Martial Arts / Kung Fu – Eine kurze Einführung in das Genre

In den 70er und 80er Jahren gerieten Kung Fu-Filme zur großen Sensation der Popkultur. Das Film-Publikum war begeistert von den neuen asiatischen Helden und Heldinnen, die erstaunliche Kampfbewegungen und akrobatische Stunts auf der silbernen Leinwand vollbrachten. Seit jenen Tagen ist das Martial Arts Genre ein integraler Bestandteil des Action-Kinos. Im 21. Jahrhundert begeistern die außergewöhnlichen Filme von Studios wie Shaw Brothers und Golden Harvest (u.a.) weiterhin neue Generationen von Filmfans durch ihre Vermarktung auf DVD, Blu-Ray und Streaming-Diensten.

Martial Arts in Filmen: Der Ursprung

Der Begriff „Kung Fu-Film“ erlangte durch die Filme von Bruce Lee allgemeinen Gebrauch und wurde verwendet, um auf Kampffilme ohne Waffen zu verweisen. Während Wu Xia Pian Mandarin ist, stammt Kung Fu von kantonesischer Volkssprache ab. Der Kung Fu-Film ist somit einzigartig im Hong Kong Kino – mit dem Begriff selbst im lokalen Dialekt, wurde das Genre als eigenes Territorium angesehen. Sogar auf dieser kulturellen Ebene kann es Bruce Lee gutgeschrieben werden, den Kampfsportfilm und das Hongkong-Kino auf internationale Ebene gehievt zu haben.

Über Martial Arts

Die Verwendung der chinesischen Kampfkünste für Militärstrategien und als Stipendiaten Thema kann zumindest so weit wie zu Zhuzi Baijia (die verschiedenen Philosophien von der vor-Qin bis zur frühen Han-Dynastie) zurückgeführt werden und wurde in militärischen Texten der Sengoku-Zeit aufgeführt. Traditionelle chinesische Theorien der Naturwissenschaft und der Religion, zusammen mit Legenden, Bräuchen und Bildsymbolen, wurden in die chinesischen Kampfkünste integriert und erweiterten deren Reichweite über bloße militärische oder Selbstverteidigungszwecke hinaus in eine Form des Wissens bzw. der Wissenschaft. Während der Evolution der Kampfkünste wurde der Schwerpunkt auf selbstverstärkende, therapeutische Übungen und Performanz gelegt. Musik, Tanz und Akrobatik kombiniert mit Martial Arts spielen eine gewichtige Rolle im chinesischen Theater. Sogar Künstler, deren Spezialgebiet nicht Martial Arts war, mussten sich in Kampfkünsten üben, um bestimmte Körperbewegungen entwickeln und verfeinern zu können. Martial Arts wurden auch in zeremonielle chinesische Feiern, wie den Löwen- und Drachentanz eingebunden und sind gängige Elemente des Straßentheaters.

