Skin Trade

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Junge Mädchen, verschleppt oder mit falschen Versprechungen verführt und verkauft wie Vieh – das ist die Ware, die Viktor Dragovic zu Geld macht. Ihm selbst und seinen vier Söhnen ist dabei kaum beizukommen. Zu mächtig ist ihr Imperium. Einer, der trotzdem nicht aufgibt, ist NYC Detective Nick Cassidy. Als er bei einem Einsatz Dragovics Sohn tötet, trifft ihn die ganze Brutalität des Menschenhändlers. Seine Familie wird ausgelöscht, Cassidy selbst überlebt nur knapp. Danach überrollt der Mann, der jetzt nichts mehr zu verlieren hat, wie eine Feuerwalze Dragovics Organisation. Sein Rachefeldzug führt ihn bis nach Bangkok, wo er in Detective Tony Vitayakul einen Verbündeten findet. An der Grenze zu Kambodscha stellen sie Dragovic… (Ascot Elite)

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Skin Trade ist ein actiongeladener Film, in dem Detektiv Nick Cassidy (Dolph Lundgren) Rache an einem osteuropäischen Menschenhändler-Ring nehmen will. Die Geschichte führt ihn bis nach Ostasien, wo er sich (nach anfänglichem Misstrauen beiderseits) mit einem anderen Detektiv (Tony Jaa) verbündet, um die Verbrecher jagen und bekämpfen zu können. Zur gleichen Zeit wird Nick ein Mord in die Schuhe geschoben. Spielt da etwa jemand falsch!? Dolph und Tony raufen sich zusammen, machen den Verräter ausfindig und rechnen selbstverständlich mit den Bösewichten ab.

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Während dieser Film alles hat, was man von einem Actionfilm mit relativ niedrigem Budget featuring Dolph Lundgren erwartet, wie wilde Schießereien, ausgedehnte Nahkampfsequenzen und krachende Explosionen, scheint er etwas besser als die übliche Lundgren Kost zu sein und  versucht tatsächlich ein echtes, ernstes Problem anzugehen, nämlich das des Menschenhandels, von dem jährlich Millionen von Frauen und Kinder betroffen sind. Allerdings weisen neben dem Plot auch die Schauspielerei und der Soundtrack Defizite auf. Letzterer erinnert zuweilen an die Musik eines schlechten TV-Films, das Schaupiel beziehungsweise die Darstellung reicht von akzeptabel bis mittelmäßig und in der Geschichte wimmelt es nur so von Unplausibilitäten. Besonders wo Lundgren eine Bar voll von Verbrechern auseinander nimmt, nachdem er aus dem Krankenhaus abgehauen ist, wo er für mindestens zwei Schüsse in den Rücken behandelt wurde. Danach macht sich Nick dann auf nach Bangkok, so als wäre er niemals gefährlich verletzt worden. Leider ist auch die Schauspielerei bei Lundgren (sehr hölzern) am problematischsten einzustufen, während Tony Jaa stark am Chargieren ist. Angesichts der Tatsache, dass sie die beiden Hauptakteure sind nicht gerade ein Plus für den Film. Der Rest der Besetzung spielt auch zumeist eindimensional. Peter Weller und Michael Jai White werden weitesgehend verschenkt.

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Auf der positiven Seite sind die Kampf- und Stuntszenen der Protagonisten und ihren Feinden zu verzeichnen. Diese sind ordentlich aber zu Zeiten auch fragwürdig in ihren Auswirkungen gestaltet worden. Bleibt festzuhalten, dass sich Lundgren mit seinen circa 60 Jahren lieber nicht in die Rolle eines 40 jährigen hätte reinschreiben sollen; Jai White wieder einmal (beinahe) vollkommen verschwendet wird; das Skript und die Regie relativ schwach sind und selbst die Actionszenen, hauptsächlich wenn Lundgren involviert ist, leichte Unzulänglichkeiten aufweisen. Auf technischem Gebiet bewegt sich die BluRay auf hohem Niveau.

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Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Ascot Elite zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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