Magic City

Magic City ist eine – leider nur kurzlebige – Krimiserie von Mitch Glazer (Passion Play) die 2012/13 ganze zwei Staffeln (je acht Folgen) lang bei Starz lief. Eingeläutet von einer weniger bekannten Titelmelodie von Henry Mancini (Pink Panther), stimmt einen die Serie in das Miami der 50er ein, in der sich Hotelmogul Ike Evans (Jeffrey Dean Morgan) gegen die Mafia durchzusetzen hat, ohne die er sein Hotel Miramar Playa nicht retten kann. Blöderweise hat er sich finanziell an den „Butcher“ Ben Diamond (Danny Houston) gebunden, ein sadistischer Ganove, dessen Frau Lily (Jessica Marais) mehr Gefangene als Gemahlin ist. Während Ike sich versucht aus den Fängen des Butches zu winden, unter anderem indem er seine Ex-Frau Meg (Kelly Lynch) zögerlich an Bord holt, soll sein jüngerer Sohn Stevie (Steven Strait) langsam mehr Verantwortung übernehmen. Blöd nur dass der eine Affaire mit Lily anfängt, während sein älterer Sohn Danny beim Bezirksstaatsanwalt ein Praktikum beginnt. Irgendwie kommt Ike also nicht so recht voran, da hilft auch sein alter Vater wenig (James Caan) oder die hübsche Judi Silver (Elena Satine), sowie seine herzensgute Frau Vera (Olga Kurylenko), ehemaliges Showgirl, die eigentlich wieder tanzen will.

Viele spannende Charaktere, schöne Aufnahmen, ein stimmiges Script, viel erwachsene Materie (Gewalt, Alkohol, Frauen, Mafia, etc.) und ein guter Soundtrack. Irgendwie schade dass es die Serie nicht weiter gebracht hat. Es war eine Serie die ein wenig an Scorseses Casino erinnerte, schön den Zahn der Zeit traf und mit spannenden Entwicklungen den Zuschauer bei der Stange hielt. Vielleicht ist ja der Ursprung im Sender Starz das Problem, irgendwie hat es der Kanal nicht geschafft, seine Produktionen gut zum Erfolg zu bringen. Jedenfalls war ich begeistert, bin total eingesunken, und hätte mich gefreut wenn es weiter gegangen wäre. So bleibt nur, das ganze als abgeschlossene Geschichte zu betrachten und zu akzeptieren. Schade eigentlich, denn Ike und Co waren mir ans Herz gewachsen.

Schade ist außerdem, dass in Deutschland noch keine BluRay der Serie erschienen ist. Ob das je der Fall sein wird ist zudem fraglich. Die Serie ist zu unbekannt, und man schein hier wohl zu Anfang an gespart zu haben. Man kann also die US BluRay importieren oder zu den DVDs greifen, auch irgendwie doof aber sonst bleibt nicht mehr viel. Die Serie hat optisch sehr viel zu bieten, das macht eigentlich nur in HD Sinn. Kaufoptionen bei Amazon.de

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Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info, TripleFeatureFoundation.org und FuriousCinema.com

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