Die Vorsehung – Solace

Die Vorsehung - Solace

Eine Serie von bizarren Morden hält FBI-Agent Joe Merriwether und seine ambitionierte Partnerin Katherine Cowles auf Trab. Am Ende ihrer Weisheit angekommen, bitten sie den einsiedlerischen Psychoanalytiker Dr. Clancy um Hilfe und hoffen, dessen intuitive Kräfte für sich nutzen zu können. Clancys aufrüttelnde Visionen führen zwar auf die Spur des Serienkillers, doch schon bald wird offensichtlich, dass all seine übernatürlichen Begabungen kaum ausreichen, um den Mörder zu stoppen. Denn dieser hat eine tödliche Mission … (Concorde Home Entertainment)

Die Vorsehung - Solace

FBI-Agent Joe Merriwether tritt bei seinen Ermittlungen in einer Serie bizarrer Morde auf der Stelle. Es scheint keine Parallelen zwischen den Opfern zu geben, die üblichen Methoden des FBI greifen nicht. Er beschließt, seinen früheren Kollegen Dr. John Clancy um Hilfe zu bitten. Der Psycholoanalytiker konnte mit seinen hellseherischen Visionen bereits in der Vergangenheit bei der Aufklärung vieler rätselhafter Fälle entscheidende Hinweise geben. Seit dem Tod seiner Tochter lebt Clancy zurückgezogen auf dem Land, Merriwether hofft dennoch auf seine Mithilfe. Katherine Cowles, seine junge, ambitionierte Kollegin ist skeptisch, sie glaubt nicht an die Existenz übernatürliche Fähigkeiten. Clancy ist nicht begeistert, als Merriwether vor seiner Tür steht. Obwohl er die Verzweiflung seines früheren Kollegen spürt, weigert er sich zunächst standhaft. Doch ein Detail, das er beim Durchblättern in den Akten der Mordserie entdeckt, lässt ihn seine Meinung ändern. Peter Ward, 42, wurde ermordet, während er eine Zigarre und einen Brandy genießen wollte. Robert Ellis, ein zwölfjähriger Junge, wurde ermordet, als er auf einer Schaukel saß und an einem Eis leckte. Ethel Jackson, 69 Jahre alt und eine eifrige Kirchgängerin, wurde tot in ihrem Fernsehsessel aufgefunden. Die einzige Übereinstimmung ist die Art, auf die alle drei Personen getötet wurden. Der Mörder stach eine zwölf Zentimeter lange Klinge in den Nacken, dicht unter dem Schädel. Die Punktion ging direkt in die medulla oblongata, für die Opfer war es eine schmerzfreie und schnelle Hinrichtung. Die FBI-Agenten werden an einen neuen Tatort gerufen. Das Opfer, Victoria Raymond, liegt in einer Badewanne, die von Kerzen und Rosenblättern gesäumt ist, und weist am Nacken die altbekannte Stichwunde auf. Laut FBI-Agent Sloman gibt es diesmal einen Tatverdächtigen: Victorias Ehemann David wurde dabei beobachtet, wie er ungefähr zum Zeitpunkt der Tat blass und verstört das Apartment verließ.

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David beteuert seine Unschuld, Clancy glaubt ihm. Am Tatort hat er die Leiche und einige Einrichtungsstücke angefasst, die starke Visionen in ihm ausgelöst haben. David musste davon ausgehen, dass seine emotional labile Frau sich das Leben nehmen wollte. Er hatte ihr in der Mordnacht eine Nachricht hinterlassen, in der er gestand, seine Frau betrogen zu haben und sie verlassen zu wollen. Dabei ließ er ein Detail unerwähnt: David Raymond verließ seine Frau für einen Mann – und er hatte sich mit HIV infiziert. John Clancy erkennt eine erste Parallele zwischen den Opfern: Sie alle hatten chronische oder unheilbare Krankheiten. Peter Ward litt an ALS, bei Ethel Jackson war der Krebs zurück, Victoria Raymond hatte sich höchstwahrscheinlich mit HIV zu infiziert. Nur der zwölfjährige Robert Ellis scheint auf den ersten Blick nicht in dieses Bild zu passen. Doch Dr. Clancy gibt zu bedenken, dass Roberts Eltern ihren Sohn aufgrund ihrer religiösen Überzeugung nie zum Arzt geschickt haben. Mit ihrer Bitte, die Leiche des ermordeten Jungen für eine Autopsie freizugeben, verlangen Clancy and Cowles von den trauernden Eltern sehr viel. Doch das Ergebnis der Pathologen – sie stellen bei Robert einen inoperablen Hirntumor fest – bestätigt Clancys Verdacht. Der Mörder hat ein Motiv – und hellseherische Fähigkeiten. Außerdem wird ihm klar: Die gesamte Mordserie ist eine Falle, der Mörder kennt ihren nächsten Schritt, noch ehe sie ihn selbst beschlossen haben.

