Point Break

Point Break

Der junge FBI-Agent Johnny Utah (Luke Bracey) infiltriert ein Team von Extremsportlern unter der Führung des charismatischen Bodhi (Edgar Ramirez), das unter Verdacht steht, eine Reihe von beispiellosen und sehr ausgeklügelten Angriffen auf Unternehmen begangen zu haben. Auf seiner gefährlichen Undercover-Mission kämpft Utah nicht nur um sein Leben, sondern versucht auch, das Extremsportler-Team als die Drahtzieher der wahnwitzigen Verbrechen zu überführen, die das Bestehen der weltweiten Finanzmärkte bedrohen. Die atemlose Jagd nach einer waghalsigen Diebesbande zeigt spannende Stunts zu Wasser, zu Land und in der Luft an höchst beeindruckenden Drehorten: z.B. am Solo Ángel in Venezuela, dem höchsten freifallenden Wasserfall der Erde; auf dem Gipfel der Jungfrau in den Alpen; und vor Ort bei Jaws in der Nähe von Maui, um die höchste Welle des Jahrzehnts auf Film festzuhalten. Weltbekannte Surfer, Snowboarder, Motorradfahrer, Wingsuit-Flieger und Free-Climber gaben nicht nur Empfehlungen zu Locations, sondern führten die Stunts an über 70 verschiedenen Schauplätzen aus. Darunter waren Extrem-Skater und Base-Jumper Bob Burnquist, Big Mountain-Snowboarder Xavier de le Rue, Wingsuit-Flyer Jeb Corliss, Big-Wave-Surfer Laird Hamilton sowie Extremkletterer Chris Sharma.

POINT BREAK

Point Break ist ein weiterer hochglanzgestylter Blockbuster der Warner Brothers, die sich nach mehreren Flops in der verzweifelten Notwendigkeit sahen, endlich mal wieder einen großen Hit zu landen. Doch leider handelt es sich bei dem Streifen um eine recht überflüssige, von Geldgier angetriebene Angelegenheit, die den Namen eines hoch gelobten „Kultfilms“ als Vorwand „missbraucht“, um beinahe sinnlos aneinander gereihte Stunts zu inszenieren. Ist man ein Fan des Original Point Break von Kathryn Bigelow, in dem Patrick Swayze einen verbrecherischen Surfer zum Besten gibt, der Keanu ‚ich bin ein FBI-Agent‘ Reeves unter seine Fittiche nimmt, sollte man sich lieber diesen Film noch einmal ansehen. Wenn man in der Stimmung für verrückte Stunts und set-pieces sein sollte, kann man sich genauso gut diverse Extremsport-Videos auf YouTube reinziehen. Diese sind vergleichsweise solide Alternativen zu dem Unsinn, der mit freundlicher Genehmigung von Regisseur Ericson Core, der seinen ersten Film seit 2006 gemacht hat, entstanden ist. Es könnte weitere zehn Jahre umfangreicher Therapie in Anspruch nehmen, um über dieses sinnlose Produkt hinwegzukommen. Dieses „Remake“ ist so schlecht und dilettantisch zusammengesetzt, sodass es erscheint, als wäre zuerst eine Reihe von extremen Stunts gedreht worden und Drehbuchautor Kurt Wimmer (Salt) danach dazu verdonnert, drum herum eine Geschichte zu schreiben, egal, wie unzusammenhängend oder schlecht passend diese auch erscheinen mag. Die (fairerweise exzellent inszenierten) Stunts funktionieren vor allem deshalb nicht, weil das lausige Skript sie langweilig erscheinen lässt, da so gut wie nichts in die eindimensionalen Charaktere investiert wird und die schwachen Leistungen der Schauspieler auch nicht gerade zum Gelingen des Films beitragen.

Point Break

Für irgendeine Art von Planung wurde beim Aufbau dieser Erzählung keinerlei Gedanke verschwendet. Point Break beginnt mit zwei Motocross-Fahrern, die zwischen Felsvorsprüngen hin- und herspringen. Einer von ihnen ist Utah (der australische Schauspieler Luke Bracey), der dann miterleben muss, wie sein Freund in den Tod stürzt. Sieben Jahre später, Utah hat es zum FBI verschlagen, wo er unter der Aufsicht von Ausbilder Hall (Delroy Lindo) steht, der Utahs Engagement bezweifelt und ihn ständig als Sohn bezeichnet. Da Utah einmal ein Motocross-Fahrer im Extremsportkreis gewesen war, hat er auf magische Weise die Hintergrundinformationen über die Aktivität der gefährlichen Verbrecherbande von Extremsportlern parat, hinter denen Hall her ist. Das ist so dämlich und so künstlich konstruiert, wie die Stunts selbst. Die Bande, die am besten als ein Sammelsurium von Philosophen, Hippies, Extremisten und Mountain-Dew-Sport-Stars zu beschreiben ist, führt ein Ritual durch, das Osaki 8 genannt wird. Osaki 8 beinhaltet acht verschiedene Extremsportartprüfungen, von denen einige kriminelle Aktivitäten beinhalten, andere aber auch „nur“ halsbrecherische Stunts in Form von (zum Beispiel) Wellenreiten oder Bergsteigen darstellen. Die Übergänge zwischen diesen set-pieces sind ziemlich peinlich geworden. Als Utah bei einem Surf-Versuch versagt, rettet ihn die Gang vor dem Ertrinken und bringt ihn auf ihr Boot. Dort wird er noch nach all den Jahren als ein berühmter Motocross-Fahrer erkannt, wobei den Bandenmitgliedern, zumindest an diesem Punkt, nicht bewusst wird, dass dieser nicht gerade unauffällige Surfertyp als Polizist ausgebildet wurde und nun problemlos das Boot des Bandenführers Bodhi (Édgar Ramírez) erkunden kann. Die übrigen Mitglieder der Bande, darunter Teresa Palmer als kurzes Love-Interest, registrieren dies beinahe gar nicht, sind vollkommen belanglos und nicht einmal intelligent genug, um Utahs Hintergrund zu überprüfen, bevor sie ihn in ihre Machenschaften einweihen.

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Hat sich nun jeder Blockbuster selbst zu ernst zu nehmen nur, weil das bei den Nolan-Batman-Filmen gut geklappt hat? Während Bigelows Film Action und Comedy geschickt ineinander verwebt, hat dieses „Remake“ überhaupt keine leichtherzige Seite anzubieten. Stattdessen sollen Bodhis überlange, langweilige Monologe darüber der Welt etwas zurück zu geben (fragt sich bloß was?!) ernsthaft vortäuschen, dass dieser Film überhaupt irgendetwas mit Sinn und Verstand zu tun hat. Selbst den Film nur wegen den Stunts allein anzuschauen ist ein zweckloses Unterfangen. Bei der Vermarktung von Point Break wurde ausdrücklich betont, dass die Stunts von tatsächlichen Stuntmen durchgeführt wurden, weswegen keine Spezialeffekte zum Einsatz kommen mussten. Doch angesichts dessen, dass die Stunts oftmals nichts mit den kriminellen Aktivitäten der Gang zu tun haben, so wie die Surf-, Segelfliegen- und Snowboard-Sequenzen, ist eine Stunt-Show zu beobachten, die vom Plot nicht weiter entfernt sein könnte. In ähnlicher Weise ist der scheinbare Realismus der Stunts purer Hokuspokus, da einige davon ungefähr so plausibel wie ein Looney-Tunes-Cartoon sind. Dazu zählen Berghänge, von einer Lawine verfolgt, hinunter zu donnern, auf dem Fahrrad bergab durch einen dichten Wald zu preschen und nur mit bloßen Händen bergzusteigen. Man möchte bald schon annehmen das FBI hätte seine Ausbildung wirklich ernsthaft intensiviert oder Utah hatte einfach zu viel Zeit, um mit den Avengers abzuhängen. Die einzigen guten Dinge, die man über diesen Stuss berichten kann, sind die kurzen Querverweise auf die Masken der Bankräuber des Originals und dass dieser langweilige Haufen Zelluloid unter die zwei Stunden-Marke fällt. Ein Schlag in die Magengrube der Fans des Originals, die dieser Katastrophe eventuell eine Chance gegeben haben könnten.

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Point Break BluRay

  • Darsteller: Edgar Ramirez, Luke Bracey, Teresa Palmer, Clemens Schick, Ray Winstone
  • Regisseur(e): Ericson Core
  • Format: Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (DTS-HD 7.1), Englisch (DTS-HD 7.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 – 2.40:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Concorde Video DVD
  • Produktionsjahr: 2015
  • Spieldauer: 114 Minuten

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Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Concorde Home Entertainment zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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