Don’t kill it!

Regisseur Mike Mendez (Big Ass Spider, Convent, Mike Mendez‘ Killers) hält mal wieder das Fähnchen des augenzwinkernden B-Horrors hoch.

Bizarre Morde ereignen sich in der, überwiegend christlich angehauchten, Kleinstadt Chickory Creek. FBI-Agentin Pierce ermittelt mit der örtlichen Polizei. In der Stadt taucht Jebediah Woodley auf, selbsterklärter Dämonen-Jäger, und eröffnet, die Mordserie gehe auf das Konto eines Dämons. Dieser bedient sich menschlicher Wirtskörper und wer den aktuellen Körper tötet/zerstört wird damit automatisch zum nächsten für das übernatürliche Wesen. Agent Pierce glaubt zunächst kein Wort, muß aber bald feststellen, daß sie auf Woodley und seine „Expertise“ angewiesen ist.

Die Ausgangslage mit dem Körpertausch kennt man schon aus Filmen wie Fallen, The Hidden und Jason goes to Hell. Don’t kill it spielt diese Idee eine Nummer kleiner durch.
Düsterkeit oder Verstörung sind hier nicht das Anliegen. Der Film bleibt, vom Grundton her, leichte Unterhaltung, gleitet aber auch nicht in Albernheit ab. Aufs Gaspedal und die Blutbeutel drücken eigentlich nur der Anfang und der Showdown. Trotz seiner Länge von nur 83 Minuten zieht sich der Mittelteil des Films ein wenig hin, da Pierce erst überzeugt und der aktuell Besessene ausfindig gemacht werden muß. Da passiert eben einfach nicht soviel.

Mit Dolph Lundgren und Kristina Klebe hat man aber ein gut aufgelegtes Team vor der Kamera vereint. Die meisten Splatter-Effekte stammen wohl aus dem Make-up-Koffer, wobei aber ein wenig CGI-Unterstützung hier und da erkennbar ist. Don’t kill it ist im Endeffekt ein unterhaltsames B-Horror-Filmchen, steht dazu, und strebt nicht nach höheren Regionen oder Weihen. Der Film erscheint ende April als „The Demon Hunter“. 6/10

Andrew Woo

"You don't butt in line! You don't sell drugs! You don't molest little children! You don't profit off the misery of others! The rules were set a long time ago! They don't change!"