Taxi nach Tobruk

Taxi nach Tobruk

Un Taxi pour Tobrouk (Taxi nach Tobruk) ist ein französisches Kriegsfilm-Abenteuer von 1961.

Während des Zweiten Weltkriegs in Nordafrika. Theo Dumas (Lino Ventura), im Leben vor dem Krieg Boxchampion, ist einer von einer Handvoll Kommandos die im Vorfeld einer großen alliierten Offensive hinter feindlichen Linien agieren. Bei einem Einsatz verlieren sie erst ihren Anführer und dann den Geländewagen. Zu Fuß durch die Wüste stoßen Sie auf eine Gruppe Wehrmachtssoldaten, die sie überfallen – der Kapitän von Stegel (Hardy Krüger) wird von den Franzosen gefangengenommen. Gemeinsam machen sie sich, knapp an Wasser, auf den Weg nach Tobruk, da sie im Radio hören die Stadt sei schon in alliierten Händen. Während der beschwerlichen Reise durch sandige Dünen, Minenfelder und feindliches Gebiet wechselt das „Taxi“, der Geländewagen der Deutschen, ebenfalls mehrfach die Seite, und die Männer kommen sich näher….

Taxi nach Tobruk

Was Taxi nach Tobruk interessant macht ist der frühe Hüpf in die Scheissekiste dieses Trupps. Unter den „Men on a Mission“ Filmen gibt es ja oft recht ausgeklügelte Missionen, doch hier ist die Mission am Anfang schon rum und der Rest des Films ist ein Drama darüber wie der Rest des Trupps es wieder nach Hause schaffen könnte. Es ist also genau genommen gar kein „Men on a mission“ Film, denn die Mission ist rüber. Damit gibt es neben dem Überleben auch nicht mehr so viel an Pflichtbewusstsein das die Mannen zusammenschweißt, die Umstände sind ganz anders.

Und dann gibt es zur Mitte des Films hin einen Schwenk, oder Schwenker, im Freund-Feind bzw. Helfer-Bekämpfer Verhältnis. Einerseits ist das eine Lernerfahrung die die Leute durchmachen, andererseits ist es auch den Umständen geschuldet in der Wüste, wer sich letztlich auf wen und warum verlassen kann. Ein höchst interessantes Zusammenspiel vor allem zwischen den von den beiden Hauptdarstellern gespielten Charaktere.

Taxi nach Tobruk

Taxi nach Tobruk ist gut gespielt und bietet vor allem gut geschriebene Dialoge, aber er ist insgesamt nicht arg spannend und wenn man einmal so ein Meisterwerk wie Ice Cold in Alex gesehen hat, oder den unterhaltsamen und actionreichen Tobruk, dann haut einen das hier einfach nicht um. Es ist trotzdem ein sehenswerter Klassiker und man braucht dafür nicht Verehrer von Krueger oder Ventura sein. Der Film ist subtil, die Charaktere nicht so plastisch wie sonst, die Spannung passabel.

Taxi nach Tobruk

Das Budget muss niedrig gewesen sein, vor allem die Panzer sehen wirklich aus wie Planierraupen mit Pappaufsatz, auch sonst ist der Film sehr minimalistisch, und das meine ich jetzt nicht künsterisch sondern schon auch in Sachen Ausstattung und Co. Rregie führte Denys de La Patellière (Why Paris?) und ja übrigens, es taucht auch Fernando Sancho auf, als deutscher Offizier, ich dachte ich trau meinen Augen nicht! Also ja unterm Strich ein sehr guter Film, aber hat mich nicht so vom Hocker gehauen wie ähnliche Einträge des Genres.

Taxi nach Tobruk

Die BluRay von Explosive Media bietet gutes Bild mit guten Kontrasten und Schärfen, auch wenn der Rauschfilter teils arg werkelt und man manchmal dann Muster stehen sieht und das auch Details kostet. Insgesamt aber mehr als OK. In Sachen Tonspuren gibt es die deutsche Synchronfassung und die französische Originaltonspur (in der dann teilweise auch Deutsch und Englisch gesprochen wird, mit der habe ich mir den Film natürlich angesehen), und die klingt recht gut. Es gibt deutsche oder englische Untertitel zur Auswahl. Letztere habe ich hier mal genutzt, die sind recht gut übersetzt (soweit meine Französischkenntnisse dieses Urteil zulassen), wenn auch nicht immer astrein. Es gibt als Dreingaben nur den Kinotrailer und eine Bildergalerie.

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Die BluRay wurde uns zur Verfügung gestellt.

Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info und FuriousCinema.com

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