The Gunman

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Jahre nach seinem letzten Einsatz wird der Ex-Söldner Jim Terrier (Sean Penn) von seiner Vergangenheit eingeholt: Getarnt als NGO-Mitarbeiter hatte Terrier vor Jahren im Auftrag eines Wirtschaftskonzerns einen tödlichen Anschlag auf einen hochrangigen Minister im Kongo ausgeführt. Doch jetzt gerät er selbst ins Visier seines ehemaligen Auftraggebers und eine tödliche Verfolgungsjagd von Afrika über London quer durch Europa beginnt. Und so muss Terrier nicht nur um sein eigenes Leben kämpfen, sondern auch um die Frau, die er liebt…

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Eines gleich vorweg: The Gunman ist ein sehr mittelmäßiger Film mit einer tollen Besetzung aber eher durchschnittlichen Story. Das große Problem des Films ist, dass hier nichts unternommen wird, um ihn in irgendeiner Weise speziell zu machen. Die Art und Weise, wie sich die Charaktere und die Handlung zusammensetzen ist einfach zu typisch für einen Action-Film, zu schablonenhaft, weswegen er wirklich nichts bieten kann, was ihn von anderen Filmen dieses Genres abgrenzt. Es scheint viel mehr so, als wollte man die aktuellen Werke von Liam Neeson kopieren. Die Besetzung ist ohne Frage stellar mit Sean Penn in seiner ersten Hauptrolle seit seiner Oscar-prämierten Leistung in Milk. Er investiert einiges in seine Figur des Ex-Söldners Jim Terrier und spielt in großer Form auf. Javier Bardem dagegen enttäuscht weitestgehend, da er in den meisten seiner Szenen überagiert und seinem Charakter damit jegliche Glaubwürdigkeit beziehungsweise Überzeugungskraft raubt. Jasmine Trinca und Idris Elba machen ihre Sache soweit recht gut, doch die hervorragende Schauspielerriege reicht bei Weitem nicht aus, um die formelhafte und vorhersehbare Handlung in eine Richtung zu lenken, die das Publikum fesseln kann.

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The Gunman versucht verzweifelt ein neues Franchise ins Leben zu rufen, man hat ständig das Gefühl, dass es hier nicht unbedingt darum geht eine gute Geschichte in zwei Stunden zu erzählen, sondern den Film für eventuelle Fortsetzungen vorzubereiten. Sean Penns Karriere soll offensichtlich wiederbelebt werden, indem man ihn ein einen alternden Action-Star ala Liam Neeson in Taken verwandeln möchte. Es kann einen schon traurig stimmen zu sehen wie jemand, der uns herausragende Leistungen in Mystic River und Carlitos Way beschert hat, den Versuch unternimmt seine Karriere mit einem über weite Strecken eher langweiligen Action-Film, den er auch mitgeschrieben und mitproduziert hat, wiederzubeleben. Wie schon erwähnt spielt Penn dennoch überzeugend und lässt sich auch in den Action-Szenen nicht lumpen. Bei aller Kritik ist The Gunman sicherlich kein schlechter Film, doch er ist einfach zu vorhersehbar und formelhaft, um sich aus der mittelmäßigen Masse des zeitgenössischen Action-Films hervorzuheben.

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Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von StudioCanal zur Verfügung gestellt.

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Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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