The Homesman

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Nebraska, Mitte des 19. Jahrhunderts. Mary Bee Cuddy (Hilary Swank) lebt gottesfürchtig und allein in einer kleinen Grenzstadt in den endlosen Weiten des Wilden Westens. Der Kampf gegen die unerbittliche Natur und die Einsamkeit ist für die Frauen der Pioniere hart. Als die drei Farmersfrauen Arabella (Grace Gummer), Theoline (Miranda Otto) und Gro (Sonja Richter) aus unterschiedlichen Gründen den Verstand verlieren, beauftragt die ärmliche Gemeinde Mary, die drei Frauen zurück in die Zivilisation im Osten zu begleiten, wo sich eine Methodistengemeinde um sie kümmern kann. Gleich zu Beginn ihrer Reise trifft sie auf den Gesetzlosen Briggs (Tommy Lee Jones), dem sie das Leben rettet und gegen Geld das Versprechen abnimmt, sie den kompletten Weg zu begleiten und zu beschützen. Auf dem entbehrungsreichen Treck gen Osten trotzen sie Stürmen und lebensgefährlichen Begegnungen mit Siedlern und Indianern und beginnen langsam, sich einander anzunähern. Obwohl Briggs Mary davon überzeugen will, dass er ein bindungsloser, schlechter Mensch ist, sprechen seine Taten eine andere Sprache. Als Mary ihm schließlich die Ehe anbietet, muss er eine folgenschwere Entscheidung treffen… (universum film)

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Nebraska-Territorium, Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit eiserner Willenskraft treibt Mary Bee Cuddy (Hilary Swank) ihren von zwei Maultieren gezogenen Pflug durch den kargen, trockenen Boden ihres Landes. Mit 31 Jahren ist die Farmerin noch immer unverheiratet, stemmt sich allein gegen die Hindernisse eines entbehrungsreichen Lebens, das ihr und allen anderen Frauen hier im einsamen amerikanischen Grenzland alles abverlangt. Selbst in dieser lebensfeindlichen Wildnis bemüht sich die resolute, gottesfürchtige Frau um etwas Zivilisiert- und Kultiviertheit – um Qualitäten, die in ihrer Kindheit an der amerikanischen Ostküste selbstverständlich waren. Stets schmücken ein paar Blumen ihr penibel sauber gehaltenes Zuhause – auch an diesem Abend, an dem sie Bob Giffin (Evan Jones), der ihr gelegentlich bei der Arbeit zur Hand geht, bewirtet. Am Ende eines perfekten Essens konfrontiert sie den Farmer mit einem Angebot, das beiden, davon ist Cuddy überzeugt, nur Vorteile böte. Doch Giffin lehnt entrüstet ab – nie werde er Mary Bee heiraten, viel zu direkt sei sie für eine Frau und darüber hinaus auch viel zu dominant.

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In Loup, einem kleinen gottvergessenen Nest im Nebraska-Territorium, gilt Mary Bee als Frau, die es mit jedem Mann aufnehmen kann, als echte Kämpferin, die auch der unaufhörlich über Felder und Prärie fegende Wind nicht beugen kann. Andere Frauen aber haben vor dem trostlosen Leben in der Isolation und vor ihren derben, rücksichtslosen Männern kapituliert, haben sich in sich zurückgezogen und den Verstand verloren. Wie Arabella Sours (Grace Gummer), die ihren Säugling getötet und seitdem geistesabwesend kein Wort mehr gesprochen hat. Wie die zweifache Mutter Theoline Belknapp (Miranda Otto), die sich ebenfalls ins Schweigen geflüchtet hat – zermürbt von zahllosen Missernten, Rückschlägen und den groben Misshandlungen ihres Mannes. Wie schließlich auch Gro Svendsen (Sonja Richter), die ihr Mann immer wieder wie ein wildes Tier nahm und die sich nun selbst wie ein solches gebärdet: aggressiv, unberechenbar und gefährlich.

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Für Reverend Dowd (John Lithgow) steht außer Frage, dass diese drei vom Leben schwer gezeichneten Frauen zurück in die Sicherheit der Zivilisation gebracht werden müssen. Die Aufgabe, sie 640 Kilometer nach Osten bis nach Hebron in Iowa zu bringen, soll einer der Ehemänner übernehmen. Als Vester Belknapp (William Fichtner) sich feige aus der Verantwortung stiehlt, tritt Mary Bee Cuddy beim Losentscheid couragiert an seine Stelle.
Tatsächlich fällt die Wahl auf sie – zur sichtbaren Erleichterung der beiden Männer und zum Entsetzen von Mary Bee, der erst jetzt bewusst wird, was für eine Last sie sich aufgeladen hat: eine mehrwöchige Expedition durch wildes, lebensgefährliches Territorium, bedroht von Hunger, Durst, Halsabschneidern, Banditen und Indianern. Wie sie das allein bewältigen soll, weiß Mary Bee nicht, doch eine Wahl hat die mutige Frau auch nicht. So zieht sie eines Morgens im Mai los – mit einem umgebauten hölzernen Viehwagen und drei wahnsinnigen, unberechenbaren Frauen, auf die Pastorenfrau Altha Carter (Meryl Streep) in Iowa wartet, um die verlorenen Seelen in ihre Obhut zu nehmen. Ein Zufall, eine göttliche Fügung vielleicht, führt Mary Bee an einem mächtigen Baum vorbei, an dem ein offensichtlicher Sünder wimmernd auf den Tod wartet.