Wang Yu, Bruce Lee und die Kung Fu-Filme der 70er

In den 70er Jahren verlagerte der Wu Xia Pian (ritterlicher Kampffilm) seinen Schwerpunkt vom blutigen Schwertkampf auf Konfrontation ohne Waffen, weswegen es bei den Kampfstilen nun weniger auf die Filmtechnik ankam, als auf Plausibilität. Während dies eine Rückkehr zu glaubwürdigeren, authentischen Kampfkünsten darstellte, wich deren Ausdrucksweise stark von den frühen Wong Fei Hong Filmen ab: Training, Sieg und Rehabilitation waren die neuen Themen. In Long hu dou (Wang Yu – Sein Schlag war tödlich, 1970), Regie von und mit Wang Yu, führt eine quälend anstrengende Ausbildung den Helden zum Sieg über japanische Judo- und Karateexperten. Lo Weis‘ Film Tang shan da xiong (Die Todesfaust des Cheng Li, 1971) schildert die Schwierigkeiten eines Chinesen in einem fremden Land (Thailand) und konzentriert sich auf das Thema der Bewahrung von persönlichem Respekt, Würde und Identität. Die Todesfaust markierte wesentliche Veränderungen innerhalb des Genres: Anstatt der historischen Vergangenheit, fanden die Geschichten nun in der Gegenwart statt, während die Präsentation der Kampfkünste viele verschiedene Formen einschließlich Thai- und westliches Boxen sowie Judo integrierte. Diese Mischung wurde für nachfolgende Filme zum Standard, doch am wichtigsten ist zu erwähnen, dass in Die Todesfaust des Cheng Li die Martial Arts Legende Bruce Lee in das Kampfkunst-Genre eingeführt wurde. Als ein außergewöhnlicher Kampfkünstler hat Lees Fähigkeit, verschiedene nationale Kampftechniken zu synthetisieren, einen neuen Trend in Martial Arts Streifen ohne Waffen hervorgerufen. Sein Talent verlagerte den Fokus vom Kampfsport-Regisseur zum Kampfsport-Schauspieler. 1973 drehte Lee den von Warner Brothers / Golden Harvest produzierten Film Enter The Dragon (Der Mann mit der Todeskralle), der Lees bekanntester und beliebtester Genrebeitrag werden sollte. Der Streifen wurde erst nach seinem Tod veröffentlicht, was Lee erst recht zur Legende seiner Volkskultur machte. In den erlesenen Kreis weiterer Bruce Lee Filme gehören: der unvollendete Game of Death (Bruce Lee – Mein letzter Kampf, 1978), Meng long guo jiang (Die Todeskralle schlägt wieder zu) und Jing wu men aka Todesgrüße aus Shanghai (beide 1972).

Der Mandarin Stil

Hongkongs Mandarin-dominiertes Kino hatte traditionsgemäß die Gewalt des Wu Xia Pian (einschließlich der kantonesischen Wong Fei Hong Filme) verachtet und pries Wen Yi Pian (literarische Kunstfilme), Melodramen, Romanadaptionen und Theaterstücke. In den 60er Jahren war Hongkongs Gesellschaft zu einer Mischung aus neuen und alten Ideologien sowie Ost- / West-Kulturen geworden. Kinogänger forderten frische Themen – Forderungen, auf die Mandarin-Filmemacher reagierten, indem sie eine neue Art von Kampfkunstfilmen kreierten, die Spezialeffekte und andere Innovationen enthielten. Das neue Genre wurde von Filmen wie Li Hanxings Ching nu yu hun (The Enchanting Shadow, 1960), der mit ungewöhnlichen Soundeffekten Spannung erzeugt und Yue Fengs Yan zi dao (The Swallow, 1961), in dem ein Trampolin benutzt wurde, um die Illusion von schwerelosen Sprüngen der Schauspieler zu vermitteln, ins Leben gerufen. Letzterer Film nutzte auch etliche Aufnahmen, die rückwärts abgespielt wurden. Bis 1966 hatte das Genre mit King Hus Da zui xia (Das Schwert der gelben Tigerin) für die Shaw Brothers Studios (die Shaw Brothers gehörten zu den Mandarin-sprechenden Filmemachern aus Shanghai, die nach Hong Kong umzogen) an Reife gewonnen. Dieser Flic fängt die Eleganz der alten chinesischen Kampfkunst mit erfinderischen Filmtechniken ein. Chang Chehs Bian cheng san xia (The Magnificent Trio), der im selben Jahr erschien, offenbarte den Einfluss japanischer Samurai-Filme. Ab 1967 dominierte das Kampfkunst-Genre das Hongkong-Kino endgültig. King Hu und Chang Cheh fuhren fort sich mit Long men kezhan (Die Herberge zum Drachentor) bzw. Du bei dao (Das goldene Schwert des Königstigers) als DIE Regisseure des Genres weiterzuentwickeln. Die Mandarin-Kampfkunstfilme prägen noch heute Hongkongs historische und fantastische Streifen, mit Spielorten, die zeitgenössisch nicht weiter entfernt sein könnten, um eine ungehemmte romantische Vision der Welt der Martial Arts zu bieten. Zusätzlich zu ihren filmischen Innovationen führten King Hu und Chang Cheh einen neuen Verhaltenskodex für ihre Charaktere ein. Diese entfernten sich nämlich nun von der konfuzianischen Einstellung eines Wong Fei Hong und begannen sich in Richtung Buddhismus und Taoismus zu entwickeln. Während die frühen Wu Xia Pian komplexe Beziehungen und eine sorgfältig aufgebaute Kausalität von Ereignissen präsentierten, betonen die Mandarin-Kampfkunstfilme den Schwertkampf, die Romantik und das Fantastische, mit Kämpfen, die schon aufgrund der kleinsten Provokation ausbrechen können. Die Präsentation des Duells mit viel Blutvergießen bedeutete den Höhepunkt dieser Filme, wobei der heldenhafte Schwertkämpfer zum Schlüsselelement der Formel heranreifte.

