Bunker of the Dead – 3D

1006383.jpg.ashx

In der malerischen bayrischen Stadt Oberammergau benutzen die zwei Freunde Markus (Patrick Jahns) und Thomas (Aciel Martinez Pol) die Anweisungen, auf die sie in einem alten jüdischen Tagebuch gestoßen sind, um sich Zugang zu einer unterirdischen Basis aus dem Zweiten Weltkrieg zu verschaffen, die allerdings vom US-Militär bewacht wird. Noch heute kursieren Gerüchte, die besagen, dass irgendwo in der Anlage, die die Nazis einst als Forschungseinrichtung genutzt haben, jede Menge Gold versteckt ist. Nur mit einem Funkgerät und einer 3D-Kamera bewaffnet, schleicht sich Markus an den US-Truppen vorbei in den Komplex. Doch seine Anwesenheit bleibt nicht lange unentdeckt. Tief in den verwinkelten dunklen Gängen erweckt er etwas, das seit 70 Jahren verborgen war und ihm nun nach dem Leben trachtet. (Koch Media GmbH)

1006383_2 (640x348)

Der Nazi-Zombiefilm repräsentiert ein Sub-Genre, das seit den 70er Jahren mit anhaltender Regelmäßigkeit immer mal wieder auftaucht. Der Film, der diese „Marotte“ auslöste, war Shock Waves – Die aus der Tiefe kamen (1977) und in den nächsten Jahren kamen dann Die Nacht der Zombies / Zombie War Games (1981), La tumba de los muertos vivientes (Der Abgrund der lebenden Toten, 1982) und Le lac des morts vivants (Sumpf der lebenden Toten, 1981). Das Genre erlebte Ende der 2000er Jahre eine Wiederbelebung mit Outpost – Zum kämpfen geboren (2008) und Dead Snow (2009), die beide Fortsetzungen hervorgebracht haben, sowie War of the Dead – Band of Zombies (2011). Hinter dem Pseudonym Matthew O. Oaks steht der deutsche Regisseur Matthias Olof Eich. Zuvor besaß Eich eine Kulissenfirma in Deutschland und arbeitete an drei Promotion-Touren für die Star Wars-Prequels. Er gab sein Regiedebüt mit dem Slasher-Film Break (2009). Eich konzipierte und drehte Bunker of the Dead im bayerischen Oberammergau. Während des Zweiten Weltkriegs baute das Messerschmitt Werk dort den ersten Düsenjäger und errichtete ein Labyrinth von Tunneln, die sich kilometerweit in den Hang der Stadt erstrecken. Nach dem Krieg wurde das Gebiet vom US-Militär als Trainingsbasis verwendet.

Bunker of the Dead ist der erste Nazi-Zombie-Film, der als Found Footage präsentiert wird. Noch einzigartiger ist, dass es der erste Found Footage-Film ist, der in 3D veröffentlicht wird. Der gesamte Film wurde mit einer GoPro-Kamera aufgenommen, die auf dem Helm von Patrick Jahns montiert ist, als sich dieser in den unterirdischen Bunker wagt. Dies ermöglicht es Matthias Olof Eich natürlich, im Wesentlichen einen Ego-Shooter-Film zu drehen, in dem wir sehen wie Jahns den Zombies mit verschiedenen Waffen und im Nahkampf einen blutigen Abgang verschafft. Der Nachteil von Bunker of the Dead ist, dass sich der Streifen eher wie ein Videospiel anfühlt, als ein Film. Das Ganze besteht aus nichts mehr, als dass die Zuschauer dabei zuzusehen können, wie Patrick Jahns (aus dem Kamerablickwinkel) durch den Bunker rennt und Zombies schießt sowie rammt, während seine off-screen Stimme bei jedem Kill vor Freude schreit. Es ist keine Handlungsentwicklung vorhanden, die über eine Reihe von „Tötungen“ hinausgeht – die größte Entwicklung ergibt sich, wenn Jahns auf halbem Weg auf eine Gruppe amerikanischer Soldaten trifft, deren Waffen den Konflikt dann noch auf einer viel größeren Bühne eskalieren lassen, bevor alle außer einer Soldatin (Esther Maaß) ausgelöscht werden und sie gemeinsam mit Jahns weitermacht. Das amüsanteste am Film ist die Vorstellung eines Adolf Hitler Zombies, der sich mit Patrick Jahns im Nahkampf gegenübersteht.

Bei Amazon bestellen

Bunker of the Dead_3D_BD3D_4020628865771 (472x640)

  • Darsteller: Patrick Jahns, Aciel Martinez Pol, Esther Maß, Harald Pucher
  • Regisseur(e): Matthias Olof Eich
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Koch Media GmbH – DVD
  • Produktionsjahr: 2015
  • Spieldauer: 77 Minuten

1006383_3 (640x348)

1006383_5 (640x353)

Bunker of the Dead_3D_BD_4020628865795 (460x640)

Diese BluRay sowie das Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von Koch Media zur Verfügung gestellt.

Bluntwolf

Bluntwolf ist ein Cineast aus der goldenen Mitte Deutschlands. Sein Spezialgebiet ist das italienische Kino der 60er bis 80er Jahre, insbesondere Italowestern, Giallo und Polizio. Er ist der Chefredakteur von Nischenkino und gehört dem Redaktionsteam der Spaghetti-Western Database an.

Das könnte dich auch interessieren …