Gottes General – Schlacht um die Freiheit

Gottes General

Mexiko 1926. Nur wenige Jahre nach der Revolution bricht erneut ein blutiger Bürgerkrieg aus. Als Präsident Calles (Rubén Blades) Kirchen stürmen und Priester ermorden lässt, kommt es zu einem Volksaufstand. Es bildet sich eine Widerstandsbewegung, die Cristeros, die fortan einen erbitterten Freiheitskampf führt. Die Cristeros rekrutieren General Gorostietas (Andy Garcia), der aus den einzelnen Gruppen von Desperados, bewaffneten Priestern und Bauern eine schlagkräftige Armee formen soll. Mit einer ausgeklügelten Guerilla-Taktik gelingt es dem charismatischen General, den übermächtigen Regierungstruppen schwere Verluste zuzufügen. Als Präsident Calles mit den USA die Lieferung von Maschinengewehren und Kampfflugzeugen vereinbart, droht sich das Blatt zu wenden. Den tapferen Frauen und Männern der Cristeros steht nun eine entscheidende Schlacht bevor, in der entweder der Sieg der Freiheit oder der Tod auf sie wartet… (Pandastorm Pictures)

Gottes General

Dafür, dass die Geschichte von Gottes General noch innerhalb des letzten Jahrhunderts stattgefunden hat und somit ein relativ junges historisches Event der mexikanischen Geschichte darstellt, muss man überrascht sein noch nie vom Kampf der Cristeros, der von den Katholiken des Landes gegen den säkularen Präsidenten Plutarco Calles geführt wurde, gehört zu haben. Eine zusätzliche Überraschung bilden einige Parallelen, die man aus den präsentierten Szenarien und der Weise wie Menschen des Glaubens in diesem Land ständig in die Defensive gedrängt werden, während ihre Traditionen der politischen Korrektheit des Staates gegenüberstehen, ziehen kann. Obwohl man den Film als Propaganda für den Katholizismus sehen könnte, war es General Enrique Gorostietas (Andy Garcia) Motivation vor allem für persönliche Freiheit zu kämpfen, die neben der Religion zu verschwinden drohte. Dieser Punkt wird mehrmals in der gesamten Geschichte deutlich herausgestellt. Die Parole der Cristeros lautete „Freiheit ist unser Leben und wir werden sie verteidigen“.

Gottes General

Eine weitere Sache, die dem Film sehr gut gelingt, ist die Position der Vereinigten Staaten der damaligen Zeit in diesen historischen Kontext einzubauen. Ein Auftritt von Präsident Calvin Coolidge (Bruce McGill) soll das amerikanische Interesse zeigen die Grausamkeiten auf beiden Seiten drosseln zu wollen. US-Botschafter Dwight Morrow (Bruce Greenwood) wird nach Mexiko geschickt, weil er dafür bekannt ist „Dinge zu erledigen“, weswegen man davon ausgehen muss, dass Amerikas Interessen mit einer Unterbrechung des Handels zwischen den beiden Ländern am wenigsten gedient war. Mit anderen Worten, Geld über Prinzip und je früher, desto besser. Wer annimmt Gottes General wäre „nur“ ein Action- /Abenteuer-Spektakel mit aufregenden Feuergefechten liegt hier gehörig daneben und sollte sich auf eine ordentliche Dosis Menschlichkeit einstellen, die Charaktere widerspiegelt, die versuchen eine gute Balance zwischen Bürgersinn und tiefer religiöser Überzeugung zu finden. Die Geschichte des jungen Jose Luis Sanchez (Mauricio Kuri) wird dabei besonders in den Vordergrund gerückt, weil der Junge bereits im Alter von etwa zwölf Jahren einen enorm tiefen Glauben an Gott hatte. Neben dem brutalen Diktator Calles (Ruben Blades), fällt hauptsächlich Joses Onkel unangenehm auf, da er seine eigene Sicherheit über die der Gemeinschaft und über das Leben seines Neffen stellt.

Gottes General

Unmöglich können die Filmemacher die Parallelen vorausgesehen haben, die Gottes General mit den aktuellen Ereignissen des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes aufweist. Denn auch dort wird an Institutionen des Glaubens administriert ihre religiösen Überzeugungen beiseite zu legen, um festgelegte Gesundheitsfürsorge sicherzustellen, die Grundgesetze in Bezug auf Geburtenkontrolle, Sterilisation und Abtreibung verletzt. Der Film beschreibt die Reaktion der erwachten und ermutigten Führer des religiösen Glaubens, um einer Regierung gegenüberzutreten, die intolerant säkular geworden ist.

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Gottes General BluRay

  • Darsteller: Andy Garcia, Oscar Isaac, Catalina Sandino Moreno, Santiago Cabrera, Ruben Blades
  • Regisseur(e): Dean Wright
  • Format: Widescreen
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1), Spanisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Bildseitenformat: 2.39:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Edel Germany GmbH
  • Produktionsjahr: 2012
  • Spieldauer: 145 Minuten

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Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Pandastorm Pictures zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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