The Wilby Conspiracy

The Wilby Conspiracy ist ein Thriller aus dem Jahr 1975 mit Sidney Poitier (In the Heat of the Night) und Michael Caine (The Ipcress File) in den Hauptrollen. Der Film basiert auf einem Roman von Peter Driscoll.

Kapstadt, Südafrika während des Apartheid-Regimes. Shack Twala (Sidney Poitier) wird vom Gericht freigelassen dank der Hilfe seiner Anwältin Rina (Prunella Gee). Rina pflegt eine Beziehung zu dem britischen Bergbauingenieur Jim Keogh (Michael Caine), während ihr Mann Blane (Rutger Hauer) meist in Johannesburg lebt. Die drei wollen den Sieg vor Gericht feiern, doch werden prompt bei einer Polizeikontrolle gegängelt, sind gezwungen sich gewaltsam zu befreien und plöztlich befinden sich Shack und Jim auf der Flucht richtung Johannesburg während Rina versucht die Geheimpolizei auf falsche Fährte zu locken. Shack allerdings ist Revoluzzer und möchte in Johannesburg seine alten Connections, ein indischer Zahnarzt und seine Kollegin, kontaktieren, um einen alten Diamantschatz ausfindig zu machen von dem seine Bewegung Waffen anschaffen möchte… doch mit der Polizei auf den Fersen wird es ein tödlicher Wettlauf. Der smarte Revoluzzer und der unfreiwillig zum Handlanger geadelte Brite geben dabei ein seltsames Team ab, und letztlich werden sie auf jemanden zurückgreifen müssen der ebenfalls nicht gut auf sie zu sprechen sein dürfte: Blane.

Wie schon viele Kritiker vor mir geschrieben haben: Dieser Film punktet mit einem Michael Caine in Höchstform – schnippisch, witzig, kühl und unterschätzt gespielt. Außerdem ein Sidney Poitier, der hier eher zweite Geige spielt und damit zufrieden scheint, keine herausragende Rolle aber eine interessante. Die ungleiche Paarung wird aber von einer Geheimwaffe zusammengehalten, und das ist Prunella Gee (Sag niemals nie), die mit viel Witz und Selbstbewusstsein, Leindwandpräsenz und Sinnlichkeit dem Film das gibt was ihm sonst fehlen würde: würze. Er ist nämlich ansonsten eine staubtrockene Angelegenheit und das Drehbuch lässt kaum Aufregung aufkommen. Ein paar minimale Twists, eine Prise Rassismuskritik, die ein oder andere Actionsequenz, aber weder die Story wird besonders akribisch erzählt noch reisst der Film einen überhaupt vom Hocker, wenn er nicht eine Dosis Buddy-Comedy und Femmes Fatales hätte (Gees Charakter ist hier nicht die einzige).

Für 1975 ist des letztlich ein recht spannender Film, denn immerhin war das Apartheid-Regime hier noch im Zenith, es endete erst in den frühen 90er Jahren. Schön dass sich Caine hier für einen eher kritischen Film hergab, bei Poitier überrascht es schließlich nicht. Dabei ist der Film eigentlich nicht hochgradig politisch, sondern versteht sich eher als Actionthriller, der als TV Serie vermutlich mehr aus dem Waffenschmuggler-Subplot gemacht hätte als aus dem soziopolitischen Element, würde ich behaupten. Unterm Strich kann der Film gut unterhalten, bietet jede Menge interessante und witzige Szenen, und ist gut gespielt. Aufregend? Eher nicht. Ein Muss? Eh, auch eher nicht. Sehenswert? Spricht nix dagegen.

Die BluRay bietet akzeptables, wenn auch über weite Strecken nicht besonders gutes Bild. Die Farben sind teils unecht, das Bild sehr dreckig und es mangelt an Detail und Schärfe. Nicht gerade restauriertes Material das hier zugrunde lab, aber im Großen und Ganzen Okay zum ansehen. Ton gibt es auf Deutsch (nicht getestet) und Englisch und klingt akzeptabel aber altersentsprechend. Untertitel gibt es ebenfalls auf Deutsch und Englisch. In Sachen Extras ist nur der Trailer dabei und eine Bildergalerie.

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Die BluRay wurde uns zur Verfügung gestellt. Screenshots via.

Sebastian

Gründer und Inhaber von Nischenkino. Gründer von Tarantino.info, Spaghetti-Western.net, GrindhouseDatabase.com, Robert-Rodriguez.info und FuriousCinema.com

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