Die Gräfin von Hongkong (A Countess from Hong Kong)

Die Gräfin von Hongkong

A Countess from Hong Kong (Die Gräfin von Hongkong) ist eine Komödie von Charles Chaplin (The Great Dictator) aus dem Jahr 1967 mit Marlon Brando (Last Tango in Paris) und Sophia Loren (Operation Crossbow) in den Hauptrollen. 

Der reich geerbte Unternehmer Ogden (Marlon Brando) ist auf dem Dampfer von Hongkong zurück in die USA, und wartet auf das Telegramm in dem vermutlich stehen soll, dass man Ihn zum US-Außenminister macht. Er wird dann doch „nur“ ein immerhin wichtiger Botschafter. Doch er ist eigentlich eh viel mehr an anderen Dingen interessiert. Viel spannender für den verhätschelten Erben ist nämlich nun, dass sich nach einer kleinen Party in Hongkong eine von drei Prostitutierten, die ihm und seinen Gesellen als „echte“ Gräfinnen vorgestellt werden, in seiner Koye versteckt hat. Fortan ist Natascha (Loren) bei ihm als illegaler Passagier, aber er kann sie  kaum loswerden. Während sie von Hafen zu Hafen richtung Hawaii tingeln, klügelt die Truppe eine vertrackte Lösung für die Situation aus, in der Ogden sich allmählich doch der frechen Natascha annähert. Und da soll seine Frau Martha (Tippi Hedren) in Tokyo an Bord gehen… das Chaos ist vorprogrammiert.

Die Gräfin von Hongkong

Mit einigen interessanten Cameos gespickt – darunter Margaret Rutherford und Charlie Chaplin selbst – weiß der Film mit seinen kaum mehr als zwei Sets gut zu begeistern. Patrick Cargill mimt großartig den armen Hudson, den schrägen Butler von Ogden, dem man hier recht übel mitspielt. Chaplins letzter Film ist eine witzige Screwball-Komödie, bei der sich die beiden Hauptcharaktere langsam näher kommen, und jede Menge Zaungäste eifrig Teil des Potpourris an Irrungen und Wirrungen werden. Unterhaltsam ist das vor allem deshalb, weil alle gute Laune haben, die Situationen total abstrus sind und es eine Freude ist, einerseits Brando in so einer tollpatschigen Situation zu sehen und andererseits Loren in einer, die sie sichtlich auskostet obwohl sie unglaublich wenig Dialog hat. Ein unterhaltsamer, aber nicht unbedingt sehr einprägsamer Film, der gute Abendunterhaltung bietet. Zu den Highlights gehört sicherlich am Ende die irrwitzige Flucht Lorens.

Explosive Media bringt die BluRay im Juli 2020. Das Bild ist halbwegs scharf und weitgehend frei von Schäden, aber es ist leider etwas blass, die Farben sind daher nicht sehr lebhaft und man erkennt vor allem bei Menschen dass die Farbe von Haut nicht ganz passt. Kleiner Punktanzug aber ansonsten OK. Der Ton ist vergleichsweise solide für das Kammerspiel, eine Synchronfassung ist auch erhalten. Wichtig ist zu sagen: Zwar kriegt man den Film hier erstmals restauriert und in HD zu sehen, leider aber nur die deutsche Kinoversion. Angeblich konnte Universal die ungekürzte Version nicht lokalisieren, das ist etwas bitter aber für Fans zumindest etwas (mehr dazu siehe Schnittberichte). In Sachen Extras gibts hier nur Trailer und Fotos.

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Countess Hongkong

Die BluRay wurde uns freundlicherweise von Koch Films zur Verfügung gestellt, in deren Vertrieb der Film erscheint.

Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info und FuriousCinema.com

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