Massai

Apache (in Deutschland unter dem Titel Massai bekannt) ist ein Western von Robert Aldrich aus dem Jahr 1954 mit einem radikal geschminkten Burt Lancaster (Keine Gnade für Ulzana) in der Hauptrolle als der Titelgebende Apachenrebell, der den Film auch mitproduziert hat.

Massai (Lancaster) soll zusammen mit vielen anderen Stammesgenossen aus seinem Reservat nach Florida umgesiedelt werden. Er flieht und kehrt in seine Heimat zurück um Landwirt zu werden. Er glaubt, das könnte den Apachen Frieden bringen, da er Zeuge wurde wie auch in anderen Landesteilen Indianer als Landwirte mit den Weißen koexistieren, dem Kriegspfad einmal abgeschworen. Doch seine Flucht, und das Misstrauen der Weißen vor der Natur der Apachen, bringt schon bald Gewalt und Tod in seine Heimat. Das Versteckspiel kann er nicht ewig durchhalten. Die Militärs Sieber (John McIntire), sein Indianerscout Hondo (Charles Bronson) und andere sind ihm auf den Fersen….. obgleich Massai sich nur um sein Maisfeld, seine Frau und Kind kümmern möchte….

Aldrich, der mit den Filmen Ulzanas Raid bereits einen sehr politischen Western gemacht hat, aber auch beinharte Actionkost wie Das Dreckige Dutzend verantwortete, liefert hier einen soliden, dramatischen Western ab, ein Abenteuer mit bitterem Ende. In einer Nebenrolle ist übrigens auch Charles Bronson (Chato’s Land) zu sehen, der neben McIntire eine kleine Riege guter Nebendarsteller in diesem Film ergänzt. Lancaster selbst, unter Bergen von Makeup, kann hier nicht so glänzen wie z.B. bei Ulzana, aber er scheint nicht weniger engagiert.

Ich fand jedoch, dass der Film nich so gut gealtert ist. Dafür is die Story am Ende etwas zu simpel gestrickt und die Ereignisse nicht immer so ganz glaubwürdig. Einen Hauch davon kann man ja auch in Dances with Wolves haben oder diversen anderen Filmen die sich mit diesem Konflikt auf die Art und Weise auseinander setzen. Massai bietet weder grandiose Aufnahmen, noch erinnernswerte Musik oder großartige Action, er ist ein Kind seiner Zeit, dem man anmerkt was den Machern hier am Herzen lag, aber er vermag mich heute nicht mehr mitzureissen. Dass es dennoch ein solider Western ist den man als Fan gesehen haben sollte, ob man nun die Koch Western Legenden (hier Nr. 53) durch rackert oder nicht, versteht sich von selbst.

Die BluRay bietet vergleichsweise ordentliches Bild, das nicht mit Schärfe glänzt aber dafür insgesamt einen soliden Heimkino-Genuss bietet. Halbwegs sauber, moderater DNR-Einsatz und  gute Farben. Der Ton (es gibt Deutsch und Englisch, auch in Untertiteln) klingt ebenfalls in Ordnung. Die Synchronfassung ist ingesamt aber nicht wirklich zu empfehlen. An Extras gibt es eine alternative Open-Matte (1.33:1) Vollbild-Fassung des Films, sowie den deutsche und den englischen Trailer, und eine Bildergalerie.

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Die BluRay wurde uns freundlicherweise von Koch Media zur Verfügung gestellt

Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info und FuriousCinema.com

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