Darkman (1990)

Manche MARVEL Helden sind bekannter als andere. DARKMAN gehört eher zur zweiten Reihe. Ich gehöre zu den Leuten die mit Comicverfilmungen, Superhelden und all diesen Sachen wenig anfangen kann, aber ich denke Darkman tut auch nicht viel gutes um ich eines besseren zu belehren. Liam Neeson glänzt in dieser Verfilmung von Sam Raimi, die jetzt auch auf BluRay erhältlich ist. Ich habe einen Blick riskiert…

Darkman

Der Film handelt von dem Wissenschaftler Westlake (Liam Neeson), der mit einem Kollegen an Hautrehabilitation arbeitet, allerdings nur teilweise erfolgreich, bis ein Stromausfall das Problem teilweise behebt. Seine Freundin Julie (Frances McDormand) ist eine Anwältin, die der Korruption im Immobiliengeschäft nachgeht. Gangsterboss Durant will zusammen mit dem Immobilienhai Strack ein ganzes Stadtviertel umbauen, und schreckt dabei vor nichts zurück. Ein Dokument dass ihn kompromittieren könnte, hat Julie ans Tageslicht gefördert. Er schickt seine Schergen in Westlakes Labor, foltert und tötet, brennt alles nieder… Westlake wird für tot erklärt. Julie während dessen freundet sich mit Strack an, nicht wissend dass Westlake das Inferno in seinem Labor überlebt hat. Heimlich errichtet dieser wieder seine Armaturen, zuerst um sein eigenes verbranntes Gesicht zu restaurieren, dann um Strack zu Fall zu bringen, und seine Frau zurück zu erobern….

Darkman

Sam Raimi, er durch The Evil Dead und Army of Darkness bekannt wurde, und neuerdings auch diesen Spiderman Unfug dreht, hat mit Darkman eine zwar unterhaltsame, aber insgesamt eher lachhafte Comicverfilmung abgeliefert. Liam Neeson spielt wie ein einer in den 80ern typischen „verrückter Professor“ Rolle recht überzeugend den DARKMAN, aber die Story ist einfach von vorne bis hinten weder schlüssig noch glaubhaft noch halbwegs ernsthaft. So hangelt sich der Film von Klamauk zu Klamauk, jeweils eher unfreiwillig so befürchte ich, und kulminiert in einem umso lachhafteren Finale. Der letzte Satz des Filmes ist am Ende auch das beste Stück Text des Drehbuchs, das ansonsten flach und beliebig daher kommt. Die Effekt hauen logischerweise niemanden vom Hocker, aber man hätte dem ganzen etwas mehr „real life“ Charme verpassen können. Was bleibt ist eine 80er Klamotte ohne jegliche Glaubhaftigkeit.

DarkmanDie BluRay bringt gutes Bild und akzeptablen Ton, und ein paar kleine Extras zum abrunden. Wenn man den Film entdecken will – und Comic Fans sind da wohl die einzigen – dann zumindest so, das gibt ein gutes Abendkino mit Freunden oder Familie her.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen dass es sich hier um eine recht gute Veröffentlichung handelt, die aber die eher mittelmäßige Qualität des Films an sich nicht zu retten vermag. Comic und Superhelden Fans kommen hier natürlich voll auf ihre Kosten, ansonsten ist das aber eher fade Kost.

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Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info, TripleFeatureFoundation.org und FuriousCinema.com

3 Antworten

  1. Alex sagt:

    „Darkman“ basiert auf einer Kurzgeschichte von Sam Raimi und war der Ersatz für seine aus rechtlichen Gründen verhinderte Verfilmung der Pulp- und Radio-Serie „The Shadow“. Mir ist also nicht ganz klar, warum der Film hier als Marvel-Adaption gehandelt wird.

  1. 18. März 2017

    […] der Teufel (The Evil Dead) von 1982 ist ein Horror-Kultfilm von Sam Raimi (Darkman), der nach jahrzehntelangem Verbots in Deutschland nun rehabilitiert und neu ab 16 freigegeben […]

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