Chou Lian Huan – Der Mann mit der Tigerpranke

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Qiu Lian Huan, der Mann aus Stahl, hat sich über die Zeit hohen Respekt in den Straßen Shanghais erkämpft. Wenn er etwas will, gehört es schon so gut wie ihm. Beim täglichen Geschäft in einer Spielhalle, erblickt er die schöne Shen Ju Fang. Dummerweise ist Shen bereits dem Sohn des lokalen Gangsterbosses Yu Chen Ting versprochen. Qiu setzt sich über alle Regeln hinweg, mit dem Ziel Yu Chen Ting zu seiner Frau zu nehmen. Die Dinge nehmen ihren Lauf und Qiu entfacht den wohl blutigsten und längsten Gangsterkrieg im Shanghai der Nachkriegszeit, der viele Menschen das Leben kostet. (filmArt)

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Der Mann mit der Tigerpranke (1972) wurde als so etwas wie eine Fortsetzung zu Der Pirat von Shantung (1972), der den Aufstieg und Fall von Ma Yung Chen erzählt, gedreht. Auch Regisseur Chang Che und einige der Schauspieler sind in dieser sehr ähnlichen, aber eher weniger komplexen Geschichte vom Aufstieg und Fall eines kleinen Gangsters in Shanghai wiedervereint. Während die Eröffnungssequenzen spezifisch an die Ereignisse und das tragische Ende von Pirat erinnern, spielt dieser Film allerdings 20 Jahre später, zwar in derselben Gegend um Shanghai, hat aber ansonsten nichts mit den Geschehnissen des Vorgängers zu tun. Im Grunde dreht sich die Handlung um Bandenkriege im Nachkriegs-Shanghai (obwohl die Kulissen und die meisten Kostüme viel älter aussehen), die beginnen, als der „Emporkömmling“ Chou Lian Huan (Chen Kuan Tai, auch der Star des Piraten Gefallen an der Mätresse (Ching Li) des Sohnes des lokalen Gangsterbosses (Yang Chih-Ching) findet. Um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, fährt er auch schon mal mit einem Motorrad durch die Terrassentür ihres eleganten Hauses und verprügelt ihre Bodyguards. Der alte Gangsterboss, angewidert von den Eskapaden seines eigenen Sohnes, findet Gefallen an Chou und überlässt ihm die Frau. Dies nimmt ein anderer Gangsterboss zum Anlass einen Krieg anzuzetteln, um die Macht über das kriminelle Netzwerk der Stadt erlangen zu können.

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Um eine kurze Geschichte auch kurz zu halten, Chou findet sich daraufhin in einer Reihe von brutalen Kung-Fu-Kämpfen (die realistischer als üblich inszeniert worden sind) gegen Dutzende von knüppel- und messerschwingenden (anscheinend sind keine Schusswaffen aus dem Krieg übriggeblieben!?) Kontrahenten wieder. Um gegen diese Übermacht ankommen zu können hat Chou eine spezielle Strategie entwickelt. Mit einer Kombination aus unbarmherzigen Stößen, Schlägen, Tritten und Ellbogen-Checks, möchte er seine Feinde so schnell und sicher wie möglich verstümmeln und ausser Gefecht setzen. Glücklicherweise bietet der Film eine Menge dieser vorzüglich in Szene gesetzten Martial-Arts Einlagen, die auch in dieser Fülle das Interesse des Zuschauers aufrechtzuerhalten wissen. Die Chemie zwischen Chen Kuan Tai und seinem weiblichen Co-Star Ching Li (ein weiterer Shaw Bros.-Star, hat auch im Piraten mitgemacht), kommt auf dem Bildschirm ziemlich stark rüber. Nachdem er sie zu Beginn noch eher grob behandelt, kommt es später auch zu einigen zärtlichen und romantischen Szenen.

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Endlich geht die Shaw-Brothers-Collector’s-Edition mit Der Mann mit der Tigerpranke in die vierte Runde.  filmArt spendiert diesem Chang Che Flic, wie bereits gewohnt, eine starke Veröffentlichung in Form einer BluRay/DVD Combo. Das Bild wird uns im 2,35:1 (1080p/anamorph) Format präsentiert (1080p FULL HD), ist absolute Klasse und läßt keinen Raum für Meckereien. Der Ton bietet mit der deutschen und der Mandarin zwei Spuren, die beide positiv zu bewerten sind. Hierfür können deutsche Untertitel zugeschaltet werden. Eine alternativ isolierte Musik- und Effekt-Spur ist auch noch anwählbar. Als Extras beinhaltet die Kombo ein Artbook mit dem kompletten deutschen Aushangfotosatz des Films, eine äußerst umfangreiche Bildergalerie sowie zwei Originaltrailer, die beide in High Definition daherkommt und den deutschen Trailern zu Die tödlichen Zwei, Duell ohne Gnade und Omen des Bösen. Ein zusätzlicher Bonus ist bei den Extras der DVD in Form eines „VHS-Logos“ auch noch versteckt. Ach ja, an ein Wendecover mit alternativem Covermotiv (deutsches Kinoplakat) ist ebenfalls gedacht worden. Bei dieser klasse Veröffentlichung bleiben keine Wünsche offen und jeder Martial Arts Liebhaber sollte sie in seiner Sammlung haben.

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Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von filmArt zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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