Lupin the Third – Der Meisterdieb

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Seit über 45 Jahren sind die Diebeszüge von Gentleman-Gangster Lupin III in Japan beliebtes Manga- und Anime-Kulturgut. Nun präsentiert Regisseur Ryuhei Kitamura (Godzilla – Final Wars) mit seiner rasanten Comicverfilmung einen actiongeladenen Heist-Movie  ganz im Stil von Ocean’s Eleven. Mit Tadanobu Asano (Thor), Vithaya Pansringarm (Only God Forgives) und Shun Oguri (Crows Zero) als charmantem Titelhelden!(splendid film)

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Während eines Treffens wird der Vorsitzende der geheimen Diebesgilde „The Works“ umgebracht und das unbezahlbare Collier von Kleopatra geklaut. Meisterdieb Lupin schwört daraufhin, den Mord an seinem einstigen Mentor zu rächen und das wertvolle Halsband zurückzustehlen. Unterstützt wird er dabei vom schwertschwingenden Samurai Goemon, dem schweigsamen Meisterschützen Jigen und der unberechenbaren Femme fatale Fujiko. Auf der weltumspannenden Suche nach den Drahtziehern und dem Schmuckstück dicht auf Lupins Fersen: Inspektor Zenigata, der davon besessen ist, Lupin endlich zur Strecke zu bringen!

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Ich hatte bisher keine Gelegenheit die Mangas und Anime zu studieren, so dass ich eventuell ein bisschen voreingenommen sein könnte. Die ganze Geschichte ist etwas verwirrend. Diebe stehlen vor Dieben, okay, das ist annehmbar, doch dieses gesamte Schwester/Bruder Ding, was zwischen „Michael“ und „Fujiko“ stattfindet, ist ein bisschen zu viel. Gleiches gilt sowohl für die seltsam fehl am Platz wirkende Loyalität zu ihrem (Michaels) Vater als auch der sonderbaren Rachsucht, die sich daraus ergibt. Außerdem macht die gesamte „Auktions“-Szene überhaupt keinen Sinn. Welche Art von Auktion soll das denn sein? Die ganze Geschichte leidet unter Logiklöchern, Inkonsistenzen und kratzt ständig an der Grenze zum Absurden; Parmuk war schon die ganze Zeit der Bösewicht? Was für eine schockierende Entwicklung! Der letzte Teil, als sie in die „Arche“ einbrechen, ist enorm überzogen und kann dem Plot nicht helfen, existiert nur für die Show. In Bezug auf die Geschichte ist die Sequenz ziemlich nutzlos. Ich dachte auch Lupin wäre ein Dieb und keine Rambo Inkarnation!? Und man braucht einen 170 mil. Computer, um einen Virus zu schreiben, der dann einfach so (!!!) über USB angeschlossen wird!? Kommt schon, Jungs. Abgesehen davon geht die Schauspielerei  in Ordnung, die Charaktere versuchen für die Handlung Sinn zu machen, sind dabei allerdings nicht immer erfolgreich. Die Action-Szenen und Stunts sind auf Augenhöhe mit anderen zeitgenössischen Action/Abenteuer-Filmen. Wenn man leichte und spaßige Unterhaltung sucht, ist man bei Lupin the Third genau richtig. Ich hoffe jedoch, dass dies ein einmaliger Ausflug für Kitamura bleibt und er wieder zu puren Action-Filmen zurückkehrt.

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  • Darsteller: Tadanobu Asano, Shun Oguri, Meisa Kuroki
  • Regisseur(e): Ryuhei Kitamura
  • Format: Widescreen
  • Sprache: Japanisch (DTS-HD 5.1), Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Niederländisch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 – 2.40:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Splendid Film/WVG
  • Produktionsjahr: 2014
  • Spieldauer: 134 Minuten

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Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Splendid Film zur Verfügung gestellt.

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Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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