The Lost World – Versunkene Welt

The Lost World (1960) ist ein Cinemascope Abenteuerfilm von Irwin Allen (Flammendes Inferno) und Charles Bennett (Casino Royale). Der Film basiert auf einer Vorlage des Sherlock Holmes Erfinders Arthur Conan Doyle.

Professor Challenger (Claude Rains) kehrt nach einer Expedition nach England zurück und verkündet, im Dschungel Südamerikas Dinosaurier gesehen zu haben. Natürlich hat er keine Beweise, seine Ausrüstung ging wohl verloren. Er wird verspottet, aber als er die Fachkollegen auffordert, doch mit ihm eine zweite Expedition zu starten, schließen sich einige an. Finanziert vom Inhaber einer großen Tageszeitung bricht der Professor zusammen mit dem Abenteurer Roxton (Michael Rennie), einem Reporter, einem Heli-Piloten, sowie Jill (Jennifer Holmes), die Tochter des Financiers und ihrem Bruder, und dem Vorsitzenden der Forschungsgesellschaft Prof. Summerlee (Richard Haydn) auf in den Amazonas. Sie lassen sich auf einer Hochebene absetzen, und finden sich fortan in einem feindseligen Dschungel wieder, in dem es tatsächlich alte Riesenechsen zu geben scheint, aber auch einen seltsamen Stamm Eingeborener…..

The Lost World - Versunkene Welt

Man muss ja sagen, wie die Dino-Effekte gefilmt wurden ist halbwegs genial. Man könnte vermuten man haben seltsame Flügel und Hörner auf sedierte Krokodile und Eidechsen geklebt und diese dann in Nahaufnahme gefilmt. Es sieht jedenfalls super aus, und besser als vieles was man damals so einsetzte um Tiere und Monster darzustellen. Der Nachteil ist halt, dass es keine echten Dinos sind, also kein T-Rex oder sonstiges. Der Film bleibt deshalb aus heutiger Perspektive ziemlich lächerlich, und der zahme Dschungel mit seinen bunten Blumen wirkt auch nicht sonderlich bedrohlich. Aber es ist eben eine sehr naive Abenteuerfantasie von damals, irgendwie auch schön und spaßig.

The Lost World - Versunkene Welt

Irwin Allen zeigt, dass er solide Abenteuerunterhaltung kann, und  dieser altmodische Fantasyfilm ist mit Sicherheit ein sehr herausragendes Werk in seinem Kanon, auch wenn das wie gesagt aus heutiger Perspektive nicht mehr viel kann. Wie die wenigen Extras der BluRay zeigen, war der Film damals ein wahres Ereignis. Gleichsam zeigt der Film heute auf eindrucksvolle Weise, wie schlecht manche Filme altern, denn das Verständnis dessen was wir für aufregend halten, hat sich sehr stark geändert. Der Film kann aber nach wie vor durch eine drollige Naivität punkten, ein paar schönen Aufnahmen und einer Art Indiana Jones Artigen Erzählweise.

The Lost World - Versunkene Welt

Die BluRay bietet den Originalton als Stereo-Spur und auch (sieht man gar nicht sehr oft) als 3.1 Spur (also dedizierter Center, Tiefton plus Stereo). Deutsche Synchronfassung nur mono (nicht getestet). Der Ton ist dabei sehr gut, und braucht sich für sein Alter nicht verstecken. Die getestete 3.1 Spur ist dabei erstaunlich frei von Rauschen oder Zischen. Sehr gut gelungen. Die Bildqualität ist ähnlich gut, zwar teilweise verblasst und nicht frei von Schmutz, aber insgesamt zufriedenstellen für einen Film von 1960. Es gibt eine Reihe Extras, dazu gehören die Featurette „Footprints on the Sands of Time“ (3min, ein TV Feature von damals über Paläontologie und Ausgrabungen), Ausschnitte von der Filmpremiere (1min), der Deutsche Trailer und der von der deutschen Wiederaufführung (unter dem Titel „Urupara“), sowie der US Kinotrailer und eine Bildergalerie.

The Lost World - Versunkene Welt

Das besondere an dieser Edition ist die DVD-Beilage des 1925 Films „Die Verlorene Welt“, die erste Originalverfilmung des Materials (lag mir zur Besprechung nicht vor). Also ein ordentliches Double Feature Paket für Filmhistoriker die gerne einen verregneten Sonntag Nachmittag mit Dinos verbringen wollen. Daumen hoch!

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Versunkene Welt - The Lost World

Die BluRay wurde uns freundlicherweise von Koch Media zur Verfügung gestellt.

Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info und FuriousCinema.com

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