Grenadier – Hohoemi no senshi

Grenadier - Hohoemi no senshi

Während im ganzen Reich Kriege herrschen, verdingen sich junge Männer als Samurai, um ihren Lehnsherren zu dienen. Eines Tages lernt der herrenlose Krieger Yajiro die bildhübsche Rushuna kennen. Wie sich herausstellt, ist die offenherzige Schönheit eine Meisterschützin und somit eine nicht zu unterschätzende Kämpferin. Dennoch möchte sie Konflikte nicht mit Waffengewalt, sondern der Macht der Liebe lösen. (Nipponart)

Grenadier - Hohoemi no senshi

In den wilden Zeiten eines Bürgerkriegs ziehen zwei Menschen durch die Lande, die sich die Verteidigung der Schwachen auf die Fahne geschrieben haben: Der junge Schwertkämpfer Yajiro Kojima, der mit seiner Waffe die kühnsten Abwehrmanöver hinbekommt, sowie das Rasseweib Rushuna Tendo, die ihre Waffe nachlädt, indem sie Patronen aus ihrem Dekolleté (!?) hervorzaubert. Gemeinsam treten sie an gegen eine Übermacht an bösen Kräften, und vergessen nie, alles mit dem nötigen Augenzwinkern zu beobachten. Was bei Grenadier sofort auffällt bzw. förmlich ins Auge springt, ist die Anatomie Rushunas, die mit „überproportional gut bestückt“ beinahe noch untertrieben beschrieben werden kann. Hat man sich nach circa zwei bis drei Folgen in die Serie hineingefunden, so erwarten einen weitere neun ordentlich produzierte Episoden, die zwar nicht das non-plus-ultra an Plot- und Charakterentwicklung bieten, man im Verlauf der Geschichte aber trotzdem genügend über die Verbindungen zwischen den einzelnen Figuren und deren Vergangenheit erfährt, um die Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten. Was Grenadier – Hohoemi no senshi allerdings wirklich auszeichnet sind die durchaus gelungenen Aktion-Sequenzen, die sich vom Ablauf her zwar meistens nicht sonderlich unterscheiden aber in jeder Folge teilweise enorm ansprechende Feuergefechte zu bieten haben. Das Highlight dabei ist selbstverständlich die Art und Weise wie Rashuna ihren Revolver nachlädt, was auch gleich zum nächsten Punkt führt, dem Humor der Serie. Wie man es schon aus etlichen anderen Animes gewohnt ist, wird auch hier, neben düsterer Atmosphäre und harten, blutigen Kämpfen, eine Brise Leichtherzigkeit eingebaut. Die beschränkt sich jedoch weitgehend auf einige „lustige Missverständnisse“, wobei der Witz bei Mitteleuropäern nicht immer zünden mag … der asiatische Humor eben. Die Musik ist jetzt nicht schlecht, vergleicht man diese allerdings mit der von ähnlichen Anime-Serien, wie zum Beispiel Fullmetal-Alchemist Brotherhood oder Speed Grapher, so trägt sie nicht sehr maßgeblich zur Atmosphäre bei und fällt deshalb schon deutlich schwächer aus. Auch der Aufbau des Handlungsverlaufs muss leicht kritisch gesehen werden, da er sich trotz einiger weniger „Wendungen“ doch recht einfach voraussehen lässt. Ansonsten ist Grenadier angenehm zu konsumieren, es kommt wenig Langeweile auf und für nur 12 Folgen hält sich die Serie ungeachtet des dürftigen Plots ganz passabel. Wer nicht gerade nach einer raffinierten Story, sondern eher etwas für Zwischendurch mit einem Hauch von Humor und Erotik (Rashuna badet sehr gerne!) sucht, der liegt bei Grenadier – Hohoemi no senshi genau richtig.

Grenadier - Hohoemi no senshi

Nipponart veröffentlicht Grenadier in einer ansprechend gestalteten DVD-Box, die drei Disks beinhaltet. Das Bild präsentiert sich im 16:9 Format und ist als sehr ordentlich zu bezeichnen, während es keine Details vermissen lässt. Beim Ton kann man zwischen Deutsch und Japanisch (Dolby Digital 2.0) wählen und auf Wunsch auch deutsche Untertitel zuschalten. Die Gesamtspielzeit der drei Scheiben beträgt 300 Minuten. Als Bonus ist der Edition ein Aufkleber in Postkartengröße und ein kleines Poster mit erotischen Motiven mit Rashuna im Mittelpunkt beigefügt. Alles in allem ist die Box außerordentlich gut gelungen und sollte die Herzen von Liebhabern seichter Anime-Kost erfreuen. Die freizügigen Darstellungen werden (vermutlich) vor allem den männlichen Fans sehr gefallen. Der unterhaltsame Mix aus Aktion, Witz und Erotik kann dem geneigten Publikum nur wärmstens weiterempfohlen werden!

Grenadier - Hohoemi no senshi

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Grenadier - Hohoemi no senshi

  • Regisseur(e): Hiroshi Kojina
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch, Japanisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Anzahl Disks: 3
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Nipponart
  • Produktionsjahr: 2004
  • Spieldauer: 300 Minuten

Grenadier - Hohoemi no senshi

Grenadier - Hohoemi no senshi

Grenadier - Hohoemi no senshi

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Postermotiv

Diese Edition sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Nipponart zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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