American Ultra

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Mike lebt mit seiner Freundin Phoebe in einer US-Kleinstadt. Aber seine verschlafene Welt wird mit einem Schlag zerstört nachdem er unerwartet herausfindet, dass er in Wahrheit ein CIA Schläfer-Agent mit tödlichen Kampfskills ist. Nicht nur das: Er ist auch das Ziel eines von der Regierung beauftragten Scharfschützen. Mike – eigentlich der ultimative Slacker und ein eher ungeeigneter Anwärter für einen Superhelden – verwandelt sich in eine Ultra-Kampfmaschine, denn Phoebe und er müssen um ihr Leben kämpfen … (Concorde Home Entertainment)

American Ultra

Die Spezialität von Drehbuchautor Max Landis scheint zu sein etablierte Formeln zu nehmen, ihnen eine ungewöhnliche Wendung zu verpassen und eine Perspektive zu geben, die man niemals in Betracht gezogen hätte. Diese Strategie kann entweder gut funktionieren (Chronicle – Wozu bist Du fähig?, 2012) oder nicht (Victor Frankenstein – Genie und Wahnsinn, 2015). Im Falle von American Ultra handelt es sich um eine eher unausgewogene Angelegenheit, weil die instabile Kombination aus Action und „Stoner“ Komödie auf der einen Seite einige gut umgesetzte Schwankungen von Ton und leichte, emotionale Momente bietet; auf der anderen Seite kann die ungewöhnliche Mischung von Genres nicht die Tatsache assimilieren, dass man effektiv eine Reihe von Klischees präsentiert bekommt, die vage in eine mittelmäßige Geschichte integriert sind, deren Ideen neu erscheinen, obwohl ihre Struktur abgestanden und berechenbar ist.

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Jesse Eisenberg bringt eine kompetente Leistung als „Verlierer“, aus dem ein unbesiegbarer Geheimagent mit Amnesie wird. Seine gute Vorstellung wird von Topher Grace (Die wilden Siebziger) als arroganter Bürokrat, der nicht vor dem Missbrauch seiner Regierungsgewalt zurückschreckt; Connie Britton (American Horror-Story) als gütiges Gesicht der Wissenschaft; Walton Goggins (The H8ful Eight) als der obligatorische Maniac aus dem gleichen geheimen Regierungsprogramm wie die Hauptfigur und Kristen Stewart (Anesthesia) als die apathische Freundin ergänzt. Klingt dies alles ziemlich vertraut, so liegt es darin begründet, dass Landis nicht versucht die Quellen der Inspiration seiner Geschichten zu verschleiern, indem er Referenzen und Witze als Tribut an seine Vorgänger einbaut (z.B. wird hier die Stadt Liman genannt, genau wie Doug Liman, der Regisseur von Die Bourne Identität).

American Ultra

Wie schon erwähnt, die Einflüsse zu akzeptieren bedeutet nicht die schamlosen Plagiate zu entschuldigen und als eine Konsequenz daraus werden die wenigen Überraschungen in American Ultra von dem ständigen Gefühl überschattet man hätte dies alles bereits gesehen … und das nicht nur einmal, sondern einige Male. Insgesamt ist American Ultra allerdings trotzdem zu empfehlen, da die schauspielerischen Leistungen gewürdigt werden müssen, genauso wie die generell satirische Ausrichtung der Erzählung und die durchaus explizite Darstellung von Gewalt. Langweilig wird es jedenfalls nicht. Im schlimmsten Falle kann man American Ultra als extra-offizielle Fortsetzung von Adventureland (2009) ansehen, in dem Eisenberg und Stewart schon gemeinsam spielten und auch dort zum Ziel der CIA wurden. Vielleicht hätten sie im Freizeitpark bleiben sollen!?

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American Ultra BluRay

  • Darsteller: Connie Britton, Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, Walton Goggins, John Leguizamo
  • Regisseur(e): Nima Nourizadeh
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Concorde Video
  • Spieldauer: 96 Minuten

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Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Concorde Video zur Verfügung gestellt.

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Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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