Kommando Leopard

In einem südamerikanischen Staat wird das Volk von einem Diktator ausgebeutet. Ein Guerilla-Führer, genannt „Der Leopard“, führt einen Privatkrieg gegen die Terrorherrschaft. Er sprengt Staudamm, Helikopter und eine Brücke. Milizführer Silveira schlägt zurück, überfällt eine Stadt und das Spital von Priester Don Julio, stellt Leopard eine Falle, der unwissentlich einen Jet mit unschuldigen Passagieren abschießt. Leopard vernichtet eine Ölraffinerie, stellt die Miliz. Silveira wird gelyncht. Soldaten und Rebellen verbünden sich. (Ascot Elite Home Entertainment)

Freiheitskämpfer Carrasco (Lewis Collins) führt sein Team beim Angriff auf einen Staudamm eines lateinamerikanischen Landes an. Die Zerstörung des Dammes bedeutet einen weiteren Schritt, um das Land aus dem Griff des bösen Diktators Homoza (Subas Herrero) zu befreien. Seine loyalen Truppen versammeln sich um die Anlage, wohl wissend, einen Sympathisanten im Inneren zu haben, der ihnen erlaubt, ihren Zug zu machen. Plötzlich schießen sie die Wachen nieder, werfen Granaten und begeben sich in Position, um das Dynamit an einem der Träger zu befestigen. Genau wie Carrasco es befiehlt … Lewis Collins machte sich mit der britischen Action-Serie The Professionals (Die Profis, 1977-1983) einen Namen, weswegen ihm danach die größte Chance seiner Karriere geboten wurde – nämlich James Bond zu spielen! Was er allerdings ablehnte und stattdessen eine Karriere in Exploitation-Schieß-Filmen anstrebte.

Who Dares Wins (Das Kommando, 1982), ist wahrscheinlich als sein größter Film zu bezeichnen, nachdem er das Fernsehen verlassen hatte, doch Die Profis ließen ihn auf dem europäischen Kontinent sehr beliebt werden, weswegen er eine Nische in Filmen wie Geheimcode Wildgänse und Kommando Leopard (zwei sehr ähnlichen Werken) finden konnte. Zumindest schien es so, als würde er in dieser Richtung weitermachen, doch aus irgendeinem Grund gingen seine Rollenangebote danach zurück, so dass seine Fans nach seltenen Auftritten auf der großen Leinwand oder auf dem kleinen Bildschirm suchten, in der Hoffnung die alte Magie wiederfinden zu können. Geheimcode Wildgänse und Kommando Leopard wurden beide von Antonio Margheriti (als Anthony M. Dawson) inszeniert und sind den Söldnerfilmen, die Ende der siebziger Jahre mit Die Wildgänse kommen (1978) ihren Ursprung hatten, sehr ähnlich.

Um den Kultstatus zu erhöhen, konnte man Klaus Kinski als Hauptbösewicht gewinnen, weswegen man beim Aufeinandertreffen mit Collins auf einen tollen Kampf zwischen den beiden Schauspielern hoffen könnte. Doch was die ganze Sache umso seltsamer gestaltet, ist, dass Roy Nelsons Drehbuch sie kaum einmal in derselben Szene erscheinen lässt, um die Beiden Höflichkeiten – oder irgendetwas anderes – austauschen zu lassen. Die Guten sprengen diesen Damm und bieten der Abteilung für Spezialeffekte damit an, ihren umfangreichen Einsatz von Miniaturen zu demonstrieren – Gerüchten zufolge wurde die Hälfte des Budgets für die Erstellung kleiner Modelle und deren Sprengung ausgegeben.

Zu den Letzteren gehören ein Düsenflugzeug, das von den Bösewichten abgeschossen wird, um den Helden die Schuld zu geben sowie ein Zug, der einige mit Sprengstoff geladene Waggons zieht, aus denen Carrasco und sein neuer Freund, der Priester Pater Julio (Manfred Lehmann), entkommen müssen. Set-pieces wie diese funktionieren gut genug, doch es gibt sehr wenig Inspiriertes oder sogar Empörendes in all dem zu finden, so dass der Film ausschließlich dazu neigt, mit viel Kulisse von einer Schieß-Sequenz zur nächsten zu schreiten. Die Musik stammt von Goran Kuzminac.

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  • Seitenverhältnis : 16:9 – 2.35:1
  • Regisseur : Anthony M. Dawson
  • Medienformat : PAL, Breitbild
  • Laufzeit : 1 Stunde und 44 Minuten
  • Darsteller : Lewis Collins, Klaus Kinski, Manfred Lehmann, John Steiner, Cristina Donadio
  • Untertitel: : Spanisch, Französisch, Italienisch
  • Sprache, : Deutsch (DTS-HD 5.1), Italienisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0), Französisch (Dolby Digital 2.0), Spanisch (Dolby Digital 2.0)
  • Studio : Ascot Elite Home Entertainment

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Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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