Rancho River

Rancho River (The Rare Breed) ist eine Westernkomödie von 1966. Regie dieses Breitbild-Schinkens führte Genreveteran Andrew V. McLaglen (Bandolero!), in den Hauptrollen glänzen James Stewart (Die Uhr ist abgelaufen), Maureen O’Hara (Rio Grande) und Juliet Mills. Der Film erscheint in der Jimmy Stewart Collection von Explosive Media.

Der Cowboy Burnett (James Stewart) gerät als bodenständiger Viehtreiber und Stierbezwinger and zwei noch hartnäckigere Wesen: Die englische Viehbesitzerin Martha Price (Maureen O’Hara) kommt mit ihrer Tochter Hilary (Juliet Mills) und ihren europäischen Rindern, allen voran der Prachtstier Vindicator, nach Texas um sie dort mit den örtlich dominanten Longhorn-Rindern zu kreuzen. Bei einer Auktion verlieren Sie erst an den zwielichtigen Bowen (Brian Keith) anstatt mit dem ehrlichen Taylor (Alan Caillou) einen Deal einzugehen. Auf dem Viehtrieb müssen sich Burnett und seine Mädels dann auf allerlei gefährlichen Schabernack einstellen, und letztlich bleibt es vielleicht für immer ein Traum für die Damen, sich in Texas nieder zu lassen und ihre Züchtungen über die Hügel grasen zu sehen…..

Apropos Schabernack. Hier kommen einige großartige Nebenrollen ins Spiel, darunter dafür während und danach auch Ben Johnson (Dillinger), Jack Elam (Spiel mir das Lied vom Tod) und Harry Carey Jr. (The Searchers). Das peppt den Film etwas auf, der zwar von einer großartig gelaunten Juliet Mills und einigen fiesen Wendungen lebt, ansonsten aber eher Gähnen auslöst. Halb lustige Klamotte, halb Abenteuerfilm, irgendwie meandriert der Film so rum, lässt kein echtes Westerngefühl aufkommen (die Wiesen zu grün) und sorgt auch nicht für Gelächter (die Jokes zu flach). Richtig ernst nimmt der Film sich nicht, und man möchte fast meinen der Regisseur hatte mal mehr, mal weniger Lust. Teilweise gehts hoch her, da geht dann auch viel zu Bruch, es wird geprügelt wie bei Spencer und Hill.

Am Ende wird der Film auch schwer erträglich, mit dem komischen Schotten und seinem falschen Akzent und der ganzen Rinderei, also ich war schon etwas enttäuscht. Aber nicht jeder Jimmy Stewart Film kann gut sein. Ich gestehe ein, man kann dem Film auch was abgewinnen, aber wenn es drum geht, die Spreu vom Weizen zu trennen: das hier ist Spreu.

Die BluRay präsentiert den Film in brillantem, kontrastreichen, farbigen Breitbild das sich keine Schwächen leistet. Das Bild ist scharf, frei von Schäden, nicht zu stark nachbearbeitet und authentisch. Man merkt dass das Material nicht nur gut erhalten sondern auch aufwendig neu abgetastet zu sein scheint, ein wirklich schönes Bild. Der Film klingt auch gut, das macht schon Freude. Wie bei der Reihe lobenswerterweise üblich, gibts neben dem Originalton (getestet) auch die Synchronfassung, beide DTS-HD MA 2.0, und Untertitel in beiden Sprachen. An Extras gibts lediglich den Kinotrailer sowie Artworks und Fotogalerien.

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Die BluRay wurde uns freundlicherweise von Koch Media zur Verfügung gestellt, in deren Vertrieb der Film erscheint.

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Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info, TripleFeatureFoundation.org und FuriousCinema.com

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