Wedlock

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Wedlock ist ein US-amerikanischer Sci-Fi TV-Film vvon Lewis Teague (Navy Seals, Cujo, Alligator) aus dem Hause HBO. In den Hauptrollen sind Rutger Hauer (Die Brut des Adlers), Joan Chen (Marco Polo), James Remar (Born Bad) und Mimi Rogers (Ginger Snaps) zu sehen.

Diamentenräuber Frank Warren (Rutger Hauer) zieht mit Noelle (Joan Chen) und Sam (James Remar) ein Ding durch, doch bei der Flucht geht einiges schief und sie müssen fliehen. Am geheimen Treffpunkt angelangt legen seine Partner Frank aufs Kreuz, doch die geraubten Diamanten konnte er vorher verstecken. Er landet im kommerziellen Knast „Camp Holliday“, bei dem jeweils zwei Insassen – ohne dass diese von der Paarung wissen – per Funkt-Halsband verbunden sind. Entfernen sie sich zu weit auseinander, sprengt das Halsband beiden Insassen den Kopf ab. Er freundet sich mit Tracy (Mimi Rogers) an, und schmiedet Ausbruchspläne. Das passt dem Gefängnisdirektor Warden Holiday (Stephen Tobolowsky) eigentlich ganz gut, denn auch er will wissen, wo die Diamanten versteckt sind….

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Die Science-Fiction Komponente des Films ist anfangs etwas unklar, außer dass viel Neon zu sehen ist und die Polizei modern anmutendes Gerät hat, ansonsten ist es her die Architektur die ein paar Jahre in der Zukunft suggeriert – und dann natürlich das Gefängnis (in dem kurz mal Danny Trejo ein Cameo hat). Teague, der den Film direkt nach Navy Seals (den ich sehr mag und erst kuerzlich gesehen habe, aber der natuerlich auch eher quatsch ist) drehte, schwebte eher eine Komödie vor, dem Sender eher eine Romanze (siehe BluRay Extras). Das Ergebnis ist entsprechend unausgewogen, der Sci-Fic und Action Aspekt wirkt wie ein Fremdkörper.

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Nun hat der Film gewisse Ähnlichkeiten mit Scanners und anderen Filmen aus den späten 80ern und frühen 80ern die Überwachung und futuristische Gefängnisse zum Thema haben, wie Flucht aus Absolom beispielsweise. Wedlock allerdings spielt seine Sci-Fi Karte nicht aus und nutzt diese maximal als Hintergrund für eine etwas albernes Katz-und-Maus Spiel, das alles in allem bis auf wenige Momente sehr familienfreundlich bleibt und für Sci-Fi und Dystopie-Interessierte völlig banal wirkt.

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Mit 102 Minugen Laufzeit wirkt der Film dann eigentlich langweilig ohne Ende, da belanglos, wenig Action, wenig Thrill, schlechte Schauspielleistung, dümmliche Musik, und insgesamt eher billige Prodution und Look. Kurzum, Wedlock ist kein herausragender Film, und ich möchte hoffen dass ihn auch damals niemand als solchen betrachtet hatte. Warum er jetzt ein Steelbook braucht ist mir eher schleierhaft. Manchmal gilt eben doch das Mantra: je exotischer die Aufmachung desto Vorsicht.

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Die BluRay von Koch Films bietet passables Bild mit guten Fargen und Kontrasten und sehr guter Textur, aber Mangel bei Details und Auflösung. Es ist maximal eine 2K Abtastung, und bei TV Produktionen muss man eh froh sein dass es gutes Negativmaterial gab.

Der Ton liegt auf Englisch (getestet) und Deutsch je als Stereospur vor und kling ziemlich gut, da gibts wenig zu meckern. Untertitel sind Deutsch oder Englisch mit an Bord.

Es gibt nicht sehr viele Extras. Da ist einmal ein Interview mit Lewis Teague (14min), ein ganz interessantes making-of interview, aber letztlich als einziges Extra dann unterm Strich etwas dünn. Ansonsten sind noch Trailer und Bilder dabei, wie so oft.

Wedlock ist derzeit nicht bei Amazon erhältlich, sondern nur im Koch Films Shop zu finden.

Die BluRay wurde uns von Koch Films bereitgestellt.

Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info und FuriousCinema.com

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