The Forger (Der Auftrag)

The Forger (Der Auftrag – für einen letzten Coup ist es nie zu spät) ist ein Krimidrama von 2014 mit John Travolta (Pulp Fiction), Christopher Plummer (12 Monkeys), Tye Sheridan (The Tree of Life) und Anson Mount (Codename Geronimo, „Hell on Wheels“) in den Hauptrollen. Regie führte Philip Martin. Der Film kam nicht ins Kino und erscheint nun bei KSM auf BluRay. Ich habe mir den Film angesehen und war eigentlich recht positiv überrascht.

Kunstfälscher Ray Cutter (Travolta) sitzt im Knast, doch sein Sohn Will (Sheridan) hat Krebs, und so macht er einen Deal mit dem Ganoven Keegan (Mount), damit dieser den Richter besticht und seine vorzeitige Entlassung genehmigt wird. So hat er noch etwas Zeit mit seinem Sohn, der bei Opa Joseph (Plummer) lebt. Der Preis der Freiheit ist aber, dem Schurken zu helfen, der wiederum selbst in der Patsche ist und bei einem Drogenkartell tief in der Kreide steht. So soll Cutter ein Gemälde fälschen, um das Original aus dem Museum entwendet einzulösen, ein teuflischer Plan, denn die Polizei ist der Gruppe schon längst auf den Fersen, Cutter nicht mehr der Frischeste, und Keegan nicht vertrauenswürdig….

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The Forger beginnt als typischer Gaunerfilm, und man will gerne losnörgeln Travoltas uninspiriertes Gesicht zu sehen, aber dann entfaltet der Film etwas von Charme. Der Twist mit Wills Krebs, der kauzige alte Opa, die Polizei auf den Fersen, und das ganze im guten alten Boston wo jeder jeden kennt, es birgt eine Art Familiarität, die der Schema F Gaunerstory etwas an Qualität verleiht. Es ist sogar ziemlich rührend, denn Will bekommt von Cutter drei Wünsche frei bevor er richtig krank wird, und alle drei wollen sie eigentlich nach Tahiti. Auch ist Cutter kein richtiger Badguy sondern halt eben Künstler – auch wenn er grob werden kann. Für mich deutet das an, dass das Drehbuch eigentlich um einiges mehr an Potential birgt als der Film des TV Regisseurs Martin es zulässt. Insgesamt also ein kleiner und feiner Kinospaß für das abendliche Heimkino. Kein großer Kracher, auch keine Megaleistung von Travolta, aber definitiv um Längen besser als es das BluRay-Cover vermuten lässt.

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Die BluRay (mit dem total lächerlichen Cover – es kommen keine Hubschrauber im Film vor) bietet Ton in Englisch und Deutsch, Untertitel optional auf Deutsch (die Qualität der Untertitel ist ganz ok). An Extras gibt es Interviews mit den Schauspielern und Machern (ingesamt recht interessant aber nichts aussergewöhnliches, Untertitel auf Deutsch), eine Bildergalerie und den Trailer. Die Qualität, Bild und Ton, sind sehr gut, da gibt es nichts auszusetzen. Die paar Extras runden das Bild ein wenig ab, an sonsten eine Veröffentlichung die sich primär als Schnäppchen lohnen wird. Viel Spaß!

The Forger

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Die BluRay wurde uns von KSM zur Verfügung gestellt. Bilder von der Lions Gate Website.

Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info und FuriousCinema.com

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