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Der nächste Mordfall führt die Ermittler zu einem Kunstatelier in einer ehemaligen Industrieanlage. Als sie einen Verdächtigen festnehmen wollen, kommt es zu einem heftigen Schusswechsel. Merriwether wird angeschossen und lebensgefährlich verletzt, doch der Schütze, der während einer rasanten Verfolgungsjagd von Katherine Cowles erschossen wird, ist nicht der gesuchte Serienkiller. Dieser ist noch immer in Freiheit und verfolgt seinen eigenen Plan, in dem Joe Merriwether nur ein weiteres Puzzleteil ist. Schließlich kommt es zu einer ersten, direkten Begegnung zwischen dem mysteriösen Mörder und John Clancy. Stück für Stück fügen sich all die entsetzlichen Bilder, die Clancy in den zurückliegenden Tagen in seinen Visionen gesehen hat, zu einem großen, erschreckenden Ganzen …

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Dieser „Direkt-auf-DVD“-Film hat aus unerklärlichen Gründen ein paar große Stars angezogen, vielleicht weil Zalman King in den 80er Jahren ähnliche Streifen erfolgreich herausgehauen hatte. Wenigstens wussten diese Filme immer genügend Brüste zu bieten, um von der lächerlichen Handlung abzulenken: Hier sorgt höchstens Anthony Hopkins‘ verrückte Frisur für Ablenkung. Hopkins, in einer eher zurückhaltenden Vorstellung, ist ein „Psychic“, der durch Berühren die Zukunft der Menschen sehen kann. Colin Farrell ist der Killer den er verfolgt, doch der ist ihm immer einen Schritt voraus, weil – keuch, keuch – auch er ein „Psychic“ ist! Klingt nach einem käsigen Spaß, nicht wahr? Außer jemand hätte entschieden, dass dies ein ernster Film sein sollte, der die großen Themen Moral, Gerechtigkeit und Schicksal anpackt. So sieht wirklich jeder die ganze Zeit mürrisch aus, niemand hat Spaß und mindestens vier Leute bekommen Krebs. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es, neben mehr Humor, weniger Krebspatienten in Das Schicksal ist ein mieser Verräter (2014) gegeben hat. Hopkins und Farrell geben ihr Bestes, Jeffrey Dean Morgan schlafwandelt durch den Film und Abbie Cornish … na ja, sie sieht ziemlich gut aus schätze ich, doch um fair zu sein auch Meryl Streep hätte Schwierigkeiten mit einem so klischeehaften Charakter gehabt. Der eigentliche Bösewicht bei Solace (ein noch viel schlimmerer als Farrells Mörder), ist der Regisseur. Er benutzt Handkameras ohne Grund und wirkt dabei so unglaublich unbeholfen, sodass es kaum auszuhalten ist. Er nutzt klobige Flashbacks und schreckliche Symbolik, fügt Montagen von Müll ohne besonderen Grund ein und hat an einem Punkt den 77-jährigen Anthony Hopkins eine Sequenz spielen, die so aussieht, als wäre es das Video zu Boulevard of Broken Dreams. Letztendlich ist es hauptsächlich die Inkompetenz des Regisseurs, die diesem Film nicht gut tut.

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Die Vorsehung - Solace BluRay

  • Darsteller: Anthony Hopkins, Jeffrey Dean Morgan, Abbie Cornish, Colin Farrell
  • Regisseur: Afonso Poyart
  • Sprachen: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
  • Bild: 16:9 widescreen HD – 2.40:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Concorde Video
  • Produktionsjahr: 2015
  • Spieldauer: 105 Minuten

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Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Concorde Video zur Verfügung gestellt.

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Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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