Afro Samurai + Afro Samurai Resurrection

Afro Samurai + Afro Samurai Resurrection BluRay

Als Kind muss Afro mitansehen, wie sein Vater brutal ermordet wird. Bei dem Kampf ging es um das Stirnband von Afros Vater, dem Stirnband Nummer Eins, welches dem Besitzer gottgleiche Kräfte geben soll. Der Besitzer dieses Stirnbandes kann jedoch nur vom Besitzer des Stirnbandes Nummer Zwei herausgefordert werden. Mit dem Schwur auf Rache und Stirnband Nummer Zwei macht sich Afro auf die Suche nach Justice, dem Mörder seines Vaters.

Afro Samurai + Afro Samurai Resurrection

Als Kind muss Afro Samurai mit ansehen, wie sein Vater, ein ehrbarer Krieger, von dem gnadenlosen Killer Justice im Duell getötet wird. Justice raubt dem Toten das legendäre Stirnband Nummer Eins, das seinem Träger gottgleiche Kräfte verleiht. Statt auch Afro umzubringen, verhöhnt Justice den Jungen und überlässt ihm voller Hochmut sein eigenes Stirnband mit der Nummer Zwei. Beide Bänder sind durch eine geheimnisvolle Kraft miteinander verbunden: Während der Träger des Stirnbands Nummer Eins nur vom Besitzer der Nummer Zwei zum Kampf herausgefordert werden kann, darf jeder dahergelaufene Straßenräuber oder Strauchdieb den Besitzer von Nummer Zwei angreifen. Auch Jahre später – Afro Samurai ist längst zu einem perfekt ausgebildeten Samurai herangewachsen – muss sich der junge Krieger regelmäßig gegen die Attacken angeheuerter Mörderbanden oder ruhmsüchtiger Einzelkämpfer zur Wehr setzen. Afro Samurai meistert jede dieser Herausforderungen mit Coolness und eiskalter Präzision, getrieben von einem einzigen Ziel: Justice aufzuspüren und den Mord an seinem Vater zu rächen. Meile für Meile nähert Afro Samurai sich Justice‘ Bergfestung, begleitet von seinem redseligen Weggefährten Ninja Ninja und stets bereit, jeden zu töten, der sich ihm in den Weg stellt. Doch bevor es zur finalen Konfrontation mit Justice kommt, werden die Fähigkeiten des jungen Samurai auf eine harte Probe gestellt. Der blutrünstige Empty Seven Clan hat es auf sein Stirnband Nummer Zwei abgesehen – und die legendären Kampfmönche sind selbst für Afro ganz schön harte Nüsse…

Afro Samurai + Afro Samurai Resurrection

Afro Samurai ist reines Vergnügen, eine „schwarze“ Samurai-Saga, die mehr als nur einen Hauch davon verspüren lässt, dass sie genau das richtige für eingefleischte Fans von blutgetränkten Anime ist (und/oder des Wu- Tang Clan, da sich RZA für die Musik verantwortlich zeichnet und dabei für groovige Beats sowie gelegentliche Rap-Einlagen während größeren Gemetzeln sorgt). Neben etlichen großartig animierten, abwechslungsreichen, harten und äußerst blutigen Konfrontationen mit mannigfaltig gestalteten Gegnern, die alle nach Afro’s Stirnband gieren, gibt es auch einige leichtherzige Momente, wodurch die üblichen Klischees einer Rache-Saga mit einer angemessenen Brise von greller Komödie gewürzt werden. Hier kommt Samuel L. Jackson ins Spiel, der seine Stimme hauptsächlich Ninja Ninja, dem „Narren“ der Serie, leiht und die enorm düstere Atmosphäre mit seinen überdrehten Auftritten etwas aufzuhellen weiß. Regiedebütant Kizaki und seine Autoren experimentieren mit „Ghetto-Style“, was die Saga wie einen Exploitation-Film aus den 70er Jahren, gleichzeitig aber auch wie eine „klassische“ Schwertkampf-Rachegeschichte aussehen lässt (viele von denen, die auf Afro‘s Kopf aus sind, könnten mit den Schurken verglichen werden, die in Blaxploitation-Krachern nach Pam Griers oder Fred Williamsons Leben trachten).

Afro Samurai + Afro Samurai Resurrection

Afro Samurai ist bis zu einem gewissen Grad aber auch Science-Fiction, oder zumindest von futuristischer Tragweite, die das feudale Japan mit listigen Cyborgs, Robotern und anderer Technologie mischt (einschließlich eines Roboter-Klons von Afro, der dessen Bewegungen hundertprozentig nachahmen kann und einen knallharten Gegner darstellt). Die Saga ist allerdings kein absolutes Meisterwerk geworden, da es nach ein paar Episoden etwas ermüdend werden kann Afro, der wenig bis keine Persönlichkeit neben seiner „Bad Motherf *** er“ Einstellung besitzt, auf seiner Mission zu begleiten. Doch es ist geradezu berauschend, so weit wie zeitgenössische Anime technisch kommen können, die extrem blutigen Schwertkämpfe und weiteren Gewalttaten zu beobachten. Diese sind zwar schnell geschnitten und werden wenig ausgeschlachtet, haben aber eine dauerhafte Nachwirkung auf den Betrachter. Auch wunderbar umgesetzt ist wie die Genrekonventionen den Nebenfiguren inhärent sind, sei es in Flashbacks von Afros Ausbildung oder in der Gegenwart, wo sie Afros Kopf auf einem Pfahl aufgespießt sehen wollen. Afro Samurai basiert tatsächlich stark auf der Aktion und hat nur wenig Geschichte zu bieten, sobald die Rückblenden-Episode vorüber ist. Doch mit Leuten wie Jackson und Perlman als die Stimmen hinter den Figuren, die solch eine besondere Mischung aus der gewöhnlichen und ungewöhnlichen Sprache des Genres kreieren, ist die Afro Samurai Saga für Fans Pflichtprogramm sowie für jeden, der Kapitel 3 in Kill Bill 1 zu schätzen weiß.

