Anti-Life (Breach)

Anti-Life aka Breach

Der Film Breach (hier als Anti-Life – Tödliche Bedrohung vermarktet) ist eine Science-Fiction Direct-to-Video Produktion von 2020. Regie führte John Suits der auch den ähnlich wertlosen Pandemic gedreht hatte.

Die Handlung: Ein Raumschiff mit mehr oder weniger auserwählten Erdlingen schafft es rechtzeitig vor Zusammenbruch der irdischen Zivilisation in den Orbit und macht sich auf den Weg zu einer zweiten Erde. Darunter auch die schwangere Hayley (Kassandra Clementi), die Tochter von Admiral Adams-King (Thomas Jane) und ihr Freund Noah (Cody Kearsley) der als Mechaniker mit an Bord ist und zu den wenigen wach reisenden gehört, während der Rest der Passagiere in Tiefschlaf versetzt wird um die lange Reise zu überstehen. Das Kommando währenddessen Clay (Bruce Willis), der mit dem fiesen Sicherheitschef Stanley (Timothy V. Murphy) um die Dominanz um die Geschäfte des unheimlich vorantreibenden Raumschiffs konkurriert. Als jedoch ein blinder Passagier Unheil stiftet, müssen sie letztlich alle ums Überleben kämpfen….

Anti-Life aka Breach

Wie bei diversen anderen VOD/D2V Produktionen (mein Verriss von Cosmic Sin siehe hier) gilt auch hier: nicht von Bruce Willis täuschen lassen, oder anderen bekannteren Gesichtern in Neben-Nebenrollen die man hier des Namens wegen eingekauft hat wie Thomas Jane (den ich sehr mag). Es ist leider – um das vorweg zu nehmen – nicht mehr als eine weitere Trashware mit seinem Namen drauf und ich bin schon wirklich sehr gnädig und gütig, den Film ordnungsgemäß zu besprechen, trotz seiner…. Qualitäten.

Es gibt im Film einen Moment da lacht Bruce Willis, nimmt einen Schluck aus dem Flachmann und sagt „what the fuck“ bevor er die Szene verlässt. Das ist eine Metapher für den Film und auch seine Karriere, die, als könnte sie tiefer nicht sinken, neulich darin kumulierte, dass er sein Gesicht nun digital verkauft, so dass er auch für Mist wie diesen das Haus nicht mal mehr verlassen muss. Seine Stimme, Aussehen und Namen zu Geld machen ohne einen Finger zu heben. Alles richtig gemacht im Leben, aber die Geschichtsbücher werden zu dem Glatzkopf nicht gnädig sein. Aber nun zum Film.

Anti-Life aka Breach

Man soll auch nicht gemein sein. Der Film hat ein paar gute, wenn auch nicht originelle, Story-Ideen, holt an Look-and-Feel alles aus dem niedrigen Budget raus und ist auch nicht ganz zimperlich wenn man ehrlich ist. Dafür sorgen gute Effekte beim Set Design, wo man mit Ausleuchtung meist viel Qualität vorgaukeln kann, und einem Händchen für Inszenierung die etwas über der eigenen Gewichtsklasse ankommt: Nahaufnahmen statt Totalen, gute Zwischenmenschliche Momente statt komplexer Dramaturgien, und dann einfach Augen zu und durch.

Auch Willis selbst hat mehr Screentime als in anderen dieser Machwerke, und vielleicht hatte er an ein paar Sprüchen gar etwas Spaß, wer weiß. Etwas Qualität kommt noch durch den Charakter der abgebrühten Bordärztin Champters (gespielt von Rachel Nichols die ihr vielleicht aus dem Horrorfilm P2 kennt) und Murphy, der zuletzt in der Serienadaption Snowpiercer zu sehen war. Dann gibt es noch eine Reihe weiterer Nebendarsteller die dem Film ein wenig Charakter verleihen, unter anderen der Saban-Wiederholungstäter Johnny Messner, hier auch Mitproduzent. Richtig fürn Arsch ist aber Kiersley, wo man auch nicht versteht wer dachte dieser Nobody wäre als Semi-Hauptrolle geeignet.

Anti-Life aka Breach

Unterm Strich weiß der Film halbwegs zu unterhalten, vor allem zur Hälfte hin wenn man schnallt worauf die Story hinauswill und man sich mit den Unzulänglichkeiten Abgefunden hat. Wenn das Geballer losgeht zeigt sich dann aber leider nochmal das Budget sehr deutlich, und da verlieren auch Schreckmomente ein wenig ihre Wirkung. Der Film ist gut wenn er auf diese Schreck- oder Actionmomente hinarbeitet, denn das sind die wenigen Momenten wo die Schauspieler ein wenig Handwerkskunst zeigen können, aber ansonsten ist der Film einfach dröge, billig, unlogisch und etwas hahnebüchen. Ach ja, dass leute aus dem Tiefschlaf aufwachen in drei Sekunden und dann so aussehen als kämen sie gerade aus der Maske und können natürlich auch gleich physische Aktivitäten wahrnehmen…. man muss kein Astronaut sein um das einfach total unglaubwürdig zu finden, naja…. Breach ist… schlecht aber nicht komplett unterirdisch, so richtig empfehlen mag ich ihn aber auch wirklich nicht, man muss hierfür weder Geld noch Zeit verschwenden finde ich. Aber ich weiß auch dass dieses „Genre“ seine Fans hat und Masochismus unter manchen Filmfans durchaus als Qualität gilt 🙂

Anti-Life aka Breach

Die DVD (die BluRay lag mir nicht vor, ist aber in der Austattung identisch) bietet akzeptables Bild wenn man die niedrige Produktsionqualität in Betracht zieht. Auf DVD ist das natürlich ein wenig ein Pixelbrei aber den Film gibts auch als HD oder UltraHD Scheibe oder Stream zu der man wenn dan greifen sollte. Der 5.1- Dolby Digital – Ton (Englisch getestet) klingt okay, bietet aber kaum zeitgemäße Surroundeffekte und die Dialogverständlichkeit und Lautstärke-Balance ist auch nicht immer optimal, so dass man oft die Fernbedienung zum korrigieren in der Hand hat, auch hier der Aufnahmequalität geschuldet würde ich sagen. Alternativ gibt es auch noch eine deutsche Synchronfassung und optionale Deutsche untertitel. Als Extars gibt es nur Bilder und den Trailer.

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Die DVD wurde uns zur Verfügung gestellt.

Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info und FuriousCinema.com

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