Survivor

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Kate Abbott, Top-Agentin der Homeland Security, ist in der US-Botschaft in London stationiert. Dort soll sie Terroristen, die versuchen unerkannt in die USA einzureisen, aufspüren. Als ein maltesischer Staatsbürger beim Versuch mit gefälschten Papieren einzureisen ums Leben kommt, schöpft Kate Verdacht. Nachforschungen bringen sie auf die Spur von vier Wissenschaftlern, alle auf explosive Chemikalien spezialisiert, die bereits Visa für die Einreise in die USA beantragt haben. Doch bevor Kate ihre Ermittlungsergebnisse den Behörden mitteilen kann, kommt es zu einem Bombenattentat, dem alle ihre Kollegen zum Opfer fallen. Kates Welt steht Kopf: Als einzige Überlebende wird sie nämlich von den Behörden für den Anschlag verantwortlich gemacht und ist nun selbst zum Abschuss freigeben. Außerdem ist ihr der mysteriöse Auftragskiller „The Watchmaker“ auf den Fersen. Auf der Flucht vor ihren neuen Feinden folgt Kate den Spuren der Terroristen nach New York. Ein Wettlauf gegen die Zeit und um ihr Leben beginnt, als Kate das Ziel für den geplanten Anschlag herausfindet: die Neujahrsfeier auf dem Times Square … (Universum Film)

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Niemand hat je behauptet ein Film müsse Nolan-mäßig kryptisch sein, um geschätzt zu werden. Doch das bedeutet nicht, dass es einschneidende Fehler in der Logik geben sollte. Im Zuge der zunehmenden Terroranschläge auf der ganzen Welt hat Survivor das Timing auf seiner Seite, jedoch herzlich wenig zu bieten, wenn man den Streifen als straight-up Action-Thriller ansieht. Ein Großteil der Mängel begründet sich in der stark unzusammenhängenden Geschichte. Service Officer Kate Abbott (Mila Jovovich) ist in der amerikanischen Botschaft in London neu stationiert. Abbott hat ein beeindruckendes Resümee aber trotz ihrer enormen Erfahrung im Profiling von Terrorverdächtigen kann sie ihre Chefin und Botschafterin Großbritanniens (Angela Bassett) nicht überzeugen, dass bestimmte Visumantragsteller für die Vereinigten Staaten teuflische Motive haben. Einer dieser Antragsteller ist ein rumänischer Arzt, der den Auftragskiller The Watchmaker (Pierce Brosnan) beauftragt Abbott zu beseitigen. Sein Plan ist es ein Restaurant in die Luft zu jagen, in dem seine Zielperson zu essen pflegt. Natürlich überlebt Abbott, doch nur wenige Minuten später wird über Social Media verbreitet sie habe einen Botschaftsangehörigen getötet. Dies ist der erste von mehreren lächerlichen Momenten, die einen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lassen. Vom Regen in die Traufe kommend wird Abbott nun von den britischen Behörden, den amerikanischen Behörden und dem Uhrmacher gesucht, während sie im Alleingang versucht einen massiven Terroranschlag auf amerikanischem Boden zu vereiteln.

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Bis dahin sollte man bereits eine Reihe von Ungereimtheiten in Survivor bemerkt haben, die nicht nur unlogisch, sondern auch absurd sind. Warum sollte ein professioneller Auftragsmörder ein ganzes Restaurant in die Luft sprengen, nur um eine unbewaffnete Büroangestellte ohne „Felderfahrung“ um die Ecke zu bringen? Mit CCTV-Schutz all über London sollte die US-Botschaft eine ihrer eigenen Leute, ohne die kleinste Spur eines Beweises in die Sache verwickelt zu sein, verfolgen? Als Botschaftsangestellte mit diplomatischer Immunität muss sich Abbott verstecken? Auch wenn es vertretbare Theorien auf diese Fragen geben sollte, kann einen nichts für die lächerliche Art, wie die ganze Geschichte angelegt ist, rüsten. Das Tempo ist ein noch größeres Problem, für das sich James McTeigue (V wie Vendetta) verantwortlich zeichnet. Abgesehen von Abbotts unglaubwürdigen Fluchtversuchen jedes Mal, wenn der Uhrmacher zuschlägt, besteht der Rest von Survivor aus Zeit füllender „Entenjagd“, die nur dazu da ist den Plot von einem Punkt zum nächsten zu führen. Zu allem Überfluss verwandelt sich Brosnans Bösewicht auch noch von einem brutalen in einen ungeschickten Killer, was in direktem Bezug zum Titel steht. Bestimmte Erwartungen werden durch maue Regie, schlechtes Drehbuch und hölzerne Schauspielerei arg enttäuscht. Im besten Fall ist Survivor ein Film mit einem Haufen von mehr oder weniger „talentierten“ Schauspielern, die darum kämpfen eine ehrenvolle Hommage an die Strafverfolgungsbehörden zu bringen, die seit 9/11 Terroranschläge verhindern. Obwohl diese Botschaft lobenswert ist, Survivor ist es nicht und jeder, der sich diesen Film ansieht, wird nicht merken wofür dieser überhaupt steht.

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Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Universum Film zur Verfügung gestellt.

 

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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