Mörder hinter der Tür

Mörder hinter der Tür

Quelqu’un derrière la porte (Der Mörder hinter der Tür, der englische Titel lautet Someone Behind the Door) ist eine Thriller von Nicolas Gessner mit Charles Bronson und Anthony Perkins in den Hauptrollen. Zum Inhalt werde ich weniger sagen um nicht zu viel vorwerg zu nehmen.

Dr Jeffries (Perkins) ist Gehirnchirurg und vernachlässigt seine Frau France (Jill Ireland), vermutet zudem eine Affaire. Als ein unter Amnesie leidender Fremder (Bronson) in die Notaufnahme gebracht wird, wittert er eine Chance. Er nimmt ihn mit zu sich und manipuliert den verwirrten Fremden für seine Zwecke….. denn er weiß über ihn mehr als dieser über sich selbst….

Perkins, seines Zeichens der schlechteste Schauspieler der Welt (diese These stelle ich jetzt einfach mal auf), und Bronson, Leinwandlegende. Hier wirkt der sonst eher übermenschlich wirkende Charlie eher hilflos, verloren, und gleichsam ungeahnt gesprächig. Es ist schauspielerisch eine seiner spannendsten Rollen, und auch für seine Frau Jill ist der Film ein spannender Auftritt. Bis zum Schluss weiß man über Bronsons Figur fast so wenig wie diese über sich selbst, doch gleichzeitig weiß man ziemlich früh worauf die Geschichte hinauswill (ein Problem des Films, der schlauer vorgibt zu sein als er ist). Perkins (auch in Chabrols Champagner Mörder zu sehen, der bei Explosive Media erschien) halte ich wie gesagt für eher überbewertet und auch hier etwas zu speziell um wirklich zu überzeugen. Wobei der Film an sich gutes Thrillerpotential hat, doch würde ihn ohne Bronson heute keiner mehr sehen, da zu schlecht gealtert.

Mörder hinter der Tür

Drei Jahre vor Death Wish und eigentlich noch während Bronsons europäischem Semesters, entstand dieses Kammerspiel. Dass Mörder hinter der Tür heute als Thrillerklassiker gehandelt wird liegt wie schon gesagt eher an Bronson als am Film selbst. Man kann Gessner dabei nicht viel Vorwürfe machen, denn handwerklich ist der Film durchaus gut gemacht. Der Film weiß zu unterhalten, man sieht mal etwas überdurchschnittlich viel auch von Ireland’s Leistungen und das melancholische Setting past gut in die Zeit. Doch ist der Film einfach ein wenig zu offensichtlich. Empfehlenswert? Ja klar, dennoch!

Mörder hinter der Tür

Die Bluray von Plaion Pictures kommt im Mediabook und davon gibt es mehrere Cover, davon eines exkusiv bei Amazon. Das Bild sieht ziemlich solide aus, da gibt es nicht viel dran auszusetzen. Altersgemäß manchmal etwas blass und nicht immer brennscharf, aber gute Farben, Kontraste, Schwarzwerte und viel Filmkorn. Der Ton (Englisch getestet) klingt ebenfalls gut und erdig. Man kann auch die Synchronfassung wählen oder Untertitel einblenden.

Es sind einige Extras dabei. Allen voran der Audiokommentar von Gessner selbst (auf Englisch), der wirklich recht interessant und ganz spannend ist, und ein Muss für Filmhistoriker und Bronsonfans gleichermaßen. Hinzu kommt ein Intro von dem französischen Filmmkritiker Jean-Baptiste Thoret (6min, Französisch mit dt. Untertitel), auch das ist informativ. Einige Interviews (11min, Französisch und Englisch, mit dt. Untertitel) sind eher ein Beitrag aus dem französischen TV mit diversen Schnipseln an Interviews mit Gessner, Beinhaltet ebenfalls bereits Aufnahmen vom Dreh. Perkins spricht übrigens fließend Französisch wie man hier lernt. Hinter den Kulissen (4min, Französisch mit dt. UT) ist so etwas wie ein französischer TV Bericht vom Dreh. Ein recht spannender Einblick finde ich. Hinzu kommt noch der englische Trailer, ein Radiospot und eine Bildergalerie.

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Die BluRay wurde uns zur Verfügung gestellt.

Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info und FuriousCinema.com

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