Into the Blue

Into the Blue ist ein Abenteuerfilm von 2005. Jared (Paul Walker) und Sam (Jessica Alba) arbeiten als Tauchlehrer in der Bahamas, sparen Geld an und haben ein gutes Leben. Hin und wieder tauchen sie gerne nach alten Artefakten und träumen von ihren eigenen Entdeckerreisen oder einem eigenen großen Boot. Ihr Leben ändert sich radikal, als der alte Schulfreund Bryce (Scott Caan) mit seiner neuen Flamme Amanda (Ashley Scott) eintrudelt, und sie alle gemeinsam tauchen gehen. Dabei stoßen Sie auf Reste einer alten Galeere und bekommen Goldfieber. Problem ist nur, dass an der Stelle wohl auch das Flugzeug von Drogenschmugglern abgestürzt ist und durch den Fund von Drogen im Wasser die junge Gruppe nun plötzlich in die Fronten eines Drogenkriegs gerät…. plötzlich sind die wenigen Haie im Wasser nicht das einzige Problem.

Man kommt nicht umhin den Film mit seinem gedanklichen Vorbild, Peter Yates‚ The Deep von 1977 zu vergleichen, der auf dem Roman von Peter Benchley basierte, der auch Jaws und The Island verfasst hatte. Into the Blue ist ein wenig mehr Mainstream und Hochglanz als es die etwas brisanteren Stories von Benchley in der Regel sind, aber Into the Blue ist durch und durch ein Tauch-Abenteuer ganz in seinem Geiste. Etwas mehr noch als in den 70ern stehen hier Sonne, Liebesglück und Club-Mucke im Vordergrund, aber man darf sich nicht täuschen lassen, denn das Konzept dahinter bleibt. Was John Stockwell (Seal Team Six) hier gut macht ist, den alten Ansatz von den Tauchern die zufällig einen Goldschatz finden und es dann mit kriminellen Elementen auf sich nehmen müssen, in die Neuzeit verpflanzt.

Into the Blue ist nicht The Deep, Jessica Alba ist nicht Jaqueline Bisset und Paul Walker ist kein Nick Nolte… aber: das macht den Film noch lange nicht schlecht. Ein paar gute Hai Attacken, sehr schöne Unterwasserbilder, spannende Action, blaues Meer und solide Effekte. Was will man mehr? Ach ja, der Film bietet noch Bösewichte, ein junges Liebespaar, spärlich bekleidete fitte Leute die im Wasser rum tauchen, einen Goldschatz und kesse Dialoge (dafür ist vor allem Scott Caan ein Garant). Viel Licht und Meeresfunkeln sind also nicht der einzige Glanz des Films – der ein Mainstream Abenteuer darstellt das einerseits nach Schema F funktioniert, andererseits ganz ehrlich damit sehr gut fährt und durch die Bank einfach solide cheap thrills bietet wie man sie von so einem Film eben erwartet.

Mein Fazit? Auch beim erneuten Gucken ein unterhaltsamer Spaß, auch wenn man letztlich mehr aus dem Film hätte machen können, wenn man ihn nicht so familientauglich gezähmt hätte. Es ist eine modernere Adaption von Benchleys Roman, aber leider ein wenig zu poliert. Sehenswert aber nicht so kultverdächtig wie damals mit Bisset und Nolte, aber immerhin unterhaltsam und auch erfolgreich genug dass man einen Nachfolger auf den Videomarkt warf.

Die Neuauflage erschien kürzlich bei Capelight im schönen Sleeve. Die Edition dürfte bisherigen BluRays des Films wohl ähneln, ob es eine Neuabtastung ist weiß ich nicht. Der Sound (Englisch getestet) ist ziemlich gut (DTS HD MA 5.1), und wartet mit akzeptablem Raumklang, einigen Tiefen und passabler Dialogverständlichkeit auf. Insgesamt ein solider Track bei dem das Abenteuer gut zur Geltung kommt, egal ob Musik, das Blubbern unter Wasser, oder Action-Sequenzen. Das Bild sieht sehr gut aus, was natürlich sehr wichtig ist bei einem Film der in erster Linie mit optischen Schauwerten statt inhaltlich punktet. Es schwächelt etwas bei Schwarzwerten und daher insbesondere den dunklen Szenen, aber es bleibt dennoch passabel. Herauskommt ein technisch völlig astreines Erlebnis.

An Extras gibt es hier einen Audiokommentar von Regisseur John Stockwell, der grundsätzlich sehr detailliert ausfällt aber angesichts des cineastisch nicht ganz so interessanten Films auf einem eher technischen Level bleibt. „Tauch ein in Into the Blue“ (20min, von der DVD, nicht in HD) ist ein Marketing-Featurette mit einigen netten Einblicken und Zitaten aber nicht so viel Tiefe. Dann gibt es 10 entfallene Szenen entweder mit Filmton oder mit Audiokommentar (die sind allerdings nur in DVD Qualität). Einige davon zeichnen die Charaktere noch etwas plastischer und liefern mehr Futter für die Story und die Umgebung, aber insgesamt scheint mir auch nur wenig davon wirklich ein Verlust zu sein. Abgerundet wird das Paket von einigen Probeaufnahmen und dem Kinotrailer.

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Die BluRay wurde uns freundlicherweise von Capelight zur Verfügung gestellt.

Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info, TripleFeatureFoundation.org und FuriousCinema.com

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