Vychislitel – Titanium – Strafplanet XT-59

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Auf dem von Menschen kolonisierten Planet XT-59 überwacht ein totales Kontrollsystem die Daten aller Bewohner. Ein Zentralcomputer trifft alle Entscheidungen für die Bürger. Von der Außenwelt sind sie völlig isoliert. Wer sich nicht einfügt, landet in den Sümpfen. Hier ist der schwarze, von dunklen Wolken verhangene Planet so lebensfeindlich wie nirgendwo sonst. Wer nicht versinkt, fällt grauenvollen Kreaturen zum Opfer oder verhungert. Zehn Gefangene werden am Rand der Todeszone ausgesetzt. Doch dieses Mal ist etwas anders: Einer von ihnen gehörte vorher zum innersten Zirkel der Macht … (Ascot Elite)

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Überzeugte Demokraten sind die Siedler, die von der Erde kamen, um Planet XT-59 zu kolonisieren, wohl nicht gewesen. Sie haben auf dem kargen Land eine wohlhabende Gesellschaft geschaffen, die einhergeht mit einem totalen Überwachungsstaat, der seine Bürger mittels Datenkontrolle beherrscht. Durchgesetzt werden die Regeln mit einem archaisch anmutenden Strafsystem, in dem unangepasste Bürger einfach in ein so lebensfeindliches Gebiet geschickt werden, dass sie keine Chance haben. Wenn man sich die rasante Entwicklung des Data-Mining und die intensive Forschung im Bereich der Auswertung sehr großer Datenmengen vor Augen führt, dann gehört das Herrschaftssystem auf Planet XT-59 gar nicht mehr so weit ins Reich der Fiktion. Wissenschaft und Technik sind auf dem besten Weg, alle dafür notwendigen Instrumente zur Verfügung zu stellen. Wenn einer der großen Datensammler der Erde einen fremden Planeten vereinnahmen würde, könnte das Leben dort genauso aussehen. Die Filmemacher haben nur einen bereits möglichen Weg zu Ende gedacht. Parallelen zur früheren Sowjetunion und zum heutigen Russland sind dabei in dieser düsteren Vision aus modernster russischer Filmschmiede sicher nicht zufällig.

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Die Idee zu Titanium – Strafplanet XT-59 ist simpel aber noch recht interessant. Ja, da hätte eventuell sogar was draus werden können, doch die Probleme des Films sind zumeist technischer Natur. Die Schauspieler sind wirklich schlecht und eine Regie ist kaum vorhanden. Die Spezialeffekte sind in Ordnung, können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier enorm wenig Budget zur Verfügung stand. Aus unerklärlichen Gründen steht Vinnie Jones bei Vychislitel vor der Kamera!? Brauchte er dringend Geld!? Aber das gab es hier doch überhaupt nicht zu verdienen! Wo ein amerikanischer Film einen athletischen Protagonisten präsentiert hätte, der das Mädchen mit der Kraft seiner Muskeln und seiner Emotionen rettet, ist der russische Held ein feiger Ex-Aparatchic, ein kluger Kerl, der die Lösungen zu Problemen bereits parat hat bevor diese auftreten. Kalt wie ein Computer aber dennoch in der Lage menschliche Gefühle zu empfinden, gelingt es ihm mit Hilfe seines Intellekts zu überleben. Das erinnert mich an die alten russischen Science-Fiction-Filme, in denen die Schauspieler immer alle Wissenschaftler und Ingenieure darstellten. Fazit: Die wenig existierende Qualität an Regie und Schauspiel machen diesen C-Streifen zu einem nur schwer zu ertragenden filmischen Erlebnis. Kaum zu verstehen, da die Russen eigentlich eine anständige Filmschule haben.

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  • Darsteller: Vinnie Jones, Irene Muskara
  • Regisseur(e): Dmitriy Grachev
  • Format: PAL, Widescreen
  • Sprache: Russisch (DTS-HD 5.1), Deutsch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Ascot Elite Home Entertainment
  • Produktionsjahr: 2014
  • Spieldauer: 94 Minuten

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Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Ascot Elite zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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