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Auf einem Pferd sitzend, mit einer Schlinge um den Hals, die straff zu einem Ast über ihm führt, versucht George Briggs (Tommy Lee Jones) jede Bewegung zu vermeiden und damit am Leben zu bleiben. Für Bob Giffin ist das die gerechte Strafe für den Herumtreiber, den er, unterstützt von einigen Männern, auf seiner Farm stellte, nachdem Briggs diese mit Gewalt besetzt und seinen Hunger mit Giffins Schafen gestillt hatte. „Sind Sie ein Engel?“, ruft Briggs Mary Bee Cuddy voller Hoffnung zu. Doch die Erlösung aus seiner misslichen Lage muss sich Briggs teuer erkaufen. Die couragierte Farmerin ringt ihm ein Versprechen ab und gibt ihm ihr Wort, ihn zu retten, wenn er sie und die drei Frauen nach Iowa führe. Obwohl Briggs schwört, seinen Teil der Abmachung einzuhalten, misstraut ihm Mary Bee und ködert ihn mit einem Bonus von 300 Dollar, den sie per Post nach Iowa vorausschicken will und den er nach Ankunft dort schließlich erhalten soll.

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So bricht die Zweckgemeinschaft auf zu ihrer fünfwöchigen, strapaziösen Reise. Schon bald kollidieren die unterschiedlichen Persönlichkeiten: Mary Bee Cuddys Mitgefühl und Menschlichkeit treffen auf die brummige, distanziert-nüchterne Abgeklärtheit von Briggs, der sichtbar nur einen Antrieb kennt: das versprochene Geld. Doch als gefährliche Wegelagerer und schließlich sogar Indianer auftauchen, zeigt Briggs Entschlossenheit und Stärke.
Allmählich brechen die Barrieren auf und Briggs gibt sich humorvoll und Mary Bee versöhnlich. Eines Nachts, nach menschlicher Nähe und etwas Zärtlichkeit suchend, befreit sich Mary Bee Cuddy nicht nur von ihren Bedenken und macht Briggs ein Angebot, das er letztlich nicht ablehnen kann. Doch am Morgen danach kommt ein Schock, der allesverändert und der Briggs zwingt, sich selbst zu hinterfragen und dem Guten in ihm die Führung zu überlassen…

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Packend und schnörkellos erzählt Tommy Lee Jones (No Country for Old Men) mit THE HOMESMAN nicht nur eine eindringliche Geschichte über die dunklen Seiten des amerikanischen Traums, sondern gleichzeitig eine universelle Parabel über menschliche Grenzerfahrungen. Einen „herkömmlichen“ Western-Plot darf man dabei allerdings nicht erwarten… Jones gelang es, für THE HOMESMAN ein einmaliges Schauspiel-Ensemble zu versammeln: Neben ihm selbst in der Hauptrolle des verschlossenen Gesetzlosen Briggs, brilliert Hilary Swank (Million Dollar Baby) als vom Leben gezeichnete Pionierfrau. In den weiteren Rollen spielen u.a. Grace Gummer (Frances Ha), Miranda Otto (Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs), John Lithgow (Kinsey), James Spader (Lincoln), Hailee Steinfeld (True Grit) und nicht zuletzt Meryl Streep (Im August in Osage County). Der Oscar®-nominierte Kameramann Rodrigo Prieto (Brokeback Mountain) fand für THE HOMESMAN raue, starke Cinemascope-Bilder. Geprägt von der Tradition moderner Western erschuf Jones mit seiner zweiten Kino-Regie nach Three Burials – Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada (ausgezeichnet für den Besten Darsteller sowie das Beste Drehbuch auf dem Cannes Filmfestival 2005) erneut ein intensives Kinoerlebnis.

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Tommy Lee Jones und seine Koautoren Kieran Fitzgerald und Wesley A. Oliver adaptierten für ihr Drehbuch Glendon Swarthouts 1988 veröffentlichten Roman The Homesman (The Homesman – Es führt ein Weg zurück). Swarthouts Bücher bildeten schon mehrfach die Grundlage für außergewöhnliche Kinofilme, darunter für Don Siegels mit John Wayne besetzten Spätwestern THE SHOOTIST („Der letzte Scharfschütze, 1976), außerdem für Stanley Kramers Drama BLESS THE BEASTS & CHILDREN (Denkt bloß nicht, dass wir heulen, 1971), Henry Levins Komödie WHERE THE BOYS ARE (Dazu gehören zwei, 1960) und für Robert Rossens Western THEY CAME TO CORDURA (Sie kamen nach Cordura, 1959).

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  • Darsteller: Tommy Lee Jones, Hilary Swank, Grace Gummer, Miranda Otto, Tim Blake Nelson
  • Regisseur(e): Tommy Lee Jones
  • Format: Widescreen
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
  • Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 17. April 2015
  • Produktionsjahr: 2014
  • Spieldauer: 123 Minuten

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Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Universum Film zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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