Der nördliche Kung Fu – Stil des Woo Ping Yuen

Der Mandarin-Begriff Wu Xia Pian verwies ursprünglich auf das Genre der Kampfkunstfilme: Wu Xia bedeutet ritterlicher Kampf und Pian bedeutet Film. Während die Wong Fei Hong Filme mit ihren aufrichtigen Werten und moralischen Botschaften den klassischen Wu Xia Pian typisieren, würde der Begriff letztlich (durch die populäre Verwendung) auch Filme, die der Wong Fei Hong Ära folgten und die überflüssige Gewalt sowie unritterlichen Kampf präsentieren, beinhalten. Der Kampffilm ohne Waffen würde sich erst viel später mit dem Aufstieg des Kung Fu-Films in den 70er Jahren von Schwertkampf- und Kampffilmen mit anderen Waffen unterscheiden. Der nördliche Stil der Kung Fu-Komödie entwickelte sich etwa zur gleichen Zeit wie ihr Gegenstück aus dem Süden. Akrobatischer und leistungsorientierter, fand der Kampfstil aus dem Norden seinen Ursprung in der Peking-Oper. Obwohl der erste Film, der Komödien-Elemente der nördlichen Bühnentradition beinhaltete, Sammo Hungs Regiedebüt San De huo shang yu Chong Mi Liu (The Iron-Fisted Monk, 1977) war, bedeuteten Yuen Woo Pings Filme die wahre Geburt dieser Stilrichtung. Genauso wie Lau Kar Leung hatte Yuen Woo Ping vorher an Wong Fei Hong Filmen gearbeitet sowie vom Kampfkunstlehrer zum Regisseur geworden. Yuen kombinierte den nördlichen Kampfstil mit anderen großen Faustkünsten, um neue Formen für den Kung Fu-Komödienfilm zu kreieren. Sein Debüt Se ying diu sau (Die Schlange im Schatten des Adlers, 1978) brach Kassenrekorde. Mit dem noch populäreren Zui quan (Sie nannten ihn Knochenbrecher, 1978) half Yuen dabei Jackie Chans Karriere zu starten. Der vielseitige Yuen schrieb auch die Drehbücher zu Xiao quan guai zhao (Zwei Schlitzohren in der Knochenmühle, 1979) und Shi di chu ma (Meister aller Klassen, 1980), führte gleichzeitig Regie und spielte selbst mit. Später trainierte er die Schauspieler und choreographierte die Kampfsequenzen des Sci-Fi-Action-Thrillers The Matrix (1999) und dem mythischen Actiondrama Wo hu cang long (Tiger & Dragon, 2000). 2001 brachte der Kung Fu-Fanatiker, Regisseur und Produzent Quentin Tarantino die letzte Regiearbeit Yuens mit Siu nin Wong Fei Hung chi: Tit ma lau aka Iron Monkey von 1993 in die USA (allerdings nicht ungeschnitten).

Der südliche Kung Fu – Stil des Lau Kar Leung

Lau Kar Leung begann im Alter von neun Jahren mit seinem Vater Martial Arts zu erlernen und zu trainieren, weswegen er bereits mit sechzehn Jahren in den kantonesischen Wong Fei Hong Filmen mitspielte. Lau trieb den Ausbau von authentischen Kampfkunsttechniken sowie Trainingsverfahren voran und war der erste Kung Fu-Lehrer, der den Sprung zum Regisseur schaffte. Mit der wachsenden Beliebtheit des Comedy-Genres im Fernsehen und den Filmen der Hui-Brüder, schien es unvermeidlich zu sein die Martial Arts mit Komödienelementen zu ergänzen. Laus Shen da (The Spiritual Boxer, 1975), der südliche Kampfstil-Techniken einführte, gefolgt von Karl Makas Yi qi guang gun zou tian ya (The Good The Bad and The Loser, 1977), stark vom westlichen Kino beeinflusst, gelten als die ersten Kung Fu-Komödien. Die Shaolin-abgeleiteten Kung Fu-Stile in Laus Filmen sind das beste Beispiel für die praktischen und kampflustigen Aspekte des Kung Fu aus dem Süden. Hong Xi Guan (Shaolin Executioners, 1977) stellt eine der besten Arbeiten von Lau Kar Leung dar.

Nach Bruce Lee

Während das kantonesische Kino sein Hauptaugenmerk auf Fernsehen und Komödien richtete, brauchte das Mandarin-Kino nach Bruce Lees Tod neue Ideen, um das Genre weiter zu beleben. Eine neue Entwicklung war die Exploration der traditionellen chinesischen Kampfkunsttechniken. Die Filme dieser Kategorie bezogen sich stark auf Guangdong-Helden und die Shaolin-Tradition, wobei sie das Kino gleichzeitig mit Operntechnik und Akrobatik aus dem Norden bereicherten. Die Serie dieser Streifen begann mit Fang Shi Yu yu Hong Xiguan (Die tödlichen Fäuste der Shaolin) und wurde mit Shao Lin zi di (Men from the Monastery) sowie Hong quan yu yong chun (Five Fingers of Death, alle 1974) erfolgreich fortgeführt. Diese Filme zeigen Kampfkunsttechniken in lebendigen Details; Five Fingers of Death beginnt zum Beispiel mit einem kurzen Dokumentarfilm, der die drei im Film vorgestellten Fauststile erläutert, eine Innovation, die Lau Kar Leung zugeschrieben wird.

Bruce-sploitation

Nach Bruce Lees tragischem Tod 1973 wollten viele Filmproduzenten von seinem Andenken profitieren. Ein Schauspieler, der Bruce Li genannt wurde, übernahm für Lee und wurde DER neue Kung Fu Held. Da er eher einen gymnastischen Hintergrund anstatt eines kampfkünstlerischen hatte, war Li in der Lage, die breite Palette von Action-Moves, die sein Vorgänger für die Kamera erfunden hatte, durchzuführen. Zudem sah er sogar aus wie Bruce Lee. Einer der bemerkenswertesten Filme Bruce Lis ist die Fortsetzung von Lees Die Todesfaust des Cheng Li namens The Big Boss Part 2 (auch bekannt als Fists of Fury II). Gerüchten zufolge hätten Bruce Lee und Bruce Li etliche Jahre später tatsächlich für mehrere Filme zusammenarbeiten sollen, wäre Bruce Lee vorher nicht gestorben.

Die japanischen Karate Filme des Sonny Chiba

Obwohl Sonny Chiba nicht chinesischer Herkunft ist, gehören seine japanischen Karatefilme zu den besten, die jemals herausgebracht wurden, besonders die Street Fighter Streifen The Streetfighter (Der Wildeste von allen) Return of the Streetfighter (Sonny Chiba – Der unerbittliche Vollstrecker) und The Streetfighter’s Last Revenge (alle 1974). Chibas Kampfstile waren cartoonhafter und übertriebener als Bruce Lees, doch seine Filme sind dennoch äußerst unterhaltsam. Manche nennen Chiba den Anti Bruce Lee, was durchaus akzeptiert werden kann, da Lee stets auf der Seite des Guten stand und auf gewisse Art und Weise meistens sympathisch rüberkam. Chibas Terry Tsurugi wurde jedoch eher als wirklich fieser Bastard bekannt, der seinen Gegnern oftmals das Fleisch vom Körper reißt, Schädel knackt, Zähne ausschlägt und Frauen ausnutzt. Die meisten professionellen Regisseure waren eigentlich nicht mit Martial Arts und deren Techniken vertraut, wobei selbst die großen Filme von King Hu und Bruce Lee die Hilfe von Kampfkunst-Regisseuren wie Sammo Hung und Han Ying Chieh benötigten. Mit Schwerpunkt auf den Kampfkunsttechniken, als das neue Rückgrat des Genres wurden die Beiträge der eigentlichen Martial Arts Künstler immer wichtiger. Martial Arts Instruktoren inszenierten nun nicht nur Kampfsequenzen, sondern planten auch Einstellungen, weswegen sie in einigen Fällen die Rolle des Regisseurs übernahmen.

Das Kung Fu des Jackie Chan

In den 80er Jahren hauchte Jackie Chan dem Kung Fu-Film mit ‚A‘ gai wak (Der Superfighter, 1983) und ‚A‘ gai wak 2 (Projekt B, 1987) gefolgt von Ging chaat goo si (Police Story, 1985) und Lung hing foo dai (Der rechte Arm der Götter, 1986) neues Leben ein. Mit ihrer atemberaubenden Mischung aus authentischen Kampfsporttechniken mit Comic- und Abenteuer-Elementen repräsentieren Chans Filme den Höhepunkt des modernen Kung-Fu-Stils. Während diese Filme zu Recht als „Jackie Chan Filme“ bewertet werden, sind sie auch zweifellos in klassischen Kung Fu Modellen verwurzelt. 1994 veröffentlichte Jackie Chan Jui kuen II (Drunken Master) der das Publikum mit der Wiederholung der Kung Fu Komödie Sie nannten ihn Knochenbrecher (Drunken Master, 1978) auf eine Reise der Kampfkunst Filmgeschichte mitnimmt. Der neue Film wurde von Lau Kar Leung inszeniert, der bereits in den 70er Jahren ein Pionier des Komödien Kung Fu gewesen war.

Hollywood und Martial Arts

In den 80er und 90er Jahren folgte eine enorme Welle an Kung Fu-Action-Filmen. Amerikaner wie Chuck Norris (Braddock – Missing in Action, 1984), Steven Seagal (Hard To Kill, 1990) und Jeff Speakman (Eine perfekte Waffe, 1991) waren die neuesten Stars im beliebten Kampfkunst-Kino. Bruce Lees eigener Sohn Brandon war mit Actionfilmen wie Showdown in Little Tokyo (1991) und Rapid Fire – Unbewaffnet und extrem gefährlich (1992) auf dem Weg in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, bis er versehentlich von einer „Dummy-Kugel“ am Set seines letzten Films getötet wurde (The Crow, 1993). Der chinesische Kung Fu Star Jet Li gewann auch an Popularität, da ihm der Sprung nach Hollywood gelungen war. Li machte sein Hollywood-Debüt in Lethal Weapon 4 – Zwei Profis räumen auf (1998), wo er einen Attentäter spielte. Seine anderen Filme wie Black Mask: Mission Possible (1996), The One (2001) und Romeo Must Die (2000) waren relativ erfolgreich an der Kinokasse. Obwohl Jet Li die Persönlichkeit eines Jackie Chan fehlt, ist er doch ein klasse Schauspieler und vor allem Martial Artist, der viele unterhaltsame Filme gemacht hat. Der Martial Arts Film hatte eine enorme Wirkung auf viele Genres des Hongkong-Kinos gehabt, deren Einfluss sich in den international populären Action-Thrillern von John Woo (Hard Boiled, Face/Off, Paycheck – Die Abrechnung) niederschlug. Zeitgenössische, bekannte westliche Regisseure wie Oliver Stone (Platoon, JFK, An jedem verdammten Sonntag), Francis Ford Coppola (The Godfather, Apocalypse Now, Dracula) und Quentin Tarantino (Kill Bill, The Hateful Eight) drücken eine enorme Begeisterung für das Genre aus, doch während sein Einfluss weit über die physischen Grenzen von Hongkong hinausgegangen ist, bleibt das Genre eine einzigartige Schöpfung der chinesischen Geschichte und Kultur.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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