Vom Teufel verführt

Vom Teufel verführt

The Rawhide Years (Vom Teufel verführt) ist ein Western von Rudolph Maté aus dem Jahr 1956 mit Tony Curtis und Arthur Kennedy in den Hauptrollen.

Der gelegentliche Spieler Ben Matthews (Tony Curtis) nimmt gelegentlich Anfänger im Casino auf dem Flussdampfer aus. Sein großer etwas naiver Traum ist es, mit Zoe (Colleen Miller) irgenwo zur Ruhe zu setzen. Als er sich aus dem Schatten seines ruchlosen Lehrvaters löst und Skrupel bekommt, ist er auf sich allein gestellt. Während er schon auch mal dem Marshal helfen würde, gerät er ungünstigerweise in eine Situation bei der er nach dem Überfall auf das Casino selbst unter Morderverdacht steht – und flüchten muss. Mit seinem neuen Kumpel Rick Harper (Arthur Kennedy) an der Seite muss er beide Seiten des Gesetzes gegeneinander ausspielen um seinen Namen rein zu waschen. Nach Jahren der Rastlosigkeit kehrt er zurück um Zoe aufzusuchen…. und wird es mit dem eigentlichen Strippenzieher Andre Boucher (Peter van Eyck) aufnehmen müssen….

Vom Teufel verführt

The Rawhide Years als vergessenswert zu beschreiben ist sicherlich zu dreist, aber er ist maximal kurzweilig, holprig geschrieben und steht sich ständig selbst im Weg. Was anfangs ein wenig nach Maverick (der TV Serie mit James Garner, die später als Film mit Mel Gibson erneut auflebte) anmutet, wird eine etwas ziellose Klamotte, ständig zwischen Drama, Action und Comedy schwankend. Etwas Straffung und Fokus hätte dem Film gut getan, der sicherlich ambitioniert ist aber letztlich nicht so ganz weiß was ihm am wichtigsten ist bzw. war.

Vom Teufel verführt

Der altgediente Regisseur Maté (The 300 Spartans, The Deep Six) sagt heute auch den wenigsten etwas, das liegt durchaus daran dass sein Name quasi mit keinem wirklich herausragenden Film assoziiert wird, außerhalb der Expertengemeinde jedenfalls. Seine Arbeit ist handwerklich solide – hier denke ich ist es eher das Drehbuch, das ihm eine unausgegorene Geschichte vorgab. Da kann Curtis noch so gut spielen, und die vielen guten Nebendarsteller tun auch ihre Arbeit, der Film mochte mich einfach nicht wirklich packen, und wenn das „The End“ auf dem Bildschirm prangt ist man auch einigermaßen froh dass es rum ist, auch wenn das echt schade ist.

Vom Teufel verführt

Wo der Film punktet ist in seiner Vielfalt, sowohl bei den Locations – mal auf dem Mississippi-Dampfer, mal in den Bergen von Lone Pine, als auch in der Handlung, mal Poker-Games, mal wilde Schießereien, mal Slapstick-Momente. Der Film geizt nicht an Schauwerten, und wie gesagt, handwerklich kann man hier auch keine großen Vorwürfe machen. Ich würde sagen der Film ist eher was für Komplettisten und echte Fans, aber kein herausragender Western den man gesehen haben sollte.

Vom Teufel verführt

Die BluRay von Explosive Media bietet erstaunlich gute Bildqualität, jedenfalls war ich sehr positiv überrascht. Zwar gibt das Material nicht konstant gute Optik her, so ist es doch weitgehend und vor allem in den relevanten Nahaufnahmen und Dialogszenen, ein sehr sauber restauriertes und scharfes Bild. Der Ton ist total solide und die Dialogverständlichkeit gut, die Spur ist sogar einigermaßen pegelfest, das klingt insgesamt total gut. Es gibt auch eine deutsche Synchronfassung (nicht getestet). Untertitel gibt es wie gehabt auf Deutsch und Englisch. Hier finde ich setzt Explosive Media einen Standard der bei anderen leider immer noch nicht üblich ist. Extras gibt es nicht wirklich außer dem Trailer une einer Bildergalerie.

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Vom Teufel Verführt
Die BluRay wurde uns zur Verfügung gestellt.

Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info und FuriousCinema.com

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