Bruce Lee – Der Unbesiegte / Long de ying zi

Der Amerikaner John reist nach Hongkong, um sich mit den Besten des Kung Fu zu messen. Seinem harten Kampfstil ist keiner gewachsen, bis er eines Tages den jungen Tang Wei kennenlernt. Aus Gegnern werden Freunde und beide beschließen, fortan den Weg gemeinsam zu gehen. Als Tang Wei mit der Versicherung eines Filmstars betraut wird, findet er heraus, dass es sich dabei um ein Mordkomplott handelt, bei dem er selbst zur Zielscheibe wird. Gemeinsam mit seinem Freund John verwandelt er Hongkong zum Hexenkessel und ihre Fäuste zertrümmern die Knochen ihrer Feinde! (filmArt)

Bruce Li gibt seine Arbeit in einer Karateschule auf, um Versicherungen zu verkaufen. In der Zwischenzeit plant ein gieriger Filmproduzent seinen größten Star zu töten und das Versicherungsgeld zu kassieren. Bruces unehrlicher Chef ist in den Plan eingeweiht und ködert ihn, den Deal zu vermitteln. Bruce, der sich der finsteren Absichten des Produzenten nicht bewusst ist, lässt sich auf das Geschäft ein. Anschließend freundet er sich mit dem todgeweihten Star an, der von seinem Karate-Hintergrund beeindruckt ist und ihn sofort als Stunt-Double einstellt. Da der Rest des Stunt-Teams mit dem Produzenten unter einer Decke steckt, müssen sie nun versuchen, nicht nur den Hauptdarsteller, sondern auch Bruce zu eliminieren. Nennt man Fans von Kampfkunstfilmen den Namen Bruce Li, werden sie zweifellos seine Arbeit in Long de ying zi von 1982 erwähnen. Ein Film, in dem Bruce Li die Hauptrolle spielte und Regie führte. Bruce Li verkörpert den Kampfkünstler Wei Tang, der zum Versicherungsverkäufer wird. Dank seines Vorgesetzten bei der Versicherungsgesellschaft, Mr. Lo, befindet sich Wei in einer schwierigen Situation, in der es um gierige Filmemacher, Filmstar-Egos, versuchten Mord und Versicherungsbetrug geht. Der Regisseur des Films (gespielt von Wei Ping-Ao aus Todesgrüße aus Shanghai und Die Todeskralle schlägt wieder zu) hat einen Versicherungsvertrag mit Mr. Lo abgeschlossen, da der Regisseur sicherstellen möchte, dass Alan (der nicht mehr die Kassenattraktion darstellt, die er einmal war) am Set umkommt… Hmmm, man kann sich jetzt nicht sicher sein, wieso das Filmstudio zum Begünstigten der Versicherungspolice werden sollte, die Alan für den Fall seines Todes abgeschlossen hat, doch es ist besser, einfach nicht weiter darüber nachzudenken.

Wei Tang versucht der beste verdammte Versicherungsvertreter aller Zeiten zu sein und besucht seinen Kunden Alan Chen am Set, nachdem Alan eine „Pechsträhne“ mit einigen seiner eigenen Stunts hatte. Wei Tang protestiert gegen eine Szene, die gerade gedreht wird, weil sie für Alan viel zu gefährlich sei, da Alan nicht richtig dafür ausgebildet wurde. Als einer der anderen Stuntmen Wei zurecht weisen möchte, präsentiert Wei seine eigenen Kampfkunstfähigkeiten, führt den Stunt selbst aus und wird so zum Teilzeit-Versicherungsvertreter und Teilzeit-Stuntman. Während all der Prüfungen und Schwierigkeiten, denen Wei Tang während des Films ausgesetzt ist, gibt es einen Mann, auf den sich Wei verlassen kann… seinen großen Kumpel John (gespielt von John Ladalski, der später in Die 9 Leben der Ninja und Karate Tiger 3 – Der Kickboxer kleine Rollen übernehmen sollte). John, der von den Einheimischen Hongkongs als „Der Europäer“ bezeichnet wird, passt immer mal wieder auf Wei auf.

Während John sich als guter Freund von Wei erweist, entpuppt sich Filmstar Alan als eine ganz andere Nummer. Alan wird eifersüchtig auf Wei, da der nun eine Menge Aufmerksamkeit erhält, jetzt wo er ein Stuntman ist. Ganz zu schweigen davon, dass Wei Tang einen weitaus besseren Kampfkünstler repräsentiert als Alan. Aufgrunddessen schmiedet Alan den Plan Wei Tang umzubringen und den Mord als einen schrecklich schief gelaufenen Stunt zu verkaufen (eigentlich wollte doch der Regisseur das gleiche Ding mit Alan abziehen!?). Der Plan misslingt, weswegen Alan nun den traditionelleren Weg gehen will und Leute einstellt, um Wei Tang zu töten … und als auch das nicht funktioniert, muss er sich selbst um Wei Tang kümmern! Wenn man sich Bruce Lee – Der Unbesiegte ansieht, kann man ganz einfach nicht anders, als die nicht so subtilen Obertöne von Bruce Lis wachsender Verachtung für das Filmgeschäft zu erkennen. Weswegen es wirklich keine Überraschung darstellt, dass Bruce Lee – Der Unbesiegte Bruce Lis letzte Hauptrolle war und in jeder Hinsicht das Ende seiner Schauspielkarriere bedeutete.

Trotz Defiziten eine harte, teilweise spannende und unterhaltsame Genremixtur. Die DVD (limitiert auf 500 Stück) von filmArt bietet nicht die vom Label gewohnt gute Bildqualität (Format 2,35:1 anamorph) aber dafür einen netten Bahnhofskino – Look. Beim Ton (DD 1.0 Mono) verhält es sich ähnlich, wobei nur eine deutsche Spur vorhanden ist. Die Extras bestehen aus dem deutschen Kinotrailer, einer Trailershow und der gekürzten deutschen Videofassung. Insgesamt wird Bruce Lee – Der Unbesiegte wohl hauptsächlich für Genre-Fans empfehlenswert sein, doch die sollten sich den Film nicht entgehen lassen.

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Darsteller: Bruce Li, Sze-Ma Lung, John Ladalski, Wei Ping-Ao, Dan Inosanto
Regisseur(e): Ho Chung To
Format: Breitbild
Sprache: Deutsch (DD 1.0 Mono)
Region: Alle Regionen
Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
Studio: filmArt
Erscheinungstermin: 13. Dezember 2019
Produktionsjahr: 1981
Spieldauer: 90 Minuten

Leider war es uns nicht möglich screenshots anzufertigen !!!

Diese DVD wurde uns freundlicherweise von filmArt zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

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