Afro Samurai + Afro Samurai Resurrection

Eigentlich hatte Afro der Gewalt abgeschworen. Seit er Justice im furiosen und opferreichen Finale von Teil eins besiegt hat, lebt der Krauskopf zurückgezogen und versucht, seine Taten beim Schnitzen von Holzfiguren zu vergessen. Doch der Frieden währt nicht lange: Als die ebenso attraktive wie rachsüchtige Sio auftaucht und Afros Vater per Klonen wiederbelebt werden soll, um für die Sünden seines Sohnes büßen, zieht der wortkarge Schwertkämpfer erneut in die Schlacht …

Afro Samurai + Afro Samurai Resurrection

Das erste, was bei Afro Samurai Resurrection auffällt ist, dass das Sequel, so wie die Serie, mit Hip-Hop, Gewalt, cooler Animation und exzessiven Kampfsequenzen genau das abliefert, was die Zielgruppe erwartet. Allerdings ist die Fortsetzung insgesamt nicht so gut gelungen wie die Saga, weswegen einige Zuschauer leicht enttäuscht wurden. Obwohl das Jammern auf hohem Niveau ist, kann man die Probleme nicht ignorieren, die der Film mit sich bringt. Es grenzt schon an Irrsinn sich über die Handlung eines solchen Produkts auszulassen, doch in diesem Fall fällt es schwer, das nicht zu tun. Die Aufmachung des Films deutet bereits an, dass der Plot offensichtlicher ist, als in der Reihe (wo Afro‘s Reise gestreckt wurde) und (was irgendwie ein bisschen bescheuert ist) außerdem kommen diesmal neben Cyborgs und dergleichen auch Zombies ins Spiel. Die Beziehungen und Motivationen der Charaktere sind zusätzlich viel komplexer (verwirrter?), weswegen sich der Film überladen anfühlt. Afro Samurai Resurrection funktioniert in Bezug auf die Action-Sequenzen jedoch wieder hervorragend, hier versteht es der Film wirklich tolles Material abzuliefern. Zugegeben, die letzten Kämpfe werden durch die Roboter-Aspekte leicht verdorben, doch bis dahin gibt es viele attraktive und stilvolle Kampfmomente zu bestaunen, einschließlich der klasse animierten und vorzüglich inszenierten Karnevalszugsequenz.

Afro Samurai + Afro Samurai Resurrection

Afro Samurai Resurrection ist auch nicht ganz so cool wie die Serie, weil die Musik diesmal keine herausragende Verwendung findet. Der Hip-Hop wird ein- und ausgeblendet, aber nur selten gut genutzt. Außerdem fehlt, während es missfällt diesen Begriff zu verwenden, ein Gefühl von „urban cool“. Die Serie fühlt sich „schwarz“, wie ein „Blaxuraitation“ Film an, eben hart, eben cool. Dies ist beim Sequel nicht so sehr der Fall. Teilweise liegt das am Handlungsverlauf, der versucht etwas mit der Hauptfigur anzustellen, was letztendlich nicht geliefert werden kann, doch am ärgerlichsten ist die Art und Weise, auf die Ninja Ninja am Nerven ist. Klar, seine Existenz beruht auf seinem Geplapper aber eigentlich soll er doch den Figuren im Film lästig sein und nicht dem Publikum. In der Serie ist dieser Aspekt wunderbar umgesetzt aber hier zerreibt sich Ninja Ninjas Dialog. Samuel L. Jackson ist selbstverständlich unverzichtbar als Stimme, da seine kühle Präsenz perfekt einblended, doch schiebt er Ninja Ninja zu weit in die eine Richtung, während Afro zu weit in die andere geschubst wird und dabei eine Spur zu ruppig rüberkommt. Lucy Liu, Mark Hamill, Yuri Lowenthal und noch ein paar andere leisten alle gute Arbeit, was schlussendlich jedoch keinen Unterschied mehr macht.

Afro Samurai + Afro Samurai Resurrection

Afro Samurai Resurrection wird in jedem Fall diejenigen sehr zufrieden stellen, die den Film aufgrund des Stils anschauen wollen, denn das ist es ja auch, was die Afro Samurai Saga überhaupt ausmacht. Die Handlung wirkt sich leider negativ auf den Streifen aus, wobei sie dem Stil und dem Flow eher in die Quere kommt, anstatt diese beiden wichtigen Aspekte einfach effektiv in den Plot zu integrieren. Obwohl der Film etwas schwächer wegkommt als die Serie, ist er Fans des Genres immer noch wärmstens ans Herz zu legen.

Afro Samurai + Afro Samurai Resurrection

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Afro Samurai + Afro Samurai Resurrection BluRay Directors cut

  • Format: Director’s Cut
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
  • Studio: Universum Anime
  • Spieldauer: 232 Minuten

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Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Universum Anime zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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