Planet der toten Seelen

Planet der toten Seelen

Der Weltraum, unendliche Weiten. Schon mehrmals gelang es den Wissenschaftlern des Projektes „Sigma“ nicht, eine tödliche Strahlenbarriere im All zu durchbrechen und tapfere Astronauten ließen dabei ihr Leben. Nun endlich könnte der große Moment da sein. Die alles entscheidende Mission startet. Doch körperlose Wesen von jenseits der Erde haben andere Pläne. Sie bemächtigen sich des Projektleiters und bringen durch Sabotage und Mord das Projekt, die Besatzung, ja sogar die ganze Erde in Gefahr. Können diese bösen Mächte rechtzeitig aufgehalten werden? (Anolis Entertainment)

Planet der toten Seelen

Typischerweise wurde das frühe Roger Corman Science-Fiction-Epos Planet der toten Seelen schnell und billig zusammengeschustert, um vom Start des sowjetischen Satelliten Sputnik und den anschließenden Bemühungen der Vereinigten Staaten einen eigenen Satelliten in den Weltraum zu schießen, profitieren zu können. Lawrence L. Goldman schrieb das Drehbuch (auf einer Geschichte von Jack Rabin und Irving Block basierend), in dem er die Raumfahrt-Missionen der USA immer wieder scheitern lässt. Eine feindliche Alien-Intelligenz stört die Erkundungsflüge der Erdlinge mit dem Ziel diese zur Aufgabe ihrer Bemühungen zu zwingen. Unsere unerschrockenen Helden werden dadurch natürlich nur noch mehr angestachelt erfolgreich zu sein und schicken gleich zwei Raketen in den Weltraum. Doch die Aliens sind bereits vorbereitet die Mission zu sabotieren. Amerikanische Wissenschaftler versuchen wiederholt einen Satelliten in den Weltraum zu schicken, doch scheitern Jedes Mal an einer Art Schutzschild, der die Satelliten explodieren lässt. Nach dem zehnten gescheiterten Versuch der Erdlinge haben die Aliens endgültig genug und töten Richard Devon, um dessen Körper übernehmen zu können, so dass sie alle zukünftigen Versuche von vorneherein verhindern können. Es liegt nun an Dave (Dick Miller) und Sybil (Susan Cabot), das Alien sowie den tödlichen Satelliten-Schild zur Strecke zu bringen bzw. auszuschalten.

Planet der toten Seelen

Die nicht so speziellen Spezialeffekte und das Minimum an Schauplätzen dienen lediglich dazu den Spaßfaktor dieses Corman Quickies zu erhöhen. Planet der toten Seelen ist sicherlich kein großartiger Film, versucht aber auch nicht es zu sein. Es ist eine amüsante, temporeiche, anständig gespielte Allied Artists Produktion, die diesen gewissen Charme besitzt, die Low-Budget-Genre-Filme aus dieser Zeit oftmals mit sich brachten. Es ist beinahe unmöglich den Streifen nicht zu mögen, vor allem wenn man bedenkt, dass Corman als Teil des Pakets recht verschmitzt einige Kommentare über den Kalten Krieg miteinfließen lässt. Roger Cormans ständige Mitarbeiter während dieser Zeit, Produktionsdesigner Daniel Haller und Kameramann Floyd Crosby, tun ihr Bestes mit dem minimalen Budget und die Musik von Walter Greene ist ebenfalls sehr angenehm zu hören. Auch die Schauspieler wissen zu überzeugen: Richard Devon ist effektiv als Dr. Pol Van Ponder, während Susan „The Wasp Woman“ Cabot äußerst ansprechend als die weibliche Hauptrolle Sybil Carrington ist. Eric Sinclair als Dr. Howard Lazar, Robert Shayne als Cole Hotchkiss, Jered Barclay als John Compo und Bruno VeSota als Mr. LeMoine sind mehr als feine Nebendarsteller. Der primäre Reiz Planet der toten Seelen sehen zu wollen liegt darin begründet den legendären Dick Miller nicht nur in einer Hauptrolle beobachten zu können, sondern in einer * heroischen *, als mutiger Wissenschaftler Dave Boyer. Die 66 Minuten Laufzeit der amerikanischen Fassung vergehen wie im Flug und sind angenehm zu konsumieren. Die deutsche Kinofassung ist um einige Sequenzen erweitert worden, die allerdings nichts Nennenswertes darstellen, außer, dass sie ordentlich inszeniert worden sind. WAR OF THE SATELLITES ist einer der vielen Rip-offs von THE DAY THE EARTH STOOD STILL (Der Tag, an dem die Erde stillstand, 1951). Die meisten dieser Rips sind schlecht gemacht und langweilig. Dieses hier hat auch nicht viel Qualität zu bieten, aber es wird irgendwie nie langweilig und Fans des „Trash“- Kinos sollten einen netten Zeitvertreib mit dem Streifen haben können.

Planet der toten Seelen

Anolis Entertainment bringt Planet der toten Seelen im Rahmen ihrer Die Rache der Galerie des Grauens Reihe als Nummer 02 in einer limitierten DVD-Edition heraus und leistet damit, wie bereits gewohnt, hervorragende Arbeit. Das Bild präsentiert sich im 1.37:1 Vollbild-Format und sieht wirklich klasse aus. Beim Ton kann man zwischen den Sprachen Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono) und Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono) wählen. Wie bereits erwähnt beinhaltet die Veröffentlichung die deutsche Langfassung (77min.) sowie die amerikanische Kurzfassung (63min.) des Films. Ausserdem gibt es den englischen und deutschen Kinotrailer, den deutschen Werberatschlag, ein Filmprogramm und eine Bildergalerie zu bestaunen. Das 12-seitige Booklet geschrieben von Ingo Strecker ist wiedereinmal sehr informativ, während der Audiokommentar von Ingo Strecker und Robert Zion sowie die Einleitung von Schauspieler und Synchronsprecher Horst Naumann als Höhepunkte der Veröffentlichung gewertet werden müssen. Fans von Roger Corman, Dick Miller und der Galerie des Grauens Reihen werden Spaß an Planet der toten Seelen haben, ob auch jeder andere Filmliebhaber mit dem Streifen etwas anfangen kann ist durchaus möglich..?

Planet der toten Seelen

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Planet der toten Seelen DVD

  • Darsteller: Dick Miller, Susan Cabot, Richard Devon
  • Regisseur(e): Roger Corman
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 – 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Anolis Entertainment
  • Produktionsjahr: 1958
  • Spieldauer: 77 Minuten

Planet der toten Seelen

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Diese DVD wurde uns freundlicherweise von Anolis Entertainment zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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