So Deadly, So Perverse Vol. 1: 50 Years of Italian Giallo Films 1963-1973

Beginnend mit der Veröffentlichung von Mario Bavas La ragazza che sapeva troppo in 1963, entwickelten und perfektionierten italienische Filmemacher ihre eigene Marke des Mystery-Thrillers, den sogenannten Giallo. Die Bezeichnung fand ihren Ursprung in den gelben (gelb = giallo) Umschlägen der von Mondatori veröffentlichten Thrillern, die voller fetischistischer Metaphorik waren. Diese Filme, die durch die Werke des Drehbuchautoren und Regisseurs Dario Argento (Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe, Deep Red) Popularität erlangten, legen ihren Fokus auf stilisierte Bilder von grässlich gewaltsamen Todesfällen: in Schwarz gekleidete Mörder, die glamourös aussehende Opfer durch barocke Architektur verfolgen und dabei die Wände buchstäblich rot mit Blut streichen. Dies stellt jedoch nur einen Aspekt des filone dar. Mit ihren groovigen Soundtracks von legendären Komponisten wie Ennio Morricone, Bruno Nicolai und Stelvio Capriani sowie attraktiven Frauen in Not wie Edwige Fenech, Rosalba Neri oder Asia Argento bieten diese Filme eine berauschende Mischung aus Sex, Horror und Spannung. Im besten Fall übertragen sie ihre Exzesse auf eine hypnotische Ebene.

Troy Howarth, der Autor von The Haunted World Of Mario Bava und Splintered Visions – Lucio Fulci and His Films, untersucht das Genre von seinen Ursprüngen bis zu seinem unvermeidlichen Niedergang. So Deadly, So Perverse hält eine eingehende Erforschung eines Genres bereit, das in anderen Studien zum Horrorfilm und Thriller zu oft an den Rand gedrängt wurde. Das Angebot reicht von beliebten Fanfavoriten wie Mario Bava, Lucio Fulci und Dario Argento über weniger bekannte Regisseure wie Cesare Canevari, Massimo Dallamano und Poalo Cavara bis hin zu den schlechtesten der Schlechten und somit am wenigsten inspirierten Filmemachern. Diese zweiteilige Studie über den Giallo, deren zweiter Band (ab 1974) später im Jahr erscheint, enthält nicht nur Rezensionen zu jedem Giallo aus den Jahren 1963 bis 2013, sondern auch reichlich illustrierte, seltene sowie farbenfrohe Bilder und Plakatkunst.

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Sprache: Englisch
Verlag: Midnight Marquee Press, Inc. (2015)
ASIN: B013F56DB6

Taschenbuch mit 234 Seiten

Dieses Exemplar sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Troy Howarth zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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