Schüsse peitschen durch die Nacht

Showdown at Abilene (aka Schüsse peitschen durch die Nacht) ist ein Universal Western von Charles Haas (Star in the Dust) aus dem Jahr 1956.

Jim Trask (Jock Mahoney) kehrt aus dem Krieg zurück und findet heraus dass seine damalige Geliebte Peggy (Martha Heyer) nun mit seinem Jugendfreund Dave Moseley (Lyle Begger) verheiratet ist. Der ist heute Großgrundbesitzer und streitet sich mit den Rinderleuten um die Nutzung der umliegenden Ländereien. Da kommt ihm Jim gerade recht. Er macht ihn zum Sheriff im Glauben, dadurch die Cowboys auf Distanz halten zu können. Doch Jim lässt sich nicht einlullen, schnell merkt er dass hier was im Argen ist….

Der Film ist bei weitem nicht die Cowboys gegen Großgrundbesitzer Saga wie Heaven’s Gate, das ist klar. Aber die Politik ist hier nicht nur angedeutet, sondern eben lediglich verpackt in ein persönliches Drama über Freundschaft und Ehre. Untermalt von dem gelungenen Soundtrack von Joseph Gershenson liefert der meist etwas hölzerne Jock Mahoney vielleicht eine seiner besten Leistungen. Das funktioniert deshalb weil der Film sehr gut geschrieben ist, voller präziser, bissiger und gut klingender Dialoge. Die Story ist interessant, spannend, auch brenzlig, und wird von einer Reihe guter Schauspieler gekonnt abgeliefert.

Die gute Kamera- und Lichtarbeit lässt den Film sehr wertig aussehen, auch wenn er kein besonders aufwendiger Actionfilm ist. Teilweise ist der allerdings auch recht brutal. Ich erkunde ja – wer das hier auf Nischenkino mitverfolgt – mittels der Klassiker Collection von Koch diese ganzen alten Studiowestern, und ich freue mich immer wenn ich auf einen Stoße der mich so fesselt dass ich nicht nebenher schon irgendwie Klamotten falte oder Texte zu schreiben beginne. Das hier ist wieder so einer, und ich kann ihn voll und ganz empfehlen. ein echt solider Western, solide Story, gute Darsteller, gut gemacht.

Die DVD bietet Deutsch und Englisch je als Dolby Digital 2.0 Monospur an. Der Film ist noch aus der Vollbild-Phase der Studiowestern, allerdings in Farbe. Das Bild der DVD ist nicht so prächtig. Es bietet wenig Schärfe und viel Schäden. Insgesamt ist das aber mehr als akzeptabel. Der Ton ist okay, das Rauschen ist allerdings recht deutlich. Als Extra gibt nur eine Bildergalerie.

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Die DVD wurde uns freundlicherweise von Koch Media zur Verfügung gestellt.

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Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info, TripleFeatureFoundation.org und FuriousCinema.com

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