Mechanic: Resurrection

Fünf Tage, vier Kontinente, drei Morde: Seine Tage als Elite-Killer hat Arthur Bishop (Jason Statham) hinter sich gelassen – dachte er zumindest! Doch dann holt ihn die mörderische Vergangenheit ein: Bishops Erzfeind Riah Crain (Sam Hazeldine) entführt seine Freundin Gina (Jessica Alba) und zwingt ihn zur Rückkehr in den alten Job. Innerhalb kürzester Zeit soll der „Mechanic“ einmal um die ganze Welt reisen und das tun, was keiner so gut kann wie er: drei schier unmögliche Auftragsmorde begehen und sie dabei wie Unfälle aussehen lassen … (Universum Film)

Sonne, weißer Strand und kristallklares Meer – alles hätte so schön sein können für den ehemaligen Elite-Killer Arthur Bishop, nachdem er nach seinem letzten Job in Brasilien untergetaucht ist. Doch da macht ihm sein alter Rivale Riah Crain einen Strich durch die Rechnung. Nachdem dieser seine Freundin Gina in Thailand entführt hat, stellt er ihn vor eine schier unmögliche Aufgabe: Innerhalb kürzester Zeit soll er ein weiteres Mal um die Welt reisen, drei Auftragsmorde begehen und sie dabei wie Unfälle aussehen lassen. Doch Bishop wäre nicht der „Mechanic“, wenn er nicht bereits einen Plan gegen seinen Erzfeind in der Hinterhand hätte…

Sucht man nach geistloser, flacher Aktion, so ist man bei Mechanic: Resurrection genau richtig! Over-the-Top Stunts, bei denen sich James Bond in die Hose machen würde und die normalerweise unweigerlich zum Tod führen würden, scheinen für Jason Stathams Arthur Bishop, der ein erfahrener Auftragsmörder ist, ein Spaziergang im Park zu sein. Wie das bei solchen Figuren immer so ist, lässt er diese Welt hinter sich, in der Hoffnung auf ein neues, ruhigeres Leben, doch es gelingt ihm selbstverständlich nicht seine Vergangenheit davon abzuhalten ihn einzuholen: Crain. Der legt mit der Wohltätigkeitsarbeiterin Gina einen Köder aus, die gezwungen wird Bishop zu betören, ansonsten soll sie Zeuge der Hinrichtung aller Frauen und Kinder werden, die sie in einem Rettungszentrum in Kambodscha betreut. Bevor einer von ihnen Crains Schergen entkommen kann, wird Gina entführt und Bishop erkennt, dass er keine andere Wahl hat, als die Hits, die Crain ihm abverlangt, durchzuführen, um das Leben von Gina und den Unschuldigen unter ihrer Obhut retten zu können. Ein afrikanischer Kriegsherr, ein ehemaliger Drogenhändler und ein Waffenhändler stehen alle auf Crains Abschussliste, doch Bishop muss deren Tod wie Unfälle aussehen lassen…

Jason Statham wird nachgesagt, er spiele in all seinen Filmen die gleiche Figur (denn von Charakter kann keine Rede sein) und MECHANIC: RESURRECTION sei ein sehr schönes Beispiel dafür. Stathams Versuch Portugiesisch zu sprechen ist so überzeugend wie Allo Allos Officer Crabtrees Französisch. Sein Londoner Akzent sickert so stark durch, dass es einen auf die Palme bringt, doch wenigstens eine der Figuren im Film erkennt Bishops inkompetenten Akzent. Was noch schwachsinniger erscheint ist, dass sich Bishop bereits nach fünf Minuten in die geheimnisvolle Gina „verliebt“, obwohl ihm klar ist, sie wurde von Crain geschickt, um ihn zu verführen. Er vertraut Gina sogar die Uhr seines Vaters an, ein Gegenstand, den er noch niemals vom Handgelenk genommen hat. Klar, man verschenkt sein intimstes Stück Eigentum an einen Menschen, den man gerade vor ein paar Stunden kennengelernt hat!? Die „Liebe“ ist dann innerhalb von zwei Tagen so gereift, dass sich der eigentlich total coole und ausgebuffte Killer ködern lässt und nun drei Männer zu ermorden hat, um seinem „Glück“ weiter frönen zu können?! Logik sowie gesunder Menschenverstand scheinen hier aus dem Fenster geworfen worden zu sein, dabei ist Bishop doch ein angeblich so kluger Mann, der Sprengstoffe und Gifte im Stile McGyvers selbst zusammenmixen kann und wie Tom Cruise in Mission Impossible in schwindelerregenden Höhen fast ohne Sicherung an Gebäuden herumklettert. Wenn es allerdings darum geht zu töten, ist er in einigen ziemlich leckeren Kampfsequenzen ein fieses Stück. Doch auch dabei muss man den Verstand abschalten, um den simpelsten aller Plots ertragen zu können. Sogar aus der Figur von Jessica Alba wird wenig mehr als eine hübsche aber leere Hülle gemacht, die neben dem muskulös aufgepumpten Statham gut aussieht. Ja, sie sind schon ein sexy Paar, ihre Romanze ist jedoch so hohl wie die Charaktere ihrer Figuren.

Es ist verständlich, dass MECHANIC: RESURRECTION als rein berauschende Unterhaltung angelegt und die Handlung hauchdünn ist, aber das Fehlen eines fetzigen Plots, richtiger Charaktere und wirklich miesen Schurken lässt den Film nichts mehr als eine Aneinanderreihung einer Vielzahl von Aktion-Szenen an verschiedenen globalen Standorten sein. Auch Tommy Lee Jones ist es nicht gelungen, diesen Film aufzuwerten, wobei man sich sowieso beginnt zu fragen, warum Alba und Jones hier mitgemacht haben, da beide Schauspieler deutlich mehr wert sind, als in solchen mageren Aktionstreifen zu spielen.

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  • Darsteller: Jason Statham, Jessica Alba, Tommy Lee Jones, Michelle Yeoh, Sam Hazeldine
  • Regisseur: Dennis Gansel
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Produktionsjahr: 2016
  • Spieldauer: 90 Minuten

Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Universum Film zur Verfügung gestellt.

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Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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