Killing Salazar

Fast schon der neue Trick: Seagal-Filme ohne Seagal. Aber um fair zu bleiben: Circa drei Drehtage muß er wohl gehabt haben. Geschrieben und inszeniert hat wieder Haus- und Hof-Erfüllungsgehilfe Keoni Waxman.

Drogenbaron Joseph Salazar will als Kronzeuge in die USA überlaufen. Während einer Razzia einer amerikanischen Spezialeinheit wird er in seiner Villa publikumswirksam „erschossen“ und in Wirklichkeit außer Landes geschafft. Während der Überführung kommt es zu einem Zwischenstop in Rumänien. Aufgrund eines Verrats auf amerikanischer Seite bekommen Salazars ehemalige Partner Wind von der Angelegenheit und schicken eine Killerschwadron nach Rumänien. Das Hotel, in dem Salazar und seine US-Beschützer untergebracht sind, wird nun zu einem Belagerungs- und Kriegsschausplatz in Stirb Langsam Manier.

Keoni Waxman wildert nun schon einige Jahre, mit Kumpel Seagal, am untersten Rand des Action-DTV-Mittelmaß herum und lernt offensichtlich auch nichts dazu. Originelle Stories oder so etwas wie Spannungserzeugung sind nicht sein Ding. Die Actionszenen meist einigermaßen kompetent, obwohl es sich, mangels Budgets, meist nur um Schießereien und Faustkämpfe handelt.

Die eigentliche Hauptrolle hat hier Luke Goss (der Ersatz-Jason Statham) inne, der von Seagal verhört wird, um den Verräter ausfindig zu machen. Die Handlung spielt sich also als Rückblende ab. Steven Seagal verbringt den größten Teil der Laufzeit hinter einem Schreibtisch. Bei der anfänglichen Razzia darf er ein paar Schuß abfeuern und im Showdown dann doch noch einen Gegner verhauen. Luke Goss beweist in den Actionszenen etwas mehr Agilität, wobei sie halt immer nach dem gleichen Schema ablaufen. Schießen, kloppen, kloppen schießen bis die Gegenseite niedergekämpft ist. Leider so spannend umgesetzt, wie einer Zimmerpflanze beim Wachsen zuzuschauen.

Somit ist Killing Salazar, was konnte ich auch anderes erwarten, wieder dem Bodensatz des DTV-Action-Genres zugehörig. Wegen Steven Seagal braucht man die Filme eh nicht mehr anzuschauen. 3,5/10

Pin on PinterestShare on StumbleUponTweet about this on TwitterShare on Google+Share on Facebook

Andrew Woo

"You don't butt in line! You don't sell drugs! You don't molest little children! You don't profit off the misery of others! The rules were set a long time ago! They don't change!"

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.