). Auch hier gibts BluRay Optionen. Den UK Import mit Audiokommentar, sowie eine deutsche Edition (ohne Audiokommentar), die aber vergriffen und nur von Drittanbietern erhältlich ist.

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Went the Day Well?

Auf den bin ich besonders gespannt. Die Prämisse ist schon schräg genug: ein englisches Dorf wird quasi inkognito von Deutschen besetzt. Ein kleiner Kultfilm, der gewisse Parallelen zu Filmen wie Die Körperfresser kommen aufweist – denn: sie sind unter uns (mit Nazis statt Aliens). Eine Prämisse bei der ich mich schon länger frage: warum es hier noch niemand gewagt hatte, ein Remake zu produzieren? Die Story stammt übrigens von Graham Greene (Der Dritte Mann), Auftragsregie führte der Brasilianer Alberto Cavalcanti, der vielleicht noch am ehesten für die Horror-Anthologie Dead of Night bekannt ist. Es gibt eine ziemlich gute UK BluRay davon, alternativ auch eine französische.

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The Devil Rides Out – Die Braut des Teufels

Von dem Film gibt es unterschiedliche BluRay-Optionen, der ist nicht besonders selten. Ein hochgelobter Horrofilm mit Christopher Lee, den ich selbst nicht kenne und schon mal gespannt sind. Hammer-Fans dürfte das sehr interessieren. Regie führte Terence Fisher (The Brides of Dracula), basierend auf einem recht bekannten Roman von Dennis Wheatley, den Lee angeblich so gut fand dass er sich für eine Hammer-Adaption dessen einsetzte.

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Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info und FuriousCinema